Hat ein Makler das Verkaufsrecht?

6 Antworten

Nein, der Makler entscheidet nicht, wer den Zuschlag erhält, er vermittelt nur zwischen Interessenten in Verkäufer.

Wenn nun ein besseres Angebot auf den Tisch kommt, dann müsst Ihr vermutlich nachlegen.

Muss der Makler dann auf die Leute warten, die ihr Angebot privat und ohne den Makler unterbreiten oder darf sie die Immobilie verkaufen?

Es kommt hier auf den Maklervertrag an. Es gibt Vertragsgestaltungen, wonach Besichtigungen, etc. nur über den Makler laufen dürfen.

"Verkaufsrecht" = Recht zum verkaufen. Also das hat nur (!) der Verkäufer/Eigentümer. Das wäre ja noch schöner, wenn ein Makler das Eigentum anderer verkaufen könnte, vll. noch zum Wunschpreis des Maklers...lol.

Zudem. ob die neuen Angebote von "privat" (wohl direkt an den Eigentümer) oder von Interessenten über die Maklerin kommen, ist irrrelevant. Der Eigentümer hat sich entschieden noch drei Wochen zu warten (die Interessenten prüfen wohl noch eine etwaige Finanzierung) und damit müsst ihr leben, oder absagen.

"wir schlugen natürlich einen etwas niedrigeren Preis vor". Das war u.U. der "Knackpunkt" der den Verkäufer (über den Makler) erstmal hat zusagen lassen und dann aber doch noch weiter zu suchen um evtl. ein besseres Angebot zu bekommen. Dumm gelaufen, selbst schuld. Der Makler hat die "Pflicht", den besten (höchsten) Preis für die Immobilie zu erreichen. Entscheiden tut aber letztendlich nur (!) der Eigentümer, danach richtet sich der Makler. Man könnte euch zusagen und sogar eine Minute vor Unterzeichnung des Notarvertrages davon absehen und an einen anderen Interessenten. Man müsste euch dann zwar evtl. einen "Schaden" ersetzen, aber wenn das "neue" Angebot zu gut wäre, dass es zu verschmerzen wäre, könnte das passieren.

Die "Wartezeit" kann euch aber auch zugute kommen. Gibt es kein (akzeptables) Angebot dieser Interessenten, bringt euch das in eine (noch) bessere Verhandlungsposition, denn auf einmal währet ihr als alleinige Interessenten/Käufer da. Dadurch ließe sich natürlich (nochmal) an der Preisschraube drehen. Der Verkäufer pokert hier also und kann dabei aber auch "verlieren".

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der Makler hat die Pflicht, seinen Auftraggebern, die eine bestimmte Preisvorstellung gemäß Exposé erwarten, alle eingehenden zutreffenden und nach oben oder unten hin abweichenden Angebote vorzustellen.

Der Verkäufer entscheidet letztlich wem er das Haus zu welchem angebotenen Preis verkauft.

Macht da jemand seinen Geldbeutel etwas weiter auf als Sie, dann wird dieser Meistbietende auch den Vorzug erhalten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn sich neue Interessenten melden, dann ist es immer so, dass diese noch angehört werden. Ein Makler verdient sein Geld mit einem bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises. Wenn neue Interessenten kommen, kann der Kaufpreis wieder steigen, somit verdient der Makler mehr und auch die Eigentümer sagen zu mehr Geld nicht nein. Solange der Kauf nicht noteriell beglaubigt ist, kann der Verkäufer sogar noch in letzter Minute abspringen.

Nein. Ein Makler vermittelt Immobilien. Überdies ist ein Kaufvertrag mit der Bank nicht zustande gekommen, da formunwirksam.

Was möchtest Du wissen?