Haustürgeschäft Vodafone und die Widerrufsrecht-Belehrung

11 Antworten

Seltsame Praktiken, Du schreibst Du hast keine Widerufsbelehrung bekommen. Schau mal in den Link, vielleicht hilft Dir das. Vielleicht kannst Du daraus für Dich etwas ableiten. Hier steht:

>>Die Widerrufsfrist beträgt – je nach Einzelfall – zwei Wochen oder einen Monat und beginnt erst, wenn der Verbraucher eine Belehrung über sein Widerrufsrecht in Textform (etwa als E-Mail oder per Telefax) erhalten hat. << .

http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/1357019.html

An Deiner Stelle würde ich mich an die Verbraucherzentrale wenden.

netter link, passt aber gar nicht, da es sich hier nicht um einen fernabsatzvertrag handelt.

@WhiteAngelmzg

Deswegen habe ich auch geschrieben: "Vielleicht kannst Du daraus für Dich etwas ableiten." Ich bin der Meinung, auch wenn der Fragesteller nicht gelesen hat, was er unterschreibt, so muss für ihn doch ein Widerrufsrecht geben. Und was ist mit der Belehrung des Widerrufsrecht? ( Das hat der Fragesteller anscheinend nicht bekommen.) Oder wie sehen Sie das?

@Siam1

Ein Widerruf bei Haustürgeschäften ist normalerweise nur innerhalb von zwei Wochen möglich. Bei ordnungsgemäßer Belehrung ist dies innerhalb von zwei Wochen nach Unterschrift möglich. Aber die Frist beginnt erst dann, wenn dem Kunden eine Belehrung ausgehändigt wird, die bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen muß. Fällt die Beratung allerdings nicht entsprechend aus oder wurde der Kunde zur Unterschrift nachweislich genötigt, ist ein Widerruf unbefristet möglich, da die Zeitspanne von zwei Wochen erst ab der ordnungsgemäßen Belehrung beginnt.


siehe auch >> http://www.jochim-schiller.de/site/34/IhreRechtebeim_Kauf.html#Widerruf

> Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Käufer den Vertrag ohne Begründung widerrufen oder einfach die Ware zurücksenden. Normalerweise muß er das innerhalb einer bestimmten Frist tun (zwei Wochen oder ein Monat - die Länge der Frist richtet sich danach, ob der Käufer schon vor oder erst nach Vertragsschluß eine Belehrung über sein Widerrufsrecht erhalten hat).<

@Siam1

Widerrufsbelehrungen müssen auch über Rechte des Verbrauchers informieren

BUNDESGERICHTSHOF, PRESSEMITTEILUNG NR. 42/07 VOM 13.4.2007

>SIE BEGINNT MIT DEM ZEITPUNKT, ZU DEM DEM VERBRAUCHER EINE BELEHRUNG ÜBER DAS WIDERRUFSRECHT MITGETEILT WORDEN IST, § 355 ABS. 2 BGB.> Urteil des VII. Zivilsenats vom 12.4.2007 -

VII ZR 122/06 -

http://www.hamburg.de/contentblob/119368/data/2007-04-newsletter.doc


http://www.gutefrage.net/frage/vsr-verlag-vetrag-trotz-wiederrufsschreiben

@ bellakis :Wird die Belehrung nach Vertragsschluss mitgeteilt, beträgt die Frist abweichend von Absatz 1 Satz 2 einen Monat. Ist der Vertrag schriftlich abzuschließen, so beginnt die Frist nicht zu laufen, bevor dem Verbraucher auch eine Vertragsurkunde, der schriftliche Antrag des Verbrauchers oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Antrags zur Verfügung gestellt werden.

Du musst sofort widerrufen. Sonst könnte der Vertrag weiterhin gelten. Die Ausführungen zu Widerruf und Anfechtung hast du ja schon erhalten. Die sind soweit weitestgehend zutreffend.

Kurz noch was zu Vodafone. Ich hatte auch einen Festnetzvertrag da und wollte ausserordentlich kündigen (mit Recht). Die stellen sich sehr quer. Bei der Kundenhotline anzurufen bringt nichts, weil die keine Bevollmächtigung haben irgendwas - gerade rechtlich relevantes - rückgängig zu machen. Du musst einen Brief an die Vodafone GmbH schicken schriftlich ausdrücklich widerrufen ggfls hilfsweise anfechten und sie bitten das telefonisch oder per post zu bestätigen. Kurze Frist dafür und gut ist.

Auf keinen Fall irgendwelche Bankdaten rausgeben.

Gruss

tja wenn du unterschreiben hast - gibts nen Vertrag, soviel steht schon mal fest. Und da die Widerspruchsfrist vom Gesetzgeber verlängert wurde auf 4 Wochen sofort kündigen, per Einschreiben mit Rückschein. Das zugesandte Modem holst nicht ab, es geht dann automatisch an den Absender retour.

wenn du bei vertragsabschluss nicht ausdrücklich über das wiederrufsrecht informiert wurdest, dann gilt es praktisch unbefristet. ansonsten gilt die 14-tage frist ab dem tag, an dem du die auftragsbestätigung bekommen hast. vodafone ist hier allerdings nicht zimperlich. es handelt sich nicht um ein fernabsatzgeschäft und auch nicht um ein haustürgeschäft. vodafone hat dafür verschiedene formulare - du wirst das für ladengeschäfte unterschrieben haben.
du solltest schriftlich wiederrufen und auf diesen umstand hinweisen.

widerruf einlegen und den berater gleich noch wegen arglistiger täuschung belangen. wenn du den namen von dem herren nicht weisst, vodafon kennt ihn. es gibt das Beratungsgesetz seit einigen jahren, welches genau diese fälle regelt.

Kennt Vodafone auch die Namen ihrer Partner? Ich gehe nämlich stark davon aus das der Herr ein Freiberufler/Selbstständiger war der mit Vodafone lediglich über die Provisionen Kontakt hat. Werde mich aber gleich mal über das Beratungsgesetz informieren.

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