Hat der Vater meines Kindes noch was zu sagen wenn mein Mann den kleinen adoptiert?

5 Antworten

Das sollte für dich keine rechtliche sondern eine moralische Frage sein... der zweite Elternteil sollte nur bei voraussichtlicher Schädigung des Kindes durch Mitsprache und Kontakt ausgeschlossen werden. Ich habe meinen Sohn 13 Jahre allein erzogen und hätte niemals die Schuld daran haben wollen, dass er seine Mutter nicht mehr sieht oder würde ihn aufhetzen. Er hat seine Mutter trotzdem 13 Jahre nicht gesehen oder gesprochen, das ist auch so schon schlimm genug...

Der leibliche Vater muss bei der Adoption natürlich zustimmen. Wenn er zugestimmt hat, hat er keine Rechte und Pflichten mehr gegenüber dem Kind. Das bedeutet natürlich grundsätzlich auch, dass er für das Kind keinen Unterhalt mehr zahlen muss bzw. dass das Kind auch nicht erbberechtigt ist. Der Adoptivvater wiederum ist dann in der Unterhaltspflicht usw.

Das bedeutet aber nicht, dass das Kind keinen Kontakt mehr zum leiblichen Vater haben muss! Ihr könnt das im Interesse des Kindes durchaus anders regeln. Er bleibt immer noch der Erzeuger und das Kind sollte schon seine Wurzeln kennen.

Der leibliche Vater muss grundätzlich der Adoption zustimmen. § 1747 BGB.

Ach ja, hatte ich vergessen: Das Kind muss auch persönlich zustimmen , sofern es über vierzehn ist

Nein. Wenn dein Neuer euren Sohn adoptiert hat der leibliche Vater nichts mehr zu sagen. Keine Rechte aber auch keine Pflichten mehr. Aber für eine Adoption müsste der leibliche Vater zustimmen. Du solltest also mit ihm klären, wie es weiter geht.

Und noch einmal: Haltet eure Probleme von eurem Sohn fern, der sollte nicht darunter leiden!!!

Hm gesetzlich kenne ich mich da nicht so aus. Aber wenn er Interesse an seinem leiblichen Kind hat wieso solltest du ihm das Kind verweigern?

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