Darf man eine Unterschrift erzwingen?

4 Antworten

Natürlich geht das nicht. Zudem sind Kinder in der 8. Klasse sowieso wahrscheinlich viel zu jung, um rechtskräftig der Verwendung ihrer Daten zuzustimmen. Schau mal unter diesem Link, da wird ein Urteil zu dem Thema besprochen: https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/datenerhebung-bei-minderjaehrigen-ab-15-jahren-nur-mit-zustimmung-der-eltern/

An deiner Stelle würde ich der AOK einen gepfefferten Brief schreiben, dass dieses Verhalten unter aller Kanone war und du sie dazu aufforderst, umgehend die Daten, die deine Tochter da angegeben hat, wieder vollständig und komplett aus ihrem System zu entfernen. Könntet ihr übrigens vielleicht auch direkt zusammen mit der Lehrerin und den anderen Eltern für alle Kinder aus dieser Klasse tun.

Den Brief habe Ich geschrieben wollte nur wissen ob ich da einen Fehler gemacht habe Danke Dir

Ihre Tochter hat mit der Unterschrift einen Vertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag erlaubt der AOK, persönliche Daten Ihrer Tochter zu verwenden.

Eine Unterschrift kann selbstverständlich nicht erzwungen werden, wenn dadurch ein Vertrag eingegangen wird.

Die Tochter ist noch gar nicht Geschäftsfähig und kann somit keinen rechtskräftigen Vertrag abschließen

@Tequilasunshine

Wo kein Kläger ist, ist kein Richter. Solche theoretisch unwirksamen Verträge werden im Alltag ständig abgeschlossen. Nur wenn Sie sich beschweren, wird dieser Vertrag wieder „rückgängig gemacht“.

Tolle Reaktion deiner Tochter, Respekt. In der 8ten Klasse so weit zu überlegen und seine Meinung trotz Gruppenzwang zu vertreten ist echt klasse. Ruf vielleicht mal bei der AOK an ob Minderjährige unter Druck zu setzen dort gängige Praxis wäre oder nur eine Technik von Mitarbeiter xy sei.

Nein eigentlich nicht

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