Inkassobüro darf Forderungsgrundlage nicht rausrücken?

5 Antworten

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Spätestens auf Verlangen hat ein Inkassobüro

  • die Grundlage der Forderung (Rechung oder Vertrag) in Kopie bereitzustellen.
  • Eine detaillierte Kostenaufstellung nach § 367 BGB beizufügen
  • und entweder die Gläubigervollmacht nach § 174 BGB bzw. bei aufgekauften Forderungen die Abtretungsurkunde nach § 410 BGB auszuhändigen und zwar im ORIGINAL.

Ich würde also o.g. Dinge anfordern und dafür eine Frist bis zum 27.03.2013 stellen. Andernfalls solltest du überlegen wegen Nötigung Strafanzeige zu stellen und gegen den Laden beim zuständigen Oberlandesgericht und beim Bund der Inkassounternehmen Beschwerde einzulegen.

Ignorier den Kram und sag denen, die sollen einen Mahnbescheid beim Amtsgericht beantragen. Sollten sie das tun, widersprichst du diesem. Spätestens bei der Gerichtsverhandlung müssen Sie nachweisen, um was für eine Forderung es sich handelt.

Das ist völliger Quatsch. Natürlich müssen sie dir sagen, woraus die Forderung entstanden ist. Sonst hätten sie ja überhaupt keine Grundlage, irgendwas von dir zu kassieren. Wenn du dir sicher bist, dass du nichts bestellt hast oder nirgendwo eine Mitgliedschaft abgeschlossen hast, dann kannst du die Forderung getrost ignorieren.

Huhu, zunächst mal muss ich sagen, dass ein Anwalt hier sehr viel besser und genauer weiterhelfen kann. Allerdings muss meines Wissens nach die Forderungsgrundlage auf Verlangen nachgewiesen werden. Zumindest haben wir in der Zeit, als ich beim Inkasso gearbeitet habe, die Rechnungskopien auf Wunsch immer herausgegeben.

Des Weiteren kann man zur Not auch nochmal eine Vollmachtskopie verlangen.

Im Zweifel einfach nochmal einen Anwalt fragen, da er oder sie da viel genauer bescheid weiß und meine Aussage keine rechtsverbindliche Aussage sein kann.

In vielen Fällen - wenn es sich um eine Abtzocke handeln sollte - hilft auch häufig ignorieren.

Wenn ich bei solchem Mist jedesmal nen Anwalt konsultieren würde, wäre ich längst arm^^

@Jorgfried

Das ist ja richtig. Ich wollte damit nur sagen, dass meine Antwort keine verbindliche Rechtsauskunft sein kann. ;)

Vollmachtskopie reicht aber nicht - das Original muss dem Schuldner zugeschickt werden.

@kevin1905

Nein, da die Vollmacht eine Urkunde ist, die der Bevollmächtigte bekommt, bleibt das Original beim Bevollmächtigten. Der Schuldner bekommt nur eine Kopie.

Das ist nur ne Verarsche. Lehn dich zurück und warte auf den Mahnbescheid, der nie eintreffen wird.

Rechnung vor Erhalt eines Inkassoschreibens bezahlt

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren. Vor einiger Zeit bestellte ich in einem Onlinewarenhaus einen Artikel auf Rechnung. Ich vergass allerdings die Rechnung zu bezahlen und erhielt mehrere Zahlungsaufforderungen vom Unternehmen. Am 28.12.12 bezahlte ich also den Artikel inklusive angefallenen Verzugszins seitens des Unternehmens. Am 03.01.13 erhielt ich nun ein Inkassoschreiben, was angeblich die zweite Mahnung sei, obwohl mir ein erstes SChreiben nie zuging. Also schrieb ich das Inkassounternehmen an:

"Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren mit diesem Schreiben reagiere ich auf Ihren Brief vom 03.01.2013 sowie vomn 08.01.2013 Die Betitelung "Zweite Aufforderung" des Schreibens ist höchst Fragwürdig, da dies das erste Schreiben war, welches mir zuging. Außerdem habe ich mit Ihnen nie eine Ratenzahlung vereinbart, wie im Schreiben vom 08.01.2013 behauptet. Die Hauptforderung gegenüber eleven Teamsports wurde bereits am 28.12.12 getätigt, enthalten waren auch angefallene Verzugszinsen seitens eleven Teamsport. Mit diesem Schreiben weise ich Ihre Forderung zurück und werde auch bei weiteren Mahnbescheiden keine Zahlung leisten. Des weiteren widerspreche ich der Weitergabe meiner Daten gem. BDSG und bitte sie um Vorlage der Gläubigervollmacht an mich.

Vielen Dank

Mit freundlichem Gruß

"

Heute erhielt ich ein weiteres Schreiben vom Inkassodienst. In diesem wird behauptet das sie mich bereits am 22.12.12 kontaktiert haben. Das Schreiben erreichte mich aber wie gesagt nicht.

Am 19.12.12 beauftragte das Onlinewarenhaus das Inkassounternehmen wird weiter geschrieben.

Nun wurde mir ein Vergleichsbetrag von 22,16 Euro statt der ursprünglichen 65 Euro Inkassogebühren angebote.

Meine Frage ist, ob ich diesen Betrag nun zahlen muss bzw. sollte um weiteren Ärger zu vermeiden, da der Auftrag an das Inkassobüro am 19.12 erteilt wurde ich allerdings erst am 28.12.12 bezahlt habe!?

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichem Gruß

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