Darf die kindesmutter einblick in die Einkunftsunterlagen des Vaters haben?

11 Antworten

Ja, sie darf die Unterlagen einsehen, wenn es ihr vom Kindvater erlaubt worden ist. Wenn von Amts wegen Einblick gefordert wurde, muss die Kindsmutter nicht alles selbst einsehen können. Aber dem Gericht oder Amt muss er alle Daten zur Verfügung stellen, um Ansprüche zu prüfen.

Aber sie schreibt der Vater müsse es der Mutter vorlegen. Wieso sollte er das wollen? Ich glaube nicht dass das so seine Richtigkeit hat, oder?

Er muss sein Einkommen offen legen, das ist richtig. Aber der Mutter muss er das nicht geben. Er kann auch selbst beim zuständigen Jugendamt anrufen, einen Termin vereinbaren und dort selbst vorsprechen. Die Kindsmutter hat da kein Recht, das selber einzusehen. Also schnell JA anrufen und Termin machen! Die Berechnung macht das Jugendamt, da ist auch die Mutter nicht anwesend. Sie bekommt, ebenso wie der Vater, dann nur die Berechnung vom Amt. Wenn er mit dieser Berechnung nicht einverstanden ist, weil etwas nicht korrekt berechnet ist, dann einen Anwalt für Familienrecht einschalten. Viel Glück!

Er muss es der Mutter sehr wohl geben, da diese rechtlicher Vertreter der Kinder ist. Die Berechnung des Unterhaltes kann das Jugendamt zwar wirklich ohne die Mutter machen. Aber diese bekommt dann später alle Unterlagen, die für die Berechnung eine Rolle gespielt haben, ohnehin zugeschickt. An einen Anwalt müsste er sich ohnehin wenden, wenn er eine Berechnung will, da das Jugendamt nur für Kinder und deren rechtliche Vertreter tätig wird. Ein nicht sorgereberechtigter Unterhaltspflichtiger wird höchstens in soweit beraten, dass er sich einen Anwalt nehmen sollte.

Ersteinmal: Wenn man Kinder hat und nicht mehr mit dem Partner lebt der die Kinder versorgt, haben die Kinder Anspruch auf Unterhalt. Da dein Freund nun sein eigenes Leben lebt muss er der Frau seiner Kinder seine Einkünfte nicht mitteilen! Wie du schon vermutet hast. Er selbst muss mit dem Jugendamt - der Unterhaltsstelle - zusammenarbeiten. Er muss(!) natürlich zur Berechnung des Unterhalts seine Einkünfte (Arbeitsentgeld; AlgII-Bescheid, etc.) darlegen. Er macht das aber beim Amt! Die Frau kann über die "Beistandschaft" beim Jugendamt Hilfe zur Klärung der Unterhaltszahlung beantragen. In diesem Fall schreibt diese Stelle deinen Freund an (so die Adresse der Frau seiner Kinder bekannt ist, bzw. das Amt ihn findet über seine Eintragung beim Einwohnermeldeamt). Er kann sich auch selbst an das Amt wenden und sich informieren lassen. Bestenfalls - im Interesse der Kinder um Streit zu vermeiden - geht er mit der Frau seiner Kinder zum Amt und lässt sich beraten. Dann kann er alle notwendigen Unterlagen nachreichen. Er wird in jedem Fall UH zahlen müssen. Kann er nicht, gibt es für die Kinder Unterhaltsvorschuss. Diesen möchte das Amt dann aber sich auch irgenwann zurück. klar.. Jeder der Kinder zeugt, muss sich seiner Verantwortung auch bewusst sein. Dazu gehört im Falle einer Trennung eben auch der Unterhalt. Leider denken viele Männer (aber auch Frauen) bei der Zeugung eines Kindes nicht daran...

Ja, sie hat das Recht und würde es vom Amt ohnehin erfahren, weil ihr die Unterlagen in Kopie ohnehin übermittelt werden.

Das Recht hat sie, weil sie anscheinend das alleinige Sorgerecht (da nicht verheiratet) hat und damit rechtlicher Vertreter der Kinder ist und deren rechtmäßige Ansprüche gegen den Vater durchsetzen muss.

Das Jugentamt wiederum berechnet den Unterhalt in Vertretung der Mutter, da diese ja hier Ansprüche der Kinder geltend macht. Daher werden ihr später ohnehin alle Unterlagen, die für die Berechnung relevant waren, zugeschickt.

Das Jugentamt vertritt immer nur die Kinder und deren rechtlicher Vertreter (hier die Mutter). Ist das Sorgerecht geteilt, können sich beide Elternteile zur Unterhaltsberechnung an das Jugendamt wenden.

Der nicht sorgeberechtigte Vater müßte sich, wenn er nicht mit der Unterhaltsberechnung einverstanden ist, immer an einen Anwalt wenden und den Unterhalt von diesem berechnen lassen.

@tanni, auch wenn er mit der frau nie verheiratet war, ist er verpflichtet auf aufforderung seine einkünfte zu offenbaren. sie handelt nämlich in vertretung (rechtlicher vertreter) des kindes. somit hat sie ein recht zu erfahren was er verdient u. was er sonst so auf der hohen kante hortet. selbst wenn er das nur dem jugendamt oder ihrem anwalt übersendet, wird sie die unterlagen in kopie für ihre unterlagen bekommen. von daher ist es gehupft wie gesprungen.

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