Grundkosten Heizung wieso für 12 Monate

5 Antworten

Du bist wohl noch neu auf dem Gebiet, alle Kosten werden auf das Jahr umgerechnet und am Ende des Jahres nach dem Verbrauch verrechnet. Du baust doch die Heizung im Sommer nicht aus, somit wird auch ein vorberechneter Grundpreis fällig.

Ja es ist meine erste Wohnung und ich finds ja schön wenn ihr euch schon daran gewöhnt habt aber ich bezahl im Normalfall eben nur für das was ich auch verbrauche.

Natürlich brauch ich auch im Sommer warmes Wasser und den Verbrauch zahl ich auch gern aber mir leuchtet einfach nicht ein wie die Grundkosten höher sein können als der eigentliche Verbrauch. Was oder wen bezahl ich denn damit? Wird da die Anlage schrittweise vergoldet oder wie?

Wenn ich mir für 30€ Äpfel kaufe dann zahl ich da auch nicht nochmal 40€ zusätzlich für den Baum auf dem die gewachsen sind?!

@lolman456

warte mal schön ab, du wirst das schon alles verbrauchen und niemandem etwas schenkgen. Der Vergleich hingt aber gewaltig. Und immer schon locker durch die Hose atmen.

Monol hat Dir schon eine gute Auskunft gegeben, aber ich will noch was zum besseren Verständnis für die Regelung anfügen.

Laut Heizkostenverordnung muss ein Wert zwischen 30 und 50 Prozent der Heizkosten nach Wohnfläche auf alle Mieter umgelegt werden. Wenn nun einer wenig heizt, so wie Du, kann es sein, dass die Verbrauchskosten niedriger sind, als die Grundkosten.

Ob nun 30 oder bis zu 50 Prozent so umgelegt werden, entscheidet im Normalfall die Hausverwaltung und macht das normalerweise davon abhängig, ob es sich um ein altes oder eher moderneres Gebäude handelt.

In einem modernen Gebäude kann man davon ausgehen, dass alle Leitungen sehr gut gedämmt sind und kaum Rohrleitungsverluste unterwegs bis zum Dach auftreten. In alten Häusern ist es eher so, dass die Steigleitungen auch die Wohnungen mitheizen, durch die sie verlaufen. Folge: Heizkörper bleibt aus und der ermittelte Verbrauch ist an diesen Stellen 0. In dem Fall würden alle anderen Bewohner die warme Bude der Glücklichen mit heizen, durch deren Wohnung die Rohre verlaufen.

Noch was: Hat man neben, unter oder über sich Leute, die gerne gut aufdrehen, spart man selbst jede Menge ein. Umgekehrt müssen die Leute mehr heizen, die an Wohnungen grenzen, in denen wenig bis nicht geheizt wird. Mit der Aufteilung über die Grundkosten, wird auch das ausgeglichen.

Da Du nicht verlangen kannst, dass der technische Standard, den Dein Haus zu dem Zeitunkt hattest, als es gebaut wurde nun auf modernsten Stand gebracht wird, bleibt Dir eigentlich nur, Dir eine Wohnung in einem Haus zu suchen, das modern ist und wo der Verteilungsschlüssel der Grundkosten 30 % beträgt oder ein Einfamilienhaus, wo Du den kompletten Verbrauch weitgehend selbst bestimmen kannst.

Du könntest auch im Winter, während der Heizzeit deutlich mehr bezahlen und dafür im SOmmer nichts. Jedoch wird der Betrag, der Im Jahr anfällt, einfach durch 12 geteilt, weil das einfacher abzurechnen ist.

Die monatlichen Vorauszahlungen für Heizkosten sind ein Zwölftel der Jahreskosten. Nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes wird darüber abgerechnet.

Dein Problem kann ich nicht nachvollziehen. Welchen Unterschied macht es für Dich, ob Du die 480,- € Grundkosten jährlich auf einmal zahlst, auf 4 Heizungsmonate zu je 120,- € verteilst oder auf 12 Monate im Jahr zu je 40,- € ? Und dass

die Ausgaben für Wartung, Ablesen, Schornsteinfeger etc .... extra aufgelistet sind. 

macht doch die Abrechnung erst so schön übersichtlich und nachvollziehbar. Ob die Grundkosten korrekt ermittelt sind, kann ich hier nicht beurteilen. Das ist aber zuerst eine kaufmännische und keine moralische Frage.

Es steht Dir aber frei, die gesamten Grundkosten der Heizung jeweils mit Beginn der Heizperiode für ein Jahr voraus zu zahlen. Dann brauchst Du in der heizungsfreien Zeit nichts zu bezahlen. Vielleicht hilft das.

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