Führerschein vergessen - Polizeikontrolle (Schweiz)

6 Antworten

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Der Polizist macht eine Anfrage bei der Zentrale und klärt ab, ob du einen Fahrausweis hast. Du darfst weiter fahren und wenn der Polizist gut gelaunt ist, kostet das nichts, sonst Fr. 20.-

Das ist das ganze "nur" eine Ordnungswidrigkeit, manchmal wird ein Auge zugedrückt oder du musst eine geringe Geldstrafe zahlen, nachdem du den Führerschein nachgezeigt hast

Ist meinem Vater mal passiert. Er musste, soweit ich noch weiss, zwanzig Franken Busse zahlen. Es kann sein, das du deinen Führerschein anschliessend bei irgendner Kontrollstelle vorzeigen musst.

Und weiterfahren darfst du bestimmt :)

Ich denke, es fahren schon ein paar Busse, damit du nach Hause kommst, wenn du dein Auto stehen lassen musst! :-D

Sorry, aber das konnte ich mir nicht verkneifen! :-D Wollt ihr denn das wunderschöne Eszett (ß) nicht wieder einführen? Das macht die deutsche Sprache ab und zu weniger zweideutig! ;-)

Werum findsch das so guet? Ich ha immer tänkt, d Schwobe heiget e Zyt gha, wosi es SS hueregärn gha hend!

Die Entwicklung in der Schweiz

In der Schweiz (und in Liechtenstein) wurde das Eszett schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts, verstärkt dann in den zwanziger Jahren mehr und mehr durch ein Doppel-s ersetzt, wie beispielsweise aus dem Schweizerischen Bundesblatt ersichtlich ist. Die Kantone begannen in den späten dreißiger Jahren, das Eszett nicht mehr zu lehren, der bevölkerungsreichste, häufig als Vorbild dienende Kanton Zürich ab dem 1. Januar 1938. Offiziell abgeschafft wurde das Zeichen aber nie. Am 4. November 1974 stellte auch die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) als letzte der Schweizer Zeitungen auf Doppel-s um.

Der damalige Chefkorrektor der NZZ, Max Flückiger, schrieb in einer internen Weisung:

„Mit Stichtag Sonntag, 3. November 1974, lassen wir den Buchstaben ß fallen und setzen an seiner Stelle zwei s. Der Grund für diese Maßnahme liegt darin,

•daß der Buchstabe ß in der Schweiz in den Schulen schon lange nicht mehr gelehrt wird und deshalb Automatik und Korrektorenabteilung die Ausbildung von neu eintretenden Angestellten übernehmen mußten, •daß Agenturen und Korrespondenten uns fast nur noch mit Texten ohne ß beliefern, •daß der Leser den Buchstaben ß kaum vermissen wird und •daß bei zunehmender Computerisierung dieser Schritt später doch getan werden müßte.“

Und zum Schluß: „Dem Hinschied des ß werden zünftige Schwarzkünstler wohl ein paar symbolische Tränen nachweinen – auch ich. Trotzdem bitte ich, den Trauerfall nicht zu tragisch zu nehmen, dafür die Aufmerksamkeit, die bis jetzt der Pflege des ß geschenkt wurde, auf die Pflege anderer, vielleicht wichtigerer sprachlicher Dinge zu richten.“

Trotz des Ersatzes des Eszett durch ein Doppel-s wurde in der Regel aber in einem Fall ein Unterschied beachtet: Beim Zusammentreffen von drei s mit folgendem Vokal wurden alle drei s geschrieben (Kongresssaal), im Gegensatz zu andern Konsonanten (Schiffahrt). Bei der Silbentrennung hingegen wurde die alte Regel, daß beim Ersatz des Eszett durch Doppel-s beide s auf die nächste Zeile zu schreiben sind (Blö-sse in Analogie zu Blö-ße), nie angewendet (sondern Blös-se getrennt). Beides hat seit der Rechtschreibreform von 1996 keine Bedeutung mehr: drei Konsonanten werden ohnehin in jedem Fall geschrieben, und das durch Ersatz des Eszett entstandene Doppel-s kann getrennt werden.

Heute wird das Eszett nur noch von den Schweizer Buchverlagen verwendet, da sie ihre Produkte auch in Deutschland und Österreich absetzen wollen. Optimisten glauben in der neuerdings in SMS-Texten zu beobachtenden Verwendung des Eszett eine Wiedergeburt des Zeichens in der Schweiz zu erkennen. Diese Verwendung hat aber mit größter Wahrscheinlichkeit lediglich mit der in den Mobiltelefonen enthaltenen Schreibhilfe zu tun, die ein Wort vorschlägt, auch wenn es noch nicht zu Ende geschrieben ist (z. B. erscheint nach Grus Gruß). Die SMS-Schreiber, die von den Eszett-Regeln normalerweise keine Ahnung haben, akzeptieren das Eszett gerne, weil es im ohnehin knappen Raum der SMS einen Buchstaben einspart. Eine Wiedereinführung des Eszett in der Schweiz dürfte jedenfalls vollkommen unrealistisch sein. Auch gebildete Schweizer kennen die Eszett-Regeln nicht, obwohl sie durch die Lektüre von Büchern und deutschen Zeitschriften durchaus an das Zeichen gewöhnt sind.

Mutmaßungen über die Gründe

Mutmaßungen über die Gründe für die Abschaffung des Eszett in der Schweiz (und in Liechtenstein) gibt es viele. Schlüssig erforscht ist das Thema offensichtlich nicht.

Die meistgenannten Gründe sind: •Schweizer Einheitstastatur für Schreibmaschinen Mit der Einführung der Schweizer Einheitstastatur für Schreibmaschinen in den dreißiger Jahren mußten die Zeichen àéè und ç auf der Tastatur untergebracht werden. Dem ç fiel das Eszett, das ohnehin nicht mehr systematisch verwendet wurde, zum Opfer (den àéè die Versalumlaute ÄÖÜ). •andersartige Phonologie der schweizerdeutschen Dialekte Peter Gallmann führt das Verschwinden des Eszett auf die andersartige Phonologie der schweizerdeutschen Dialekte zurück. Das Doppel-s, das Eszett ersetzt, sei in der Schweiz ein Silbengelenk, gehöre also anders als in Deutschland zu beiden Silben: „Die Schreibung mit Doppel-s nach Langvokal und Diphthong entspricht der Syllabierung in den schweizerdeutschen Dialekten bzw. in der schweizerisch gefärbten Standardsprache: Fortis-/s/ ist auch nach Langvokalen und Diphthongen Silbengelenk, das heißt, es wird ambisyllabisch realisiert. Die Korrespondenz /s.s/ → ‹ss› stimmt daher gut zur besonderen schweizerischen Sprachsituation; eine Anpassung an die Verhältnisse im übrigen deutschen Sprachraum ist nicht zu erwarten“ (siehe http://www.personal.uni-jena.de/~x1gape/Pub/Eszett_1997.pdf). •frühere Verbreitung der Antiqua-Schriften in der Schweiz Manche Autoren vermuten, daß die im Unterschied zu Deutschland frühere Verbreitung der Antiqua- statt der Frakturschriften in der Schweiz zum Verschwinden des Eszett geführt habe. Das Eszett geht auf eine Ligatur der Frakturschrif

@guru61

Ihr dürft ja in der Schweiz auch schreiben will ihr wollt.

Hier aber bei gutefrage.net, gilt unsere deutsche Amtssprache...

@user3096

soso, ist*.net deutsch?

Auszug aus der Bussenliste der Schweiz:

100.1 Nichtmitführen des Führerausweises (Art. 10 Abs. 4 SVG) Fr. 20.00

der Bussenliste

Es heißt Buße, nicht Busse...

Die neue "ß" Regel ist doch so einfach....

Wer sie nicht kennt, kann sich nachfolgend behelfen´;

wird ein Wort mit "ss bzw. ß hart ausgesprochen, schreibt man es mit "ss" wird es weich ausgesprochen, so schreibt man es mit "ß"

Ein Maß Bier... Das Maß eines Kleides... Ein Muss... Straße... Küsse... der Kuss... der Gruß usw...

@user3096

Sei Ruhig und erkundige dich zuerst über die Rechtschreibung in der Schweiz!

@guru61

ich bin da sogar ganz gelassen...

gutefrage.net ist eine Deutsche Seite. Und bei uns hier in Deutschland gelten immer noch unsere Regeln.

Nicht, dass hier Jemand noch Germany statt Deutschland für richtig erklärt, nur weil er Engländer ist... so nicht mein Lieber...

@user3096

"jemand" schreibt man klein, deutsche Rechtschreibung :)

@Belphegore

Danke für den Hinweis....

stimmt, bei nur wenigen Ausnahmen schreibt man "jemand" groß. Diese Ausnahme trifft hier nicht zu, da man "jemand" nur dann groß schreibt, wenn es einer bestimmten Person zugeordnet wird.

Aber schön, dass du unsere Rechtsschreibung nun anerkennst...

@user3096

Im ernst jetzt? Solche Sorgen möchte ich auch einmal haben...

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