Habe 2 Zahnzusatzversicherungen! Darf ich beide in Anspruch nehmen?

5 Antworten

Hallo mrymen,

grundsätzlich gilt das Bereicherungsverbot (§200 im Versicherungsvertragsgesetz).

Demnach gilt, dass die Gesamterstattung (Versicherungsleistungen) die Gesamtaufwendungen (Rechnungsbetrag) nicht übersteigen dürfen, wenn der Versicherungsnehmer wegen desselben Versicherungsfalles einen Anspruch gegen mehrere Erstattungsverpflichtete (Versicherer) hat.

So eine "Doppelversicherung" sollte auf jeden Fall vermieden werden. Im Leistungsfall ist es für alle Beteiligten recht kompliziert.

Falls es doch einmal - wie bei dir - zu einer Doppelversicherung kommen sollte, ist es wichtig, diese bei beiden Versicherungen zu melden (man sollte den Namen des anderen Versicherungsunternehmens, die Höhe der Absicherung und die Versicherungsnummer angeben). Im Leistungsfall ist für beide Versicherungen relevant, was die jeweils andere Versicherung bereits erstattet hat.

Aber Achtung: Teilweise ist auch in den Bedingungen des Versicherers klar ausgeschlossen, dass weitere gleichartige Verträge bei anderen Versicherungen abgeschlossen werden dürfen!

Am besten sucht man sich wirklich von vornherein eine Versicherung bzw. einen Tarif, der umfassende Leistungen vorsieht. ;-)

Viele Grüße

Anna vorm Barmenia-Team

Die Versicherungen tauschen sich aus und stellen auf jeden Fall fest, wenn Du die Rechnung zweimal einreichst. Außerdem teilen die dann den Rechnungsbetrag einfach durch zwei. Doppelt kassieren ist nicht.

Du darfst dich beliebig oft versichern, aber nur von einer Versicherung kassieren. Wenn du Pech hast, zahlt erstmal keine von beiden, weil sie sich gegenseitig die Zahlungsverpflichtung zuschieben.

Die Versicherung die die originalrechnung bekommt wird bezahlen. Weil die werden sie verlangen. Und nur wenn Du 2 Originalrechnungen bekommst kannst Du doppelt abrechnen. Aber dann mußt Du auch doppelt Bezahlen was sicherlich kein Vorteil ist.

Du darfst nicht beide in Anspruch nehmen. Ich weiß nicht, ob die Versicherungen sich untereinander austauschen, aber rechtlich gesehen wäre das ein Betrugsfall.

Wie lange darf eine Versicherung ein Kündigungsschreiben ignorieren?

Mittels Einschreiben haben wir vor etwa einem Monat einige Versicherungen bei der Signal Iduna gekündigt. Obwohl es den Versicherer eigentlich nichts angeht, geht aus den Kündigungsschreiben eindeutig hervor, dass es sich bei der Kündigung um eine wohlüberlegte Entscheidung aufgrund der unverschämten Versicherungskonditionen handelt und jeder Rückgewinnungsversuch etc. daher zu unterlassen ist.

Statt Eingangsbestätigung ab wann genau die Kündigung greift bzw. wann mit Auszahlung von Rückkaufswert bzw. Ansparungen zu rechne ist, erhielten wird bisher nur ein merkwürdiges Schreiben, dass uns doch sehr stutzig machte:

" Sehr geehrter ... bezugnehmend auf ihr Schreiben vom ... Ein Mitarbeiter wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen um vor einer Kündigung ein Beratungsgespräch zu vereinbaren... wir weisen darauf hin... möglicherweise erheblicher Schaden, wenn Sie nicht versichert sind... blah alte Verträge, tolle Konditionen blah... Bitte beachten sie, dass dieses Schreiben weder eine Bestätigung des Eingangs noch eine Annahme ihrer Kündigung darstellt."

Ist das zulässig? Wie kann denn das sein, dass man sich inhaltlich auf eine Kündigung bezieht, von der man sich aber offen lassen will, sie gar nicht erhalten zu haben? Und kann die Versicherung auf ein Beratungsgespräch bestehen bevor sie die Kündigung umsetzt. Wie viel Zeit hat die Versicherung um der Kündigung nachzukommen? Und welche Möglichkeiten haben wir noch, wenn die Versicherung so ignorant auf Kündigungsschreiben reagiert?

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