Freund hat Zeugnis gefälscht. Wie könnte es auffliegen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi,

zunächst einmal solltest du deinen Freund an jedem Berufsschultag morgens anrufen - oder ihn von Zuhause abholen, wenn das alleine nicht reicht.

Zu den 25 Fehltagen sollt kein einziger weiter dazukommen, selbst wenn er jetzt verschnupft in die Berufsschule geht.

Zur Bewerbung.

Erst einmal abwarten, ob er überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Falls nein muss er erst einmal nichts tun.

Sollte er eingeladen werden sollte er die Originale seiner Zeugnisse mitnehmen und gegen Ende des Vorstellungsgesprächs seinen Gesprächspartner sagen, dass er noch etwas korrigieren muss.

Dann sollte er sagen, was er verändert hat und warum. Wenn er sich im vorherigem Gespräch gut geschlagen hat und bei dem Thema Fehltage ehrlich rüber kommt hat er eine ganz, ganz kleine Chance, die Stelle doch noch zu bekommen. Zu mindestens wird er daraus etwas sehr wichtiges für sein weiteres Leben lernen.

Ansonsten sollte er dringend mit einem Berufsschullehrer, dem er vertraut, reden. Und sich von diesem Tipps geben lassen, wie er in Zukunft bei Bewerbungen mit dem Thema Fehltage umgehen soll.

Denn dieses Thema wird ihn bei Vorstellungsgesprächen verfolgen und dafür sorgen, dass er keine Ausbildung bekommt. Im Vorstellungsgespräch wird man es ihm anmerken, dass er da ein Problem hat - entscheidend ist daher, wie er damit umgeht

October

p.s. Herauskommen tut so etwas, wenn er die Original einreichen soll. Auch wenn er sich für einen guten Fälscher hält - erfahrene Personaler sind nicht dumm und wissen, woran sie eine Fälschung erkennen können

Ich würde an seiner Stelle nicht gegenüber fremden Leuten eine solche Straftat zugeben. Urkundenfälschung ist kein Kavaliersdelikt und verspätete Ehrlichkeit, verbunden mit Druck auf die Tränendrüse, bringen keine Punkte.

@Goodquestion42

Welches Interesse sollte denn die Firma daran haben, ihn anzuzeigen? Schlimmstenfalls geben sie ihm den Ausbildungsplatz eben nicht.

Wenn er "auf die Tränendrüse drückt" wird er nicht glaubwürdig wirken und den Ausbildungsplatz nicht bekommen.

Er sollte darüber nachdenken, wie er mit dem Thema Fehltage umgehen will. Offen und ehrlich über seine Urkundenfälschung und die Hintergründe dazu zu reden ist der erste Schritt dazu. Da er sich mit der Fälschung bei dieser Firma beworben hat ist das ein guter Anfangspunkt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Es wird geschätzt, dass bei ca. 40% aller Bewerbungen kleinere Schummeleien vorkommen. Allerslit2k18's Freund ist also keine absolute Ausnahme - sondern einfach nur ein weiteres Beispiel für etwas, was häufig genug stattfindet.

Das wissen auch Personaler, weshalb ein ehrlicher Kandidat trotz eines problematischen Zeugnisses eine Chance haben kann. Wenn er ehrlich darüber reflektiert hat und das Thema und sein Fehlverhalten und der Fehltage von sich aus anspricht. Gar keine Chance hingegen hat er, wenn er die Bewerbung zurückzieht.

Oder wenn er daraus nichts für sein zukünftiges Leben und weitere Bewerbungen lernt.

October

Wenn die vorgelegte Zeugniskopie einen anderen Inhalt als das Original hat, ist das bereits Urkundenfälschung. Und wenn nur ein Komma anders gesetzt wäre.

Wenn er das Zeugnis "verbessert", liegt die Annahme nahe, dass er aufgrund der Verbesserung die Stelle bekommen hat, die er ansonsten nicht bekommen hätte. Damit hätte er sich einen materiellen Vorteil (Lohn) erschlichen.

Das könnte dann Betrug sein.

"Auffliegen" kann die Sache ganz leicht dadurch, dass die Vorlage eines Originals oder beglaubigten Zeugnisses verlangt wird. Solche werden zwar nicht Bewerbungen beigelegt und auch nicht in Bewerbungsgesprächen verlangt; aber recht häufig bei den Terminen zur Übergabe banaler Dokumente bei der Personalabteilung. Da kann der Arbeitsvertrag durchaus auch schon abgeschlossen sein. Das ist für das Unternehmen auch kein Risiko, denn wenn es betrogen wurde, kann es jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Da gilt natürlich kein Kündigungsschutz.

Auch Jahre später kann noch mal aus irgendwelchen Gründen das Original verlangt werden.

Ich dachte Fehlzeiten stehen nie auf Abschlusszeugnissen? Naja wie dem auch sei. Er sollte lieber die Bewerbung zurückziehen und er sollte sich mit dem richtigen Zeugnis irgendwo anders bewerben. Irgendeine Firma wird ihm schon nehmen. Da heutzutage jeder studiert sind Lehrlinge höchst gefragt. Er kann ja auch persönlich zu einem Betrieb hingehen und mit dem Chef dort reden und ein kostenloses Praktikum anbieten damit er seinen Fleiß und Ehrgeiz zeigt. Das kommt denke ich auch gut an.

Doch, nur ab der der 12. Klasse stehen keine Fehlzeiten mehr drauf und beim Abi-Zeugnis auch nicht.

Fälscher haben oft das Bedürfnis, zu prahlen oder ihr Gewissen zu erleichtern. Sie posten zum Beispiel anonym online, was sie gemacht haben, oder vertrauen es einem Freund oder einer Freundin an.

Da kann es schnell passieren, dass der Onlinebeitrag der Person zugeordnet werden kann oder die wohlmeinende Freundin ihrerseits das Bedürfnis hat, mit Dritten über das Problem zu sprechen. Und so wird es bekannt.

Oder es arbeitet in ein paar Jahren dort plötzlich jemand in der Personalstelle, der dich kennt und sich an deine Fehlzeiten erinnert. Äh, an deinen Freund.

Danke für die Hilfe. Extrem hilfreich. Wenn es um mich gehen würde, würde ich das auch schreiben. Ich bin anonym im Internet.

Da das Zeugnis ein offizielles Dokument ist fällt, das auf ein Anruf, bei der Schule reicht schon aus!

Besser wäre er besorgt sich nochmal das ogial und bewirbt sich, damit bevor er aufliegt, den das hat sonst Konsequenzen, die ihn sein Leben lang verfolgen können außerdem wen das aufgeflogen ist kann er einige berufe, nicht mehr machen!

Ein fa die das rausfindet kann nicht nur fristlos ihn kündiegen sondern auch noch das gezahlte geld zurückverlangen und ihn auch noch anzeigen!

Was möchtest Du wissen?