Führerschein trotz Methadon

5 Antworten

Wenn ich von Anfang verschweige das ich überhaupt Substituiert bin, dürfte es doch normalerweise keine Probleme geben...?? Ich habe jetzt viele Jahre darauf verzichtet einen Führerschein zu machen , nun bin ich langsam am abdosieren und mehrere Jahre Beikonsumfrei..Deshalb möchte ich jetzt eeendlich den Lappen machen..Aber ohne mitzuteilen das ich noch Methadon bekomme..

Im Umgang mit Methadon und Autofahren kann man als verantwortungsvolle Person genauso Routine entwickeln wie körperliche gehandicapte Verkehrsteilnehmer. Der Gebrauch von Methadon bedeutet nicht zwangsläufig einen Zustand von Fahruntüchtigkeit oder von eingeschränkter Fahrtüchtigkeit.

Es darf nebenbei darauf hingewiesen werden, dass ein immens hoher Anteil aller Verkehrsteilnehmer unter der akuten Wirkung von Anti-Depressiva, von Schmerztabletten und von Lifestyle-drugs (z.B. Prozac oder ähnliche Präparate) Fahrzeuge bewegt. In aller Regel tun sie dies, ohne einen Unfall zu verursachen.

Unfälle passieren allerdings auch ohne jegliche Einwirkung von Medikamenten. Insofern wäre die Behauptung, dass "Methadon-Gebraucher die Straßen unsicherer machen" ebenso falsch wie die Behauptung, dass die Straßen sicher sind, sofern sich dort lediglich absolut nüchterne Verkehrsteilnehmer aufhalten.

Da bin ich ganz anderer Meinung. Auch ein Alkoholiker kann Routine entwickeln und sich im Strassenverkehr unauffällig bewegen. Manche können da nach 5 -6 Bier immer noch fahren, ohne dass sie auffallen, während einer, der nie Alkohol trinkt bei dieser Menge Bier, sicher auffällig wird. Deshalb ist das verantwortungslos, egal ob mit Alkohol oder anderen Drogen am Strassenverkehr teilzunehmen. Auf vielen Beilagenzettel bei Medikamenten ist auch ein Hinweis ersichtlich, ob das Medikament die Arbeit an Maschinen beeinträchtigen kann, oder Beeinträchtigungen im Strassenverkehr möglich sind. Sicher hast du recht, dass auch Unfälle passieren, ohne dass die Fahrer etwas genommen haben. Weil es angeblich so viele gibt die irgendwie "unter Strom" stehen und am Verkehr teilnehmen, kann das noch lange nicht heissen, dass das akzeptabel ist, auch wenn nichts passiert. Drogensüchtige und auch Alkoholiker sollten solange keinen Führerschein bekommen, bis sie einen längeren Zeitraum nachweisen können, in dem sie clean sind. Nehmen sie dann wieder Drogen und Alkohol zu sich, bei einer Kontrolle erwischt, sollte man denen unterstellen, dass sie nicht fähig sind, am Strassenverkehr teilzunehmen. Führerschein auf Dauer weg. Ich hatte einen Arbeitskollegen der in einen Unfall verwickelt war, bei dem ihm ein betrunkener Autofahrer ins Auto fuhr. Mein Arbeitskollege verlor dabei seine Frau und 3 Kinder. Er selber trägt zeitlebens einen körperlichen Schaden davon, der ihn berufsunfähig machte. Ich denke, wer so eine tragische Situation erfährt, der macht sich schon Gedanken darüber, ob man besoffene oder vollgekiffte Routiniers auf die Strasse lassen darf. 

@Ontario

Wunschdenken ändert ebenso wenig an der Realität wie Verbote.

@Ontario

Du kannst doch stabil substituierte nicht mit Kiffern vergleichen. Sorry aber du hast keinerlei Ahnung von der Materie. 

@LaylaAyala

Wer vergleicht denn Cannabiskonsumenten mit (stabil) Methadonsubstituierten?

Ja selbstverständlich geht das.

Es ist 2016 und die Gesetze haben sich diesbezüglich erst 2012 postiv dahingehend geändert.

Der Substituierte muß ein Jahr lang stabil sein, stabil bleiben, das durch Urintests, Speichelproben und Alkoholkontrollen beweisen.

Ein Substitutionsarzt kommentiert alles und stellt bei Unbedenklichkeit eben diese Bescheinigung aus.

Eine MPU kann man sich sparen.

Das Verschweigen stellt keine Straftat dar. Das ist die Wahrheit und deutsches Recht. Fahren mit Methadon ist erlaubt, wenn man beweist, dass man keinen illegalen Beikonsum hat, und keinen legalen wie Alkohol. Das ist Fakt. Sont würde ich nicht legal fahren. Leeland2002

Ich weiß es nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass es nach einer bestimmten MIndest-Therapiezeit durchaus machbar ist. Es geht dabei ja immerhin auch um die Wiedereingliederung. Frag doch das nächste mal bei deinem Arzt, ich denke der weiß mehr. Und falls nicht, wer sagt denn, dass du deine Lebensgeschichte an die große Glocken hängen musst? Mach es doch wie die Tante der Bekannten. Geht ja schließlich echt keinen was an.

Ne, geht keinem was an, aber die fährt auch auf unseren Strassen!

Methadon fällt unters BTM und kann im Drogenschnelltest nachgewiesen werden. Es ist nicht erlaubt unter Drogen ein Fahrzeug zu lenken. Das ist Gesetz.

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