Dürfen Nachbarn einen Obdachlosen, der auf privaten Grundstück zeltet, die Polizei rufen?

5 Antworten

Nein! Der Grundstückseigentümer hat das Hausrecht. Nachbarn geht das nichts an, solange von dem Grundstück keine Strörung der übrigen Nachbarn ausgeht. Der Betrieb eines gewerbsmäßigen Campingplatzes wäre anmelde- und genehmigungspflichtig; christliche Nächstenliebe hingegen nicht, schließlich lassen die Städte zugewiesene Flüchtlinge auch in Zelten campieren, wenn kein anderer Ausweg da ist.

. . . erst einer, dann zwei, dann drei und jeder zahlt ein wenig Geld dafür . . .

Wann wird es ein gewerbsmäßiger Campingplatz?

Nein, die Polizei kann nur auf öffentlichen Plätzen Platzverbot erteilen. Auf Privatgrund haben die nur serh bedingt was zu suchen. Wenn der Bauer dich nach angemessener Zeit polizeilich anmeldet, kannst du solange im Zelt leben, wie er es erlaubt. Als Gast darf er dich viele Wochen (kannst du ggoglen) beherbergen oder dich Zelten lassen. Ohne polizeiliche Anmeldung.

PS: Das gilt nur auf dem Hofgrundstück. Auf seinen Wiesen, Feldern oder Wäldern geht das nicht, da gibts auch für Bauern/Besitzer Auflagen und Vorschriften, da kann er nicht machen, was er will.

Gehört den Nachbarn das Grundstück, so dass sie darüber verfügen dürfen?

Du schreibst, es gehört dem Bauern. Der darf dir das Zelten erlauben oder verbieten - unabhängig davon, ob du obdachlos bist oder nicht.

Dürfen schon, was sollte da schon passieren, du hast doch die Erlaubniss. Wird sicher nicht auf Dauer möglich sein.

Also wenn der Bauer es auf seinem Grund und Boden gestattet, kann man nichts tun. Es ist ja "Privatgelände". Anders wäre es wenn es öffentlich zugänglich wäre. "Wildes Campen" ist nicht erlaubt. Die Nachbarn können leider nichts dagegen unternehmen. Polizei auch nicht wenn niemand gestört wird z.B. Nachtruhe etc. . Ein Feuer machen ist aber wieder was anderes beim Campen^^

Die Nachbarn können leider nichts dagegen unternehmen

Warum leider? Was ist schlimm, wenn jemand im Zelt schläft?

@Bitterkraut

Kommt darauf an was dort passiert. Sicherlich ist "leider" nicht das richtige Wort. Eher, sie können nichts tun, ausser zuschauen. ;-)

@ObenLinks

oder wegschauen, wenn ihnen nicht gefällt, was sie sehen.. ;).

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