Nachbarn bauen Solarzellen auf ihr Dach - hätten sie nicht vorher um Erlaubnis fragen müssen?

19 Antworten

Dein Ästethik ist eine rein persöhnliche Empfindung, mich stören zum beispiel die Gartenzwerge auf dem nachbargrundstück, trotzdem darf er sie aufstellen.

Im Juristenjargon nennt man das so:"Es handelt sich um Vorgänge oder Zustände auf einem Grundstück, die sich zwar auf die Fläche dieses Grundstücks beschränken, aber auch vom Nachbargrundstück aus optisch wahrnehmbar sind und gegen das ästhetische Empfinden des Nachbarn verstoßen."

Leider wirst du vor Gericht keinen erfolg haben, solltest du klage, bis jetzt wurden solche klagen immer abgewiesen, da sonst jeder wegen irgentwelche kleinigkeit in seiner nachbarschaft klagen würde.

Klare und eindeutige Antwort:

NEIN!!!

Solange die baurechtlichen Auflagen eingehalten werden, darf dein Nachbar auf seinem Dach diese Anlage anbringen. Umweltfreundliche Energie ist ja prinzipiell mal was Gutes.

Als Nachbar hast du hier kein Mitspracherecht. Es ist SEIN Grundstück, sein Haus und sein Dach. Dein persönliches Schönheitsempfinden ist hier nicht maßgeblich.

Oder um es einfach auszudrücken: Es geht dich schlicht und einfach nichts an.

Würd ich auch sagen, wo kämen wir denn hin wenn man wegen jedem Blumenkübel den man rausstellt erst die halbe Straße um Erlaubnis fragen müsste

Eine solche Anlage muss immer durch das Bauamt genehmigt werden. Diese Genehmigung wird nicht erteilt wenn die örtlichen bauvorschriften nicht eingehalten werden.

Dazu würde auch eine fehlende Zustimmung der Anwohner gehören. Die ist offensichtlich in dem von Dir geschilderten Fall nicht notwendig.

Sie werden sich die Genehmigung (wenn sie eine brauchen) sicher beim zuständigen Amt geholt haben. Davon kannst du ausgehen

Was möchtest Du wissen?