einfache Dachfenster ersetzen durch Ausbau von Gaupen, muss Nachbar gefragt werden

5 Antworten

Die Baugenehmigung erteilt die Baubehörde, sofern ein genehmigungsfähiger Bauantrag eingereicht wurde, unbeschadet nachbartschaftsrechtlicher Einsprüche. Sie können gegen die Baumaßnahme klagen, wenn diese Ihren Interessen zuwider erscheint. Stellt das Verwaltungsgericht fest, dass Ihre Klage unbegründet ist, dann bleiben Sie auf diesen nicht unerheblichen Kosten sitzen! Gehen Sie gegen eine baurechtlich unbedenkliche Baumaßnahme gericfhtlich vor, so tragen Sie folglich ein hohes Kostenrisiko.

Das ist eine in wesentlichen Teilen falsche Aussage.

Baugenehmigungen werden immer unter Berücksichtigung der durch das öffentliche Recht geschützten Belange der Nachbarschaft erteilt; werden die verletzt muss der Nachbar gegen die Bauaufsicht klagen. Die Einsicht auf Nachbargrundstücke ist jedoch durch das öffentliche Baurecht nicht geschützt.

Und: In vielen Ländern ist die Errichtung von Dachgaupen baugenehmigungsfrei. Die Einhaltung öffentlich-rechtlicher Bauvorschriften bleibt dann dem Bauherren überlassen. In diesen Fällen muss der Nachbar die Bauaufsicht zum Eingreifen verklagen.

@Seehausen

...und wo bitte sind die wesentlich falschen Teile zu finden?

Der Ausbau des Dachbodens ist eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung, die vermutlich uber das Bauamt genehmigt werden muß. Auch die Dachgaube ist eine bauliche Änderung, die Genehmigungspflichtig ist. Es kann durch einen Bebauungsplan erlaubt sein, bedarf aber trotzdem einer vereinfachten Genehmigung. Euer Nachbar sollte einen genehmigten Bauantrag dafür haben, ansonsten ist es ein Schwarzbau.

Frag beim zuständigen Bauamt nach, ob solch eine Umbaumassnahme einer Genehemigung bedarf. und wenn es einer Genehmigung Bedarf, dann nur seitens des Bauamtes und nicht von den Nachbarn...

Das ist eine in wesentlichen Teilen falsche Aussage.

Baugenehmigungen werden immer unter Berücksichtigung der durch das öffentliche Recht geschützten Belange der Nachbarschaft erteilt; werden die verletzt muss der Nachbar gegen die Bauaufsicht klagen. Die Einsicht auf Nachbargrundstücke ist jedoch durch das öffentliche Baurecht nicht geschützt.

Und: In vielen Ländern ist die Errichtung von Dachgaupen baugenehmigungsfrei. Die Einhaltung öffentlich-rechtlicher Bauvorschriften bleibt dann dem Bauherren überlassen. In diesen Fällen muss der Nachbar die Bauaufsicht zum Eingreifen verklagen.

moin, warum sollte er eure meinung und erlaubnis einholen müssen um an seinem dach was zu ändern? wenn er euch wirklich beobachten sollte, so könnt ihr imme rnoch blickdichte gardinen vor die fenster hängen. saguma

Direkt fragen muß euch keiner, es ist ja nicht euer Haus. Ihr werdet bestenfalls informiert.

Wie habt ihr überhaupt von der geplanten Maßnahme erfahren ? Durch die Nachbaranhörung für den Bauantrag ? Dann hätte der Nachbar vor es legal zu machen.

Wurdet ihr nicht offiziell informiert, dann gibt es keinen Bauantrag und die Umbauten wären erst einmal illegal.

Ob die Baumaßnahme in diesem Fall genehmigungsfähig ist, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Wird ein Bauantrag im Kenntnisgabeverfahren eingereicht, prüft auch die Baubehörde nicht.

Liegen wirklich fundierte Zweifel über die Rechtmäßigkeit vor, könnt ihr die Einwände im Rahmen der Nachbaranhörung geltend machen. Sind sie gegenstandslos wird trotzdem genehmigt.

Darf die Durchleitung der Trinkwasserleitung dem Nachbarn gekündigt werden?

Hallo ich hoffe ihr habt dazu Tipps und Hinweise.

Es soll auf einem Grundstück eine Wasserleitung umverlegt werden, da ein Anbau an das bestehende Doppelhaus durchgeführt wird und dieser nicht auf der alten Leitung stehen darf. Es handelt sich um eine Doppelhaushälfte, das Haus ist paralell (ca. 3,5m) zur Straße und beide Seiten könnten jeweils einen separaten Anschluss von der Straße aus bekommen.

Istzustand:

Bestehende Wasserleitung (WL) wird von der Straße an der Haushälfte A geleitet, auf die Rückseite des Hauses A, dort wird die WL in den Keller mittels Wanddurchbruch eingeführt da sich der Anschluss und die Wasseruhr befindet, durch diesen Keller A wird der Anschluss zum Nachbarn (B) in seinen Keller weitergeleitet( darf so nicht mehr gebaut werden).

Sollzustand:

Auf Grund der Neuverlegung der WL möchte Besitzer A den Anschluss Giebelseitig in den Keller legen lassen, um Kosten von ca. 2500€ zu sparen, da Besitzer A sonst Nachbar B seinen Neuanschluss mitbezahlen müsste. Hierbei würde die Leitung um das Haus entfallen und die Durchleitung des Nachbartrinkwassers B dadurch ebenfalls.

Frage:

  1. Kann A dem Nachbarn B die Durchleitung seiner WL kündigen und A den Anschluss am Giebel durchführen lassen? Der Nachbar B müsste dann selbst einen Neuanschluss bei der seinem Versorger beantragen und über sein Grundstück einleiten.

  2. Welche Fristen müssten evtl eingehalten werden?

  3. Welche Rechtsgrundlage gibt es hier? Es gibt keinen Grundbucheintrag bei A, wo das Durchleitungsrecht gewährt wird.

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