Warum werden Muslime in Europa akzeptiert, Christen aber nicht in arabischen Ländern?

5 Antworten

In Saudi-Arabien ist der Wahabismus Staatsreligion. Den Wahabismus kannst Du mit den Zeugen Jehovas vergleichen wenn diese in ihrem Glauben mit dabei hätten dass staatliche Angelegenheiten zu ihren Aufgaben gehören würden. Kein Mensch mit gesundem Menschenverstand käme auf die Idee die ZJ mit allen Christen gleich setzen zu wollen. Warum also wollen wir den Wahabismus mit dem gesamten Islam gleich setzen?

Da wo in den letzten Jahrzehnten Al Quaeda, Taliban und nun diese kriminelle neue Vereinigung so viele Menschen als möglich ermorden lebten schon Christen bevor es den Islam überhaupt gab. Als dann ein Großteil der Bevölkerung den Islam als ihre Religion annahm lebten diese Menschen weiterhin in Frieden miteinander. 

Das ging so lange gut bis die USA Führungsmacht wurden. Und sich im Rahmen dessen sehr eng mit Saudi-Arabien verbündeten. 

Denn Osama bin Laden war oder ist Sohn des saudi-arabischen Königshauses, seine Terrororganisation wurde von den USA und Saudi-Arabien finanziert und mit Waffen ausgestattet. 

Denn 14 der Attentäter von 09.11. stammten aus Saudi-Arabien. Deshalb wurde an dem Tag zuallererst die saudi-arabische Botschaft aus den USA evakuiert bevor die Regierung an andere Maßnahmen dachte. 

Wenn in einem arabischen Staat die Menschen für ein friedliches Miteinander mit den Christen auf die Straße gehen berichten deutsche Medien seltenst bis gar nicht darüber obwohl es durchaus oft vorkommt. Denn sie demonstrieren oft genug gemeinsam gegen den Terror der ihre Lebensgrundlage zerstört. 

Wenn die Bundesregierung Waffenlieferungen in mehrfacher Milliardenhöhe an Saudi-Arabien genehmigt ist es in unseren Medien eine Randnotiz, Menschen die dazu öffentlich kritische Fragen stellen werden als Spinner und schlimmer bezeichnet. Und nicht nur wenn wir da hin liefern. 

Wenn ich jetzt bei Wikipedia lese in Syrien würde ein Bürgerkrieg toben dann kann ich vor so viel Verlogenheit nur den Kopf schütteln. In Syrien ist jene kriminelle Vereinigung eingefallen die hier so gerne als IS bezeichnet wird. Als sie anfing dort einzufallen hat sich der Staat an das Ausland um Hilfe gewandt. Wer war bereit zu helfen? Russland. Alle anderen taten wie in vielen vorhergehenden Fällen einfach ab, waren mit anderen Dingen beschäftigt die angeblich wichtiger waren. 

Und jetzt versucht von der Leyen - ja wohl auf Anweisung Merkels denn sonst könnte sie gar nicht so handeln - einen Angriffskrieg gegen Syrien auf die Beine zu stellen. Bisher ohne Erfolg da ihr Verfassungsrechtler dabei sehr genau auf die Finger sehen. 

Und jetzt, wo Russland laut UN-Verträgen der einzige Staat ist der rechtlich korrekt dem syrischen Staat gegen diesen kriminellen Einfall zur Seite steht, ist auf ein Mal Russland so böse dass die Türkei für den Abschuss eines Flugzeuges welches maximal 2 Sekunden in türkischem Luftraum war 2 Milliarden Euro Steuergelder von uns geschenkt bekommt. 

Wir sollten nicht alle Lügen glauben die uns die Lobbyisten der Rüstungsindustrie auftischen. 

Wir sollten auch nicht alle Lügen glauben die uns jene auftischen die sich eher vor Angst in die Hose machen als den Gedanken zuzulassen dass alle Menschen gleich sind. 

Schon gar nicht sollten wir unsere Informationen nur aus deutschen Medien beziehen. 

Ich zitiere mal aus Wikipedia

"Das Christentum in Syrien hat eine sehr lange Tradition und ist bereits seit der Entstehungszeit des Christentums im vorderasiatischen Land präsent"

Da lebten also schon Christen als hier noch nicht mal die Christianisierung begonnen hatte. Wie übrigens in manchem anderen Staat der bombardiert wird und in den letzten 30 Jahren bombardiert wurde. 

Weiter 

"Die syrische Verfassung garantiert nominell die Religionsfreiheit, das Amt des Staatspräsidenten ist jedoch ausschließlich den Muslimen vorbehalten. Dennoch zeigt sich die marxistisch beeinflusste syrische Regierung unter der Baath-Partei, die über ein offiziell sozialistisch-volksrepublikanisches System herrscht, als außerordentlich tolerant gegenüber religiösen Minderheiten, einschließlich der Christen und Juden. Christliche Kirchen sind anerkannt und kaum einem so gesellschaftlichen Druck wie früher ausgesetzt. Auch ein Gründungsmitglied der Baath-Partei, Michel Aflaq, war Christ."

Diese kriminelle Vereinigung müsste es nicht mehr geben.Wenn die westlichen Mächte es gewollt hätten.Da es sie noch gibt verdient die Rüstungsindustrie sehr gut.

Inzwischen sind seit deiner Frage einige Monate ins Land gegangen. Einiges hat sich geändert. Die Saudis haben mitbekommen, dass Waffenlieferung von uns nach Saudi Arabien kritisiert werden.

So hat man sich den USA zugewandt und erteilt nun Aufträge in Milliardenhöhe an die US Rüstungsindustrie. Damit entsteht für die Saudis kein Vakuum, woher sie ihre Waffen in Zukunft beziehen.

Können also weiterhin gewisse Terrororganisationen mit Geld und Waffen unterstützen. 

Das mag daran liegen, dass wir in den westlichen Ländern von Menschen für Menschen gemachte Regelungen haben....

Schließlich ist es so, dass Menschen für Menschen am Besten wissen, was "gut" ist....

Allerdings gab und gibt es in diversen Ländern Regelungen, die sich auf die Religion zurückführen lassen, und eben jegliche Abweichung bestrafen....

Da spielt sicher auch die Angst mit, dass die Menschen sich eigene, logische, sinnvolle oder auch emotionale Gedanken machen....und "die Obrigkeit" in Frage stellen könnten....

Weil sich in Europa weitgehend eine säkulare, pluralistische, liberale, demokratische und moderne Gesellschaft entwickelt hat. Im Nahen Osten sind die Eliten nach 1945 daran gescheitert und haben sich autoritärer Methoden bedient um an der Herrschaft zu bleiben. Nachdem praktisch jede politische Weltanschauung sich disqualifiziert hatte flüchteten die Menschen sich in politisierte Religion, in diesem Fall dem Islamismus. Politisierte Religionen sehen Andersgläubige fast immer als Gefahr, die es zumindest zu unterdrücken, wenn nicht gar zu beseitigen gilt.

Derweil gibt es aber auch in Europa genug Personen und Bewegungen, welche mit dem religiösen und ethnischen Pluralismus nicht klar kommen und etwa die Rechte von Muslimen sehr gern einschränken würden.

Die Moslems sind eben sehr streng, über "Gotteslästerungen".

Ich bin mir sicher, dass es auch viele sehr, extrem streng katholische gibt, die jemanden am liebsten erwürgen würden, wenn er schlecht über Gott oder dem Christentum redet.

Was du auch nicht vergessen darfst, ist zb. das in Saudi Arabien und so der Islam "regiert". Die Religion steht bei denen sehr im Vordergrund. 

Bei uns jedoch sind Kirche und Regierung "getrennt". Ich glaub du weißt was ich meine.

Dass die Lage für Christen in Ländern, in denen die Muslime die Mehrheit an der Bevölkerung stellen, vorsichtig formuliert, nicht eben rosig ist, steht ausser Frage.

Aber man sollte auch nicht so tun, als ob hier in Deutschland alles gut ist. Jeden Tag brennen irgendwo Flüchtlingsheime. Selbst zu Weihnachten schämen sich manche nicht, eine Unterkunft in Brand zu setzen. Klar, hat mit dem Christentum nichts zu tun. Aber woher kommt diese Gewalt, dieser Hass? Ich habe da einen Verdacht: es gibt eine Parallele zwischen den Hexenverfolgungen und der Agitation der AfD, Pegida und Konsorten. 

Beide, Hexenverfolgung und Gewalt gegen Flüchtlinge, kommen aus dem Dunstkreis, in dem man alles für möglich hält. Beide sind Ausgeburten der sich rationalistisch gebärenden säkularen Aufklärung. Diese setzt den Glauben an den einen Gott gleich mit dem Glauben an Hexen, Göttern und Dämonen. Alles ist ihr möglich, weil alles gleichermaßen sein darf. So wie man Menschen vorwarf, sie könnten fliegen, würden kleine Kinder im Ofen rösten, mit dem Teufel Geschlechtsverkehr haben können, so wirft man heute Flüchtlingen, zumal muslimischen Flüchtlingen, vor, sie würden brandschatzend und mordend durch unser Deutschland trampeln. Heute stellt sich die AfD hin und schürrt ebenso irrationale Ängste wie damals zur Zeit der Hexenverfolgung, die gleichwohl in rationalem Gewand daherkommen. Ganz gelehrt doziert Björn Höcke über r- und k-Verbreitungstypen. Kurz: die Höckes von Heute wären die Hexenjäger von damals.

Wie bitte? Gewalt gegen Flüchtlinge ist eine "Ausgeburt der sich rationalistisch gebärdenden säkulären Aufklärung"?? 

Wie kommst du denn auf diese seltsame Idee?

Das war aber ein kühner Schwung von Kant zu Höcke ...

@earnest

Ganz einfach: Kant ist rationalistisch, Höcke gebärdet sich rationalistisch.

@RobinsonCruesoe

DAS würde mir bei diesem Herrn nun nicht gerade einfallen ...

@earnest

Na gut, ich gebe es ja zu, bisschen dick aufgetragen. Polarisierend halt. Aber ich sehe zwischen Religionsfeindlichkeit, Glaubensfeindlichkeit, säkularer Propaganda ("Christen sind abergläubisch, sie könnten auch an die Zahnfee glauben, zwischen der Zahnfee Elben, und den Glaubensinhalten des Christentums gibt es keinen Unterschied") und dem Terror gegen andere schon einen Zusammenhang. Mit der Berufung auf die Rationalität kann es jetzt eben "rational" sein, darauf hinzuweisen, "dass das Boot voll sei". 

Es kann rational sei, die Hexe zu verbrennen; denn wenn nichts dagegen spricht, dass es mehrere Götter, Geister und Dämonen neben Gott gibt, warum sollte die "Hexe" nicht gefährlich sein?. Die Neuzeit hat die Welt nicht rationalistisch erklärt, sondern auf rationalistischem Weg neue Gefahren in sie hineingebracht. 

Was möchtest Du wissen?