Handwerkerrechnung plötzlich plus MwSt?

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Hallo Freyja1978,

du kannst es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen - Chancen auf Erfolg hast du sicher.

Denn wenn ein Handwerker einer Privatperson eine Preisauskunft erteilt, dann muss er immer den Bruttobetrag nennen, denn den muss der Kunde (als Privatperson) und als Endverbraucher ja immer bezahlen.

Bei uns in der Firma hat auch mal ein Kollege einer Privatperson den Nettobetrag genannt und nicht drauf hingewiesen, dass noch die Steuer dazu kommt.

Wir mussten dann die Steuer selbst bezahlen - allerdings wollten wir (aus firmeninternen Gründen) auf einen Rechtsstreit verzichten.

Wenn du dich wehren willst, dann geh zum Rechtsanwalt: Der berät dich (kostet auch nicht viel) und kann dem "sauberen" Gärtner einen Brief schreiben.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

ichausstuggi

P.S.: Vielleicht googelst du mal - findest sicher etwas zu dem Thema :)

Danke dir! Bei Google steht sooo viel! Mal

Ja mal nein .... :) 

@Freyja1978

Gerne geschehen!

Seit dem Vorfall sagen wir den Kunden immer den Bruttobetrag (also Nettobetrag, Steuersatz und den Bruttobetrag) :)

Ich würde wie folgt vorgehen: Ich würde die Whats-App-Nachricht mit seinem Preisangebot fotografieren, würde ihm einen Brief inkl. Foto des Angebots zusenden und darauf hinweisen, dass die allgemeine Rechtsauslegung zwischen Handwerkern und Kunden immer davon ausgeht, dass dem Kunden der Endbetrag inkl. MWSt. genannt wird und das du auch davon ausgegangen bist, dass der mitgeteilte Preis der Brutto-Endpreis ist. Woher sollst du auch wissen, dass er "immer nur Netto-Preise" nennt. Dann würde ich ihm umgehend den Rechnungsbetrag in Höhe von 550,- überweisen und dann abwarten was passiert. Nun muss er ja aktiv werden und falls er das wird, kannst du immer noch einen Rechtsanwalt hinzuziehen. Und falls du keine Rechtsschutzversicherung haben solltest, dann würde ich versuchen, es auf einen Vergleich ankommenzulassen, denn der Rechtsanwalt kostet dich auch mindestens 80,- und mehr Euro, viel Streß und Zeit. Viel Glück.

Wenn Du den Auftrag als Privatperson erteilt hast, dann gelten die 550,00€ als vereinbart und sind brutto, da die Preise gegenüber dem Endverbraucher immer als „Brutto“ anzugeben sind; hast Du den Auftrag jedoch als Firma vergeben, war die Preisangabe netto!

Privat :)

Wenn Ihr die Korrespondenz habt, dann könnte was gehen.

Endverbraucher und Privatleute sollten m.W. keine Nettopreise genannt bekommen, sondern immer nur Bruttopreise also inkl. der Mehrwertssteuer.

Diese Webseite habe ich gefunden -->

http://www.finanzfrage.net/frage/sind-kostenvoranschlaege-immer-ohne-mwst

Zitat -->

§ 1 (1) Satz 1 PAngV (Preisangabenverordnung):
Wer Letztverbrauchern ... Waren oder Leistungen anbietet ..., hat die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Endpreise).

https://www.gutefrage.net/frage/kostenvoranschlag-wurde-ohne-mwst-angegeben-ich-bin-privatmann-und-mich-auf-den-preis-verlassen-ok

Zitat -->

Rechnungen und Kostenvoranschläge müssen mit Umsatzsteuer angegeben werde, wenn sie an Privatpersonen gehen, zudem darf der Angebotspreis bis mw 15% über dem Angebot liegen.

Um nicht angemahnt zu werden ist ein Teilbetrag unter Vorbehalt zu bezahlen. Die Mahnung kann dann trotzdem kommen, hat aber keine Rechtliche belange, Wichtig ist die Fristsetzung der Nachbesserung

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