Darf man als Zeuge Jehovas einen Freundeskreis, bestehend aus Nicht-Zeugen Jevoas bzw. aus Atheisten haben?

9 Antworten

Solange der Freundeskreis keinen Schlechten Einfluss bietet (siehe Drogen, Pornografie, Hurerei, Ehebruch) sicherlich kein Problem.

Wir Zeugen Jehovas respektieren es, wenn andere Personen andere Glaubensgrundsätze/Überzeugungen haben. Wenn jemand Atheist ist (hat ja meist nen Grund) trifft das ebenfalls zu.

Einige aus meinem Freundeskreis sind Nicht-Zeugen. Manche davon Atheisten. Wir sind ja keine Sekte, die sich aus der Umwelt (Arbeit, Freizeit) abkapselt. Ich erbitte und erwarte mir aber von allen Freunden (ist ja auch logisch) meinen Glauben zu respektieren. Wer das halt ned tut, wer meine Überzeugung mit Füßen tritt, kann halt auch nicht mein Freund sein.

Meine Töchter haben natürlich auch ihre Freunde außerhalb der Gemeinschaft. 

Meine große achtet schon auf ihren Umgang. Das heißt ob jemand raucht oder trinkt. Auch bei der Freizeitgestaltung macht sie nicht alles mit. Zur Zeit ist sie mit einigen aus ihrer klasse zum Camping gefahren.

Wieso hier manche auf die Idee kommen das unsere Kinder keine Freundschaft außerhalb der Gemeinschaft haben dürfen ist mir schleierhaft. 

Was auch auffällig ist, ist die Tatsache das viele Eltern den Kontakt verbieten wenn sue erfahren das wir Zeugen Jehovas sind. Weil sie angst haben wir würden sie missionieren

Hallo TheConqueress,

alle Versuche, einen solchen Freundeskreis zu „installieren“ scheitern.

Warum?

Weil ein wirklicher Zeuge Jehovas von seinem Glauben so begeistert ist, dass er immer wieder darüber spricht  -  und mehr noch:  weil er fast keinen der üblichen Feste, Gebräuche und Gewohnheiten seiner christlichen Prinzipien wegen  mitmacht.

Ein Zeuge Jehovas könnte eine solche Freundschaft also gern „dürfen wollen“    -   die uns umgebende Welt nimmt uns die Mühe um die Lösung des Problems mit Begeisterung ab:   Sie hält sich getrennt von uns  -  ohne dass wir deswegen nachhelfen müssten.

Und darüber sind wir ehrlich gesagt froh!

Und nochmal:   warum?

Weil einer der biblischen Gründe, der uns als Leitsatz dient,  folgendes besagt:   „Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten. . .“        (1. Korinther 15:33)

Damit wollen wir keineswegs zum Ausdruck bringen, dass alle eventuellen und potenziellen Freundschaftsanwärter schlechte Menschen seinen  -  ganz im Gegenteil,  wir gehen ja sogar zu ihnen hin   -  wie zu allen anderen Menschen auch  -  um ihnen etwas über Gottes Wort zu übermitteln.

ABER,  wie seriös, höflich, anständig und wohlerzogen solche Menschen auch immer sein mögen,  in einem ganz wesentlichen Punkt sind sie für uns keine erbaulichen Gesellschafter:  sie können und wollen uns in unserem Glauben weder helfen noch fördern  noch erbauen und auch nicht stärken.

Was uns also bleibt  -  glücklicherweise bleibt:  „Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen“  (Sprüche 13:20)

Auch dies Wertung wieder aus der Perspektive unseres Gottes,  die wir fortschreitend zu unserer Perspektive machen  -  und damit sehr gut fahren.

Vielleicht gibst Du uns jetzt zu bedenken, dass wir uns durch diese  unsere konsequente Haltung zu dieser Frage mehr und mehr zu einer Außenseiter – Minderheit absondern . . .

Ja   -  das machen wir.

Das machen wir sogar bewusst und gern.

Nicht zuletzt deswegen, weil nach Jesu Voraussage der Weg, der zum ewigen Leben führt, sehr schmal ist und nur wenige ihn finden werden.

Es gibt  -  in der gleichen Vorhersage   -  zwar auch einen breiten Weg,  mit deutlich mehr Spielraum.  Aber den meiden wir  -  konsequent und bewusst

Warum?  Lies bitte selbst,  in der Bergpredigt,  in Matthäus 7:13 – 14

Und deshalb also,  lieber TheConqueress,  ist das unsere Antwort auf Deine Frage,  „ . .  wenn nein, wieso?“

Übrigens vielen Dank dafür

und alles Gute

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Die bleiben wohl lieber unter sich, verboten ist es aber nicht.

Davon wird streng abgeraten. 

Das bezieht sich interessanterweise nicht nur auf Außenstehende sondern selbst auf einige Mitglieder innerhalb der Gemeinschaft, die als 'schlechter Umgang' oder als 'geistig schwach' tituliert werden.

Hier als Nachweis ein Auszug aus den Wachtturm Publikationen:

*** w99 1. 8. S. 23-24 Gruppenzwang — Können wir ihn zu unserem Vorteil nutzen? ***
Selbst innerhalb der Christenversammlung können wir unter den Einfluß nachteiligen Anpassungsdrucks gelangen, wenn wir uns geistig schwache Personen als enge Freunde aussuchen (1. Korinther 15:33; 2. Thessalonicher 3:14). Häufig sind solche Personen eher abgeneigt, sich über geistige Dinge zu unterhalten, ja sie spotten vielleicht sogar über diejenigen, die dies gern tun. Suchen wir uns so jemand als engen Freund aus, werden wir vom Gruppenzwang womöglich in die gleiche Form gepreßt, und ehe wir uns dessen versehen, spiegeln wir die gleiche Denkweise und Einstellung wider. Es kann sogar sein, daß wir anfangen, abschätzig über die zu denken, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen und sich bemühen, Fortschritte auf geistigem Gebiet zu machen.

Mpischi  14.08.2017, 13:42

Sei doch mal ehrlich zu dir, willst du mit solchen Leuten befreundet sein die nachweislich dir nicht gut tun?

Angenommen du spielst gerne Schach, es ist dein Lieblingsspiel, und jetzt lernst du Leute kennnen die Schach langweilig finden und Schach nur runter machen wo es nur geht, bleibst du denn länger mit solchen Leuten befreundet?