Heimliche Tonaufnahme eines Gesprächs: erlaubt?

5 Antworten

Hey hdzimmermann,

heimliche Tonaufnahmen sind durch das Persönlichkeitsrecht eigentlich verboten. Du kannst jedoch vor Gericht die Aufnahme einen zufällig Mitschnitt (Diktiergerät lief im Raum nebenan und hat alles aufgenommen) nennen, auch wenn das unlogisch ist. Wenn du es zugeben würdest, das absichtlich aufgenommen zu haben, kann man dich zwar anklagen, (wer würde das machen?) aber ich glaube nicht dass dein Ex damit Erfolg hat. Du hast ja nur Beweise gesammelt, also wird das kein Richter als Angriff auf das Persönlichkeitsrecht sehen. Wenn es schlimm kommt, musst du deinem Ex eben eine Geldstrafe zahlen, dass du dafür weiter belang wirst glaube ich nicht. Vor Gericht würde ich die Aufnahme aber auf jeden Fall einbringen, aber ob sie akzeptiert wird kann ich dir nicht genau sagen. Besprich das unbedingt mit deinem Anwalt!

Schöne Grüße,

Project2012

Soweit ich weiß ist das nicht zulässig, da Du die Aufnahme ohne Zustimmung der Person erlangt hast. Besprich das am Besten mit Deinem Anwalt.

Prinzipiell sind heimliche Mitschnitte vor Gericht verboten. Es besteht ein sogenanntes Beweisverwertungsverbot. Allerdings besteht die Möglichkeit,dass das Gericht im jeweiligen Fall prüft,wie schwer der Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte des Gesprächspartners ist und ob das Ergebnis des Mitschnittes wichtiger ist als der Eingriff in die Rechte des Gesprächspartners.

Hallo, es handelt sich um eine doppelte eidesstattliche Versicherung. Du schreibst die aufzeichnung auf, und schreibst drüber die zeugen mit Adresse, drunter eidesstattliche Versicherung und ihr unterzeichnet beide. Dies ist dann vor Gericht zwar kein sog. "Beweis" aber eine Glaubhaftmachung". Vor allem ist wichtig, dass Du bei jeder solchen Falschbehauptung eine Frist zur Stellungnahme bei Gericht erhätst, und zwar, damit Du eine Stellungnahme ABGIBST. Ist die Gegenseite unterwegs, mit einem sogenannten Parteivortrag, ohne Beweise, so bist Du in Deiner Stellungnahme unterwegs, mit einem "Parteivortrag" (das heißt nicht Kläger und Beschuldigter im Familienverfahren, sonder Antragsteller und Antragsgegner, also PARTEI), und zusätzlich mit einer "Glaubhaftmachung". So das dürfte reichen ... Gruß munichangelika

Ein Gericht "kann" Mitschnitte als Beweis zulassen, wenn aus dieser Aufnahme hervorgeht das der/die Geschädigte nachweislich bedroht,genötigt oder diskriminiert wird. Das Thema hatten mein Mann und ich erst kürzlich mit unserem Anwalt wegen ner Arbeitsrecht Sache. Man sollte es nur vorher mit seinem Anwalt abklären ob das Persönlichkeitsrecht verletzt wird oder nicht

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