Geld aus Kasse geklaut – wer haftet?

4 Antworten

Ihr habt Überwachungskameras? Ja zeichnet ihr dann nicht alles auf? An sich sehe ich es auch so, daß deine Kollegen eine gewisse Schuld haben. Wenn man die Kasse so unbeaufsichtigt zurück läßt. Aber die Hautschuld liegt natürlich bei den Tätern, die vermutlich schon angezeigt wurden und wo hoffentlich ermittlungen laufen.

also dass jede Firma für solche Fälle versichert ist, ist mir neu; im Gegenteil, dieses Risiko halte ich für nicht versicherbar; wär schon schön wenn jeder Diebstahl aus der Kasse von der Versicherung bezahlt würde; für eine Einzelfallklärung gibt der Sachverhalt zu wenig her; (hätte Dienst habender Arbeiter Diebstahl verhindern können? konnte sich Verkäufer auf besetzte Überwachungskamera verlassen? hat Chef genügend Personal bereitgestellt, um Diebstahl zu verhindern usw.)

Ich halte es auch für unrealistisch, dass ein Lagerarbeiter während seiner Tätigkeit noch 8 Stunden am Tag ununterbrochen auf einen Bildschirm starrt, um den Laden zu überwachen. Warum ist die Kasse nicht abschließbar gewesen? Dann wäre das kaum passiert. Man könnte der Verläuferin nur einen Vorwurf machen, wenn ein Kassenschloß vorhanden war, aber von ihr nicht abgeschlossen wurde. Wenn man die Kasse nicht abschließen kann, dann hatte wohl der Ladenbesitzer ungenügende Sicherheitsvorkehrungen getroffen und kann nicht seinen Angestellten die Schuld geben bzw. zu Kasse bitten.

Wenn der/die Angestellte nicht grob fahrlaessig war, wird die Versicherung des Unternehmens oder der Eigentuemer den Schaden uebernehmen muessen.

Gewerbsmäßige Unterschlagung / Diebstahl aus Kasse Anzeige und Strafe?

Ein guter Freund von mir (28 Jahre alt) hat heute die fristlose Kündigung erhalten. Sein Chef meinte, er könne ihm Nachweisen, wie mein Freund über mehrere Monate insgesamt ca. 10.000 Euro unterschlagen hat, er hat ihn auch bereits angezeigt. Mein Freund gibt dies mir gegenüber zu, wenn es auf Kamera ist gibt es ja auch nichts abzustreiten. Er hat Belege nachträglich storniert und sich das Geld eingesteckt.

Er war bereits einmal 18 Monate auf Bewährung wegen Räuberischer Erpressung, das war vor ca. 5 Jahren, ausserdem hat er noch zwei oder drei Eintragungen wegen Verstoß gegen das BTMG, ein Verfahren davon läuft momentan noch (wir reden von ein paar Gramm Gras, kein Handel) - er ist aber nicht auf Bewährung aktuell.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich hierbei um Gewerbsmäßigen Betrug handelt? Spielt es irgendeine (strafmildernde) Rolle, dass er sich damit seine Drogen finanziert hat, quasi Beschaffungskriminalität? Ich bin bereit ihm Geld zu leihen, damit er seine Schulden beim Arbeitgeber begleichen kann, kommt er damit um eine Gefängnisstrafe herum? Und wie sieht es mit U-Haft aus? Er hat bereits einen neuen Job bei seinem Onkel gefunden und die ganze Familie und Freunde sind hier, ausserdem gibt es für ihn keine Möglichkeit mehr Einfluss auf das Verfahren zu nehmen oder Beweise zu manipulieren, da ja alles auf Kamera ist und bereits bei der Polizei liegt.

Um es abzukürzen: U-Haft möglich trotz neuem Job und Familie in der Gegend (keine Fluchtgefahr) sowie keinerlei Manipulationsmöglichkeiten mehr?

Besteht die Gefahr einer Hausdurchsuchung um irgendwelche (vermuteten) Vermögenswerte zu beschlagnahmen oder sonstige Beweise zu sichern?

Mögliches Strafmaß wenn er das Geld zurückbezahlt und sich entschuldigt?

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