Für jemand bürgen obwohl man in der Privatinsolvenz steckt .. ist dies möglich?!

4 Antworten

Jemand, der in Privatinsolvenz ist, wird als Bürge nicht anerkannt.

Dein Vater kann und darf definitiv nicht bürgen. Ich würde noch einmal mit der Mutter reden.

Warum hast du keinen Einkommensnachweis? Wenn man sich eine eigen Wohnung "holen" will, sollte man sich die auch leisten können. Du bist 22. Wird Zeit auf eigenen Beinen zu stehen. Ist auf jeden Fall besser, als nach einem Bürgen zu suchen, schon bevor du in Wohung einziehst!?! Und nein, dein Vater kann nicht bürgen. Wenn alles schief läuft kann man deinem Vater sogar vorsätzlichen Betrug unterstellen.

Ich drück es mal anders aus. Ein Bürge ist ja so eine Art Sicherheit für den Gläubiger und ein insolventer Bürge wäre wohl kaum eine geeignete Sicherheit.

§ 232 BGB (1) Wer Sicherheit zu leisten hat, kann dies bewirken durch Hinterlegung von Geld oder Wertpapieren, durch Verpfändung von Forderungen, die in das Bundesschuldbuch oder in das Landesschuldbuch eines Landes eingetragen sind, durch Verpfändung beweglicher Sachen, durch Bestellung von Schiffshypotheken an Schiffen oder Schiffsbauwerken, die in einem deutschen Schiffsregister oder Schiffsbauregister eingetragen sind, durch Bestellung von Hypotheken an inländischen Grundstücken, durch Verpfändung von Forderungen, für die eine Hypothek an einem inländischen Grundstück besteht, oder durch Verpfändung von Grundschulden oder Rentenschulden an inländischen Grundstücken. (2) Kann die Sicherheit nicht in dieser Weise geleistet werden, so ist die Stellung eines tauglichen Bürgen zulässig.

§ 239 Bürge (1) Ein Bürge ist tauglich, wenn er ein der Höhe der zu leistenden Sicherheit angemessenes Vermögen besitzt und seinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat. (2) Die Bürgschaftserklärung muss den Verzicht auf die Einrede der Vorausklage enthalten.

Damit dürfte wohl alles geklärt sein.

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