Gibt es ein Schlupfloch gegen das gemeinsame Sorgerecht?

5 Antworten

Ein leiblicher Vater hat ein Umgangsrecht mit seinem Kind - welches nicht erst "eingeklagt" werden muss, sondern mit Anerkennung der Vaterschaft besteht, unabhängig vom Sorgerecht und Unterhaltszahlungen...
Diese Recht beruht auf dem "Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern", BGB § 1684.

Seit Mai 2013 kann ein leiblicher Vater das gemeinsame Sorgerecht für sein Kind einfordern (Mitsorgerecht) - auch gegen den Willen der Kindsmutter darf es ihm nicht verwehrt werden, wenn dadurch das Wohl des Kindes nicht gefährdet wird....

Ich dachte schon an eine Adoption und das mir meine beste Freundin das halbe Sorgerecht zuspricht.

Der leibliche Vater müsste der Adoption zustimmen.

Eine Adoption würde zudem bedeuten, dass Du nicht nur alle Rechte sondern auch alle Pflichten eines leiblichen Elternteils übernehmen würdest - u.a. die Unterhaltspflicht für das Kind, welche Du dann auch nicht wieder "abgeben" kannst.....

Ich hoffe, ihr könnt mir bzw und schnell helfen.    

Wer solche Überlegungen anstellt, dem ist wohl nicht mehr "zu helfen".....

Rechtlich keine Chance seh auch das Problem in dem Text nicht. Wenn er Unterhalt zahlt sollte er es doch sehen können. Wenn er dem Kind schadet, würde das Jugendamt eingreifen und dann hat sie das Sorgerecht

der vater kümmert sich seit einem jahr um sein kind und ist es auch seit dem. warum hat deine freundin ihn nicht von anfang an auffordern lassen, das kind anzuerkennen?

natürlich hat er das recht auf umgang und zwar allein mit dem kind. 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung, jedes zweite wochenende von fr-so, hälftige ferien und feiertage, drei wochen sommerurlaub, wäre so die gängige mögliche regelung. warum muss er das kind bei seiner ex sehen? sie soll ihm das kind übergeben und ihn losschicken.

eine adoption ist nur möglich wenn der leibliche vater zustimmt. ansonsten geht es nicht. wenn er nun das sorgerecht einklagt, heißt das das eine einigung mit der km nicht möglich war. einem sorgerecht steht also nix im weg, gerade auch weil der kontakt zum kind bestens ist und er sich kümmert. er wird es bekommen.

Zwei Wochen sind nicht mehr sehr lange. Normalerweise hat jedes Elternteil ein Recht auf das halbe Sorgerecht, deswegen müssten schon wirklich gute Gründe vorgelegt werden, warum der leibliche Vater das nicht kriegen soll. Wenn da schon ein Vaterschaftstest und so weiter gemacht worden ist, dann schätze ich mal ist die Beziehung der beiden Ex-Partner auch nicht die beste. Ich kann da jetzt nicht einschätzen was da vorher noch gelaufen ist, es gibt ja immer zwei Seiten einer Geschichte. Und keiner weiß, was das Kind beim leiblichen Vater erlebt. In dem Alter ist das einfach was ganz neues, anderes, aufregendes, es muss nix schlimmes passiert sein weswegen das Kind hinterher so aus dem Gleichgewicht ist. Ich arbeite seit 18 Jahren als Erzieherin und weiß dass alles, was das Kind nicht kennt in dem Alter, es ein bisschen verwirrt. Und Kinder können das ja noch nicht so gut formulieren. Das kann sich auch in den nächsten Jahren legen, wenn sich Kind und Vater aneinander gewöhnt haben. Aber ihr kennt den Kleinen am besten. Wenn ihr das Gefühl habt, dem Kind tuts nicht gut, dann macht was. An eurer Stelle würde ich sofort morgen beim Jugendamt anrufen, denn die kennen sich am besten aus und denen würde ich eure Bedenken schildern, denn es geht ums Wohl vom Kind. Die können euch auch Auskunft geben was es für Möglichkeiten gibt und auch was nicht geht und womit ihr eventuell leben müsst.

Also zuerst einmal herzlichen Dank für eure Antworten. Vielleicht habe ich das Problem in meiner Frage nicht richtig ausgedrückt. Es wurde bereits gerichtlich das Umgangsrecht geregelt. Hintergrund dieser Regelung war, da der Vater sich nicht an die bisherige Regelung gehalten hat. Er hat die Termine verschoben oder gar abgesagt (meist erst nur ein paar Stunden vorher). Er war bzw ist immer noch nicht in der Lage normal mit der Mutter des Kondes zu kommunizieren und bei den Übergabeterminen des Kleinen wird er meistens Laut und beschimpft sie teilweise auch. Und das alles vor dem Kind. Zu dem Kommentar, wir sollen zum Jugendamt gehen - da waren wir bereits. Die legen die Sache jedoch FÜR den Vater aus, da der Verteidiger des Vaters mal Richter für Familienrecht am Amtsgericht war und das Jugendamt sich dadurch einschüchtern lässt. In der Umgangsregelung wurde festgelegt, dass der kleine alle 2 Wochenenden von Samstag bis Sonntag über nacht dort ist und in der Woche wo er nicht dort schläft ist er Donnerstags für 2 Std beim Vater. Egal wann er dort ist und wieder kommt, hat er immer die selben Klamotten an, keine neue Pampers und er stinkt als ob er nicht einmal Wasser und Seife dort zu sehen bekommt.

@KeBe1203

Ups, okay... und ohje... Dann hoffe ich dass ihr diesmal einen guten Richter bekommt, der eure Bedenken ernst nimmt. Denn als leiblicher Vater hat er einfach gute Karten... Ist leider so. Wenn er das Sorgerecht bekommen sollte und es nicht besser wird, müsst ihr euch ein psychologisches Gutachten einholen und das Sorgerecht wieder anfechten... Ich drücke euch die Daumen dass es soweit erst gar nicht kommen muss.

@Reggie80

Mit 2 1/2 Jahre noch Pampers?

@gegnhang

Kinder werden irgendwann zwischen dem 3. und 4. Geburtstag trocken - ja, mit 2 1/2 Jahren tragen die meisten noch Pampers.

@FataMorgana2010

Dann hab ich bei meinen drei Kindern wohl alles falsch gemacht ^^, die waren mit 1,5 Jahren windelfrei...

@FataMorgana2010

da tragen sie nur noch windeln wenn die eltern keine lust haben sich die mühe zu machen ihr kind dran zu gewöhnen keine mehr zu tragen.

ansonsten ist es eine ausnahme wenn kinder mit mit 2 1/2 jahren noch windeln tragen

@gegnhang

Und? Das ist nichts, worauf man jetzt stolz sein müsste (oder auch nichts, wofür man sich schämen müsste). Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, so what?

@martinzuhause

Nein, ist es nicht, sogar im Gegenteil. Die meisten Kinder tragen mit 2 1/2 Jahren noch Windeln - und das ist auch völlig in Ordnung so.

Und dieses "Lustlose Eltern"-Vorurteil hat soooooo einen Bart. Vielleicht nutzen diese Eltern ihre Zeit und Mühe für sinnvollere Beschäftigung mit ihrem Kind als mit Töpfchentraining.

Es ist weder ein Wettbewerb noch ein besonders sinnvolles Erziehungsziel, die Kinder frühzeitig trocken zu kriegen. Ganz ehrlich: wen interessiert das ein paar Jahre später noch, ob das Kind früher oder später trocken war? Soll ein Kind dann in seinen Lebenslauf schreiben "Stellen Sie mich ein, meine Leistungsfähigkeit zeigt sich daran, dass ich schon mit 18 Monaten trocken war"?

@FataMorgana2010

hm die meisten kinder sind mit 1-1,5 jahren trocken. bei uns würde es sonst garkeinen kitaplatz bekommen, wenn es nicht trocken ist. was du hier schreibst ist vernachlässigung eines kindes und sich nicht kümmern wollen. natürlich muss topftraining gemacht werden. welcher normale mensch lässt den kindergartenkinder noch in windeln rumlaufen.

@KeBe1203

@kebe der umgang musste also bereits gerichtlich geregelt werden, weil die mutter nicht gewillt oder in der lage war eine vereinbarung mit dem vater zu finden. nun hat er eine. die übergabe kann auch durch einen umgangspfleger übernommen werden, der das kind dann holt und bringt. oder ein guter freund der eltern holt das kind ab und bringt es zum vater.

ansonsten ist es sache des vaters welche sachen er nutzt zum anziehen und wie die hygiene aussieht. ich denke auch nicht, dass ein kind 2 tage dieselbe windel trägt. vielleicht trägt er garkeine. wieviele windeln gibt die mutter denn mit?

@nanadann

Genau so sehe ich das auch, mit 2,5 bzw. 3-4 Jahren noch in Pampers hab ich weder bei mir, noch in meinem großen Bekanntenkreis bisher erlebt. Jeder ist doch glücklich, wenn die Pamperitis endlich vorbei ist.

@nanadann

Das muss irgendsoeine Ideologie aus dem Osten sein. In Westdeutschland ist das nicht mal normal, dass Kinder überhaupt unter drei in den Kindergarten gehen.

@sumsemann

Also ich hab einen Bekannten, der war auch der Ansicht dass seine Tochter mit 1,5 Jahren ohne Pampers sein sollte. Die Kleine hatte so nen Stress bei dem Druck und tat mir so leid. Der Bekannte kommt auch aus dem Osten und hat behauptet, da wären alle Kinder mit 1,5 Jahren ohne Pampers. Bei solchen blöden Sprüchen krieg ich echt nen Hals. Da könnte man meinen im Osten gibts nicht genug Windeln und deshalb MÜSSEN die Kinder windelfrei werden. Ich arbeite in einer Kita, und das seit 16 Jahren, und wenn da wirklich mal ein Kind unter 2 Jahren windelfrei war, dann war das echt was, wo man anerkennend gestaunt hat, nämlich die Ausnahme! Und das restliche Jahr war man mindestens einmal am Tag damit beschäftigt das Kind komplett umzuziehen, weil es in die Hose gemacht hat :-D Aus praktischer Erfahrung (und das Gesellschaftsschichten- und Nationalitätenübergreifend) sage ich: ab vollendetem dritten Lebensjahr sind die MEISTEN Kinder ohne Windel, ab vier sollten sie dann alle ohne Windeln sein. Aber alles was dazwischen ist, ist auch noch völlig okay!

Meine Frage ist nun, ob man das irgendwie umgehen kann. Ich dachte schon an eine Adoption

das geht zum glück nicht. als vater hat er auch das recht auf gemeinsames sorgerecht. wie auch das kind ein recht auf seinen vater hat und nicht auf irgendjemand anderen.

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