Ist es erlaubt, den Unterhalt per Vertrag für immer festzulegen?

7 Antworten

Also theoretisch kann man durch Vertrag dauerhaft einen Unterhalt festlegen, der über dem gesetzlich zustehenden Betrag liegt. Praktisch können sich aber die Verhältnisse ändern, sodass solche Verträge mit der Zeit geändert werden müssen. Wichtig ist, auch durch den Vertrag darf nicht zu Ungunsten des Empfängers des Unterhalts vom Mindestunterhalt abgewichen werden. Der Unterhalt ist zwingend zu sichern. Dementsprechend kann man immer zum Anwalt und eventuell klagen. Falls das Geld fehlt, es gibt Beratungs- und Prozesskostenhilfe. Einfach beim Amtsgericht beantragen.

1600 für 2 Kinder ist hoch gegriffen, da muss er ja schon extrem gut verdienen.

Ein solcher Vertrag wäre wohl sittenwidrig und damit nichtig, weil einer der Parteien einseitig benachteiligt wird und auch, weil ein Elternteil nicht auf Rechte der Kinder verzichten darf.

Geh zum Jugendamt und lass dich beraten. Oder hol dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein und geh zum Anwalt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

So ein Vertrag ist sittenwidrig! Selbstverständlich muss er Unterhalt bezahlen nach Einkommen und nicht nach "wünsch-dir-was".

Geh zum Jugendamt, besser noch zum Anwalt und dann stelle eine ordentliche Unterhaltsforderung.

Der Kindesunterhalt richtet sich nach den §§ 1601 ff. BGB. Ein Verzicht auf zukünftigen Unterhalt ist nicht zulässig laut §1614 BGB. Aber genau das passiert hier ja, zumindest in Teilen ... Also ist der Vertrag eh null und nichtig.

Der fragesteller ist keine Mutter sondern ein pubertäres kind

@Maleficent666

Ich vertraue mal darauf, dass es der 15 jährige Sohn ist :-). Aber Danke für den Hinweis. Und vielleicht ist die Antwort ja auch mal für Andere interessant.

@Kessie1

Ja, so ist es auch. Meine mutter hat mich gefragt, das zu posten!!

@MyNameQuazalaz

Dann sage ihr, sie soll sich mal bitte einen eigenen Account anlegen. Und auf jeden Fall zum Anwalt gehen! Wenn sie selbst geringes Einkommen hat, dann soll sie zum Amtsgericht gehen und sich einen Beratungsschein holen. Mit dem zahlt sie beim Anwalt für das Erstgespräch max. 15 Euro. Der Kindsvater muss mindestens alle 2 Jahre seine Einkommensverhältnisse offen legen. Der Unterhalt wird nach Einkommen berechnet.

@Kessie1

Sie kann auch beim Jugendamt den Unterhalt kostenlos berechnen und eintreiben.

@Menuett

Ich bin nicht so der Fan vom Jugendamt ;-). Aber du hast natürlich recht...

@Kessie1

Kommt immer auf den Sachbearbeiter an.

@Menuett

Ich hatte noch nie das Vergnügen mit einem kompetenten Sachbearbeiter zu tun gehabt zu haben. Aber es gibt sicherlich Welche :-). Allerdings kennt ein Anwalt sich (hoffentlich) bestens mit der Materie aus und oft reicht es nicht mal eben kurz den Unterhalt zu berechnen. Da unterstelle ich mal, dass ich das in einfachen Fällen ebenso kann :-). Aber das Unterhaltsrecht ist dermaßen komplex, dass selbst manche Anwälte scheitern.

ein solcher "vertrag" ist sittenwidrig. wenn dir das nicht ausreicht, wende dich ans jugendamt und eröffne eine beistandschaft und lass den unterhalt neu berechnen.

Der Kontrollbedarf ist kein Selbstbehalt.

Nein, der Kindesunterhalt kann nicht rechtlich wirksam auf eine bestimmte Summe fixiert werden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Was möchtest Du wissen?