Ist ein mündliches Kaufangebot einer Immobilie bindend?

5 Antworten

Das liegt daran wann dieses Angebot unter welchen Voraussetzungen gemacht wurde. Im Grunde ist ein mündlicher Vertrag zu stande gekommen wenn es zwei übereinstimmende Willenserklärungen gibt. Dieser Vertrag sollte dann natürlich schnellstmöglich schriftlich festgehalten werden und von beiden Seiten unterzeichnet werden.

Wenn man sich auf eine mündliche aussage beziehen will, darf diese natürlich nciht ein Jahr alt sein, da sie dann in Vergessenheit geraten kann.

Es gibt logischer Weise auch ein Rückzugsrecht, also man kann von dem Vertrag innerhalb einer bestimmten Zeit abstand nehmen bzw. diesen Vertrag wieder auflösen (normal innerhalb von zwei Wochen).

Wäre gut, wenn du den Zeitraum zwischen mündlicher Aussage und den weiteren Vorkommnissen genauer schildern könntest da es hier oftmals auf Details ankommt.

Vor ca. 3 Wochen habe ich es zu ihm gesagt und dann ca. 1 Woche später das andere Preisangebot benannt.

@gerontologin

das ist Unsinn, Preisverhandlungen sind jederzeit und so lange möglich wie kein schriftlicher Vertrag besteht.

Ein müdliches Angebot ist nicht bindend, da in Deutschland nur der Kaufvertrag beim Notar einen Kauf besiegelt. Der Makler kann nur mitteilen, dass der Verkäufer bereit ist, das Haus zu dem von Dir angebotenen Preis zu verkaufen. Ich nehme an, dass Du keine Reservierungsgebühr bezahlt hast, die wäre in einem solchen Fall verloren zu gunsten des Maklers.

Das erstgenannte Preisangebot ist nur moralisch bindend und kann mit einer normalen Widerrufsfrist widerrufen werden, so wie es hier nach den Schilderungen auch geschehen ist. Wenn sich der Makler auf das mündliche Angebot verlässt und eventuell anderen Kunden absagt, die schon von vorne herein weniger geboten hätten ist das sein Fehler. Er hätte einen Vorabvertrag machen können oder auch den genannten Preis in einer Kaufabsichtserklärung schriftlich absichern sollen. Hat er das innerhalb der 2 Wochen nicht gemacht, ist sein professionelles Handeln in Frage zu stellen, denn das ist ein Anfängerfehler.

Es gibt unter bestimmten Umständen schon ein Zustande kommen eines mündlich abgesprochenen Vertrages (z.B. auch bei Mietverträgen). Voraussetzung ist aber meistens die Beweisbarkeit (wie Andere auch schon erwähnt haben) und dass dieses direkt zwischen den Parteien geschieht und nicht über einen Vermittler. Du könntest ja z.B. auch doch keine Finanzierung von der Bank bekommen, da könnte man Dich ja nicht zwingen das Objekt zu kaufen.

Nein, so lange kein Notarvertrag geschlossen ist , kannst du jeden Preis nennen, den du willst, natürlich realistisch und irgendwann solltest du dann auch Nägel mit Köpfen machen, sonst zeigt dir der Makler eine lange Nase und gibt es einem anderen Interessenten.

Was möchtest Du wissen?