Information zu Lärmzeiten für Hausmusik?

5 Antworten

Angesichts des Interessenkonfliktes ist eine an dem Gebot der Rücksichtnahme orientierte Abwägung vorzunehmen. Dies bedeutet, dass Klavierspiel in der Wohnung an Wochentagen nur bis 20.00 Uhr zuzulassen ist, an den Wochenenden und Feiertags nur bis 19.00 Uhr. Einmal in der Woche kann bis 21.30 Uhr Klavier gespielt werden, von dieser Ausnahme kann einmal im Monat auch an einem Wochenende oder an einem Feiertag Gebrauch gemacht werden.

Bei den zeitlichen Grenzen etwas großzügiger ist das Landgericht Frankfurt ( Urteil vom 12. Oktober 1989 , Az: 2/25 O 359/89 ): "Unabhängig davon, was im einzelnen im Mietvertrag gestattet worden ist, ist die Ausübung des Klavierspiels nach den konkreten Wohnverhältnissen im Haus zu beschränken. Auf jeden Fall ist die Nachtruhe an allen Tagen von 22.00 Uhr bis 7.00 Uhr einzuhalten. An Werktagen ist die Musikausübung in der Zeit von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr hinzunehmen, jedoch nicht ununterbrochen und über die ganze Zeit hinweg. Das ertragbare Maß wird hier auf 3 Stunden zu beschränken sein. An Wochenenden und Feiertagen ist die Mittagsruhe einzuhalten."

Im Rahmen der Abwägung der Interessen des Musiker einerseits und des ruhebedürftigen Hausgenossen andererseits spielt natürlich auch das verwendete Musikinstrument eine erheblich Rolle, sowie die Hellhörigkeit bzw. der Schallschutz des betreffenden Gebäudes und die Umgebungsgeräusche. Vom Grundsatz her gilt: je lauter und störender das Geräusch, desdo enger ist eine zeitliche Befristung zu fassen. Beispiele dazu >>>Saxophon, Schlagzeug.

Man wird dabei generell aufgrund des Gebotes der Rücksichtnahme verlangen können, dass die Musikausübung während der allgemeinen Ruhezeiten zu unterbleiben hat, und der Betrieb von Musikanlagen in dieser Zeit auf >>> Zimmerlautstärke beschränkt werden muß ( "Musik im Mehrfamilienhaus" von Richter am LG B. Gramlich, NJW 1985, 2131f). In der Regel gilt als allgemeine Ruhezeit die Zeit von 20-7 Uhr und 13-15 Uhr (so der BGH V ZB

Auch das nützt mir trotz detaillierter Auflistung nichts... ich kann mich ja bei beschwerden schlecht auf den Beitrag da bei gutefrage.net beziehen...

@Rabarbara

Aber auf die Gerichtsurteile, die im Beitrag stehen kannst du dich berufen.

"Hausmusik" darf natürlich auch nicht lauter sein als Radiomusik. Mit Kinderlärm kann man das nicht vergleichen.

Dass deine Mutter die Vermieterin ist, verleiht dir keine Sonderrechte. Du bist dort genau so Mietpartei wie die zahlenden Mieter auch.

Ich darf pro Tag bis zu 3 Stunden Schlagzeug spielen, wenn es keine andere Übemöglichkeit gibt. Aber nicht ununterbrochen oder während Ruhezeiten.

Und im Mietvertrag kann dieses Recht ausgeschlossen werden.

Es gilt die Hausordnung. Jeglichen Lärm, der die Zimmerlautstärke in der Nachbarwohnung übersteigt, muss kein Mieter erdulden.

Das Gitarrenspiel kann nur elektronisch verstärkt als Lärm bezeichnet werden. Diese Musikvariante wurde aber nicht explizit erwähnt. Abhilfe>> Kopfhörer an den Amp anschließen.

Jain - Musizieren muss in gewissem Maße vom Nachbarn geduldet werden. Auch wenn ich Schlagzeug spiele, kann mir das der Nachbar nicht verbieten.

Auch wenn du die Antwort nicht lesen willst, aber es ist hier Aufgabe der Vermieterin die Geschichte zu klären. Im Mietvertrag sind meistens Ruhezeiten angegeben. Diese umfassen Zeiten der Nachtruhe, Mittagsruhe und der gesonderten Zeiten an Wochenenden und Feiertagen.ääsollten diese Zeiten nicht vereinbart sein, so gelten auf jeden Fall und immer die staatlich verordneten Ruhezeiten für Wohngebiete:

22 bis 7 Uhr, 13 bis 15 Uhr, 19 Uhr bis 8 Uhr sowie 13 bis 15 Uhr an Samstagen und ganztägig an Sonntagen.

Diese Zeiten können sich aber auch von Gemeinde und Landkreis (bzw. Stadt) unterscheiden. Am besten hier im Gemeindebüro bzw. Ordnungsamt informieren.

Weitere nützliche Quelle ist die Hausordnung.

Es gibt Gerichturteile welche den Musiker täglich bis zu 2 Stunden Übung zu gestehen. Diese können auch nicht durch den Mietvertrag oder Hausordnung eingeschränkt werden. Im optimalen Fall sollte aber mit dem Nachbarn abgestimmt werden wann es Ihnen gut passt...

Vermieterin hat versucht zu klären, die sind aber der Meinung sie würde sich eh immer nur auf unsere Seite stellen... deswegen ist es unergiebig genau darüber zu diskutieren... Alles andere geschriebene weiß ich auch schon... ich will lediglich wissen bei welcher Behörde ich die genauesten und sichersten Informationen bekomme und in welcher Form

@Rabarbara

Habe ich in meiner sehr ausführlichen Antwort bereits geschrieben:

Ordnungsamt und Gemeindebüro.

MfG

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