Darf der Chef Kundenzuteilungen im Außendienst einfach so zum großen Nachteil /Fahraufwand eines Mitarbeiters verändern?

5 Antworten

Was sagt er denn zu Deiner Erklärung, dass Du damals auch extra umgezogen bist, um Dein Gebiet zu bedienen? Du kannst ihm ja nochmals erklären, dass das eine ungerechte Vergabe ist - zumal der Kollege auch gerade erst angefangen hat. Ich würde da nochmals ein vernünftiges Gespräch mit dem Chef suchen und ihm erklären, dass dies nicht gerade motivationsfördernd ist, da man den Eindruck gewinnen könnte, dass er Neulinge besser behandeln würde als langjährige Mitarbeiter. Du musst Deine Worte natürlich gut durchdenken und richtig wählen, aber ihm soll schon deutlich werden, dass er hier Unmut sät.

Basis ist erst einmal die arbeitsvertragliche Absprache. Was genau wurde in dem Arbeitsvertrag vereinbart?

Ein anderer Gesichtspunkt ist die Ausgestaltung der variablen Vergütung, die letztendlich an dem Zuschnitt des Vertriebsgebietes hängt.

Letztendlich läuft es in der Regel auf die Frage hinaus, ob die Zuweisung eines neuen Vertriebsgebietes bzw. neuer Kunden von dem Direktionsrecht des Arbeitgebers gedeckt ist.Wie geschrieben kommt es aber erst einmal auf die Vertragsgrundlage an. Die ist genau zu hinterfragen.

Ad hoc fällt mir nur ein Falle des LAG München ein. Diesen poste ich mal. Die zu beachtenden Grundsätze sind hier beschrieben.

http://www.kanzlei-mudter.de/anspruch-vertriebsmitarbeiter-vertriebsgebiet.html

Rein rechtlich kommt es zunächst mal darauf an, was bezüglich des Einsatzgebietes in deinem Arbeitsvertrag geregelt ist....

wie wäre es, sich zu dritt an den tisch zu setzen und dem chef nochmal in ruhe die problematik darzulegen?

vielleicht will er dich auch auf geschickte weise loswerden? daran schon mal gedacht ?

Es deutet darauf hin - ich würde dem Chef zuvorkommen und mir schnellstens etwas Anderes suchen.

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