Berufsunfähigkeitsversicherung für eine Friseurmeisterin

5 Antworten

Auch wenn Berufsunfähigkeit im Zusammenhang mit von der Wirbelsäule ausgehenden Beschwerden ausgeschlossen wird, dürfte - besonders für eine Friseurmeisterin - eine BU-Versicheurung dennoch sehr sinnvoll sein, denn alle anderen möglichen Ursachen für eine BU sind ja versichert. Und im Friseurberuf treten ja häufiger z.B. Allergien, Durchblutungsstörungen und Venenentzündungen in den Beinen auf, abgesehen von "Volksseuchen" wie Herz- / Kreislauferkrankungen etc...

Hallo,

die Versicherung hat schon einen Sinn, weil ja alle anderen denkbaren BU-Ursachen versichert wären. Vor allem der bei Friseuren beliebte Allergiefall gegen chemische Stoffe.

Zusatzinfo: Die BU-Absicherung sollte aber mindestens im Bereich von 1.000 € oder mehr monatlich liegen und bis 65 oder besser 67 (Leistungs- und Versicherungsendalter) reichen. Sonst ersetzt man im BU-Fall nur das individuelle ALG-II oder hat eine Lücke.

Außerdem muss man beachten, dass im BU-fall natürlich keinerlei weitere Rentenansprüche in der Gesetzlichen Rentenversicherung aufgebaut werden, die müssten also in geeigneter Form kompensiert werden. Dadurch wird es aber noch einmal prämienintensiver, als Variante bietet sich hier zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge an.

Viel Erfolg, wenn Sie diese Fragen dem Vermittler stellen. Sollte er ausweichend antworten, sind sie dort übrigens schlecht aufgehoben!

Keinerlei weitere Rentenansprüche stimmt so nicht. Der Rentenfaktor ist wesentlich geringer als bei einer Normaltätigkeit, aber keinerlei stimmt nicht.

Es sollte einfach beachtet werden, dass mit der BU-Rente auch die Altersvorsorge weiter bezahlt werden kann.

Die Kurzfassung:

--> BU ist dennoch sehr sinnvoll, 2 Dinge sollten vor Festlegung mit einem SPEZIALISTEN abgewogen werden:

  1. Ich empfehle in jedem Fall auch eine private Pflegeversicherung bzw. Pflegezusatzversicherung (in der BU bzw, dem Trägertarif) näher anzusehen. Grund: Eine private Pflegezusatzvers. ist im Vergleich zur BU noch relativ günstig zu den Leistungen und leistet auch zeitlich unbegrenzt (Bei der BU ist ja nach Ablauf schluss) Dahinter steht der Fakt, das langfristige Erkrankungen häufig auch zu einer Pflege führen (und anderes Faktoren mehr) Also: Unbedingt genauer über Pflegezusatz informieren. Am besten von einem Makler der sich auf BU/Pflegevers. spezialisiert hat, denn die Tarifvielfalt ist so komplex, das hier wenn überhaupt, ein Spezialist die aktuelle Situation gut kennt.

  2. Ich empfehle auch konkret in die Bedingungen zu sehen: (Wann wird wie geleistet? Wie ist die Dynamisierung?, etc) und dies mit den VUs die BU-Experten sind abzugleichen. (Volkswohlbund, Nürnberger, Alte L., usw. usw)

Natürlich hat die Versicherung einen Sinn. Es kann ja ein ganz anderes Krankheits oder Arbeitsunfähigkeitsfall eintreten . z.B. chemische Allergien etc. Der monatliche Betrag ist sicher verkraftbar und daher würde ich auf jeden Fall eine Absicherung empfehlen.

Hallo, eine reine selbständige BU-Versicherung (ohne Ankoppelung an eine LV oder RentenV) hat für alle nach dem 01.01.1961 geborenen Personen eine existenzielle Bedeutung. Aus dieser Sicht heraus kann ich nur einen solchen Abschluss grundsätzlich einmal empfehlen. ABER: In all meinen Jahren habe ich immer versucht einen Ausschluss, zu dem die Versicherer sehr schnell neigen, zu verhindern und mir lieber einen Risikozuschlag einzukaufen. Erfahrungsgemäß sind Ausschlüsse, gerade im Bereich der Wirbelsäule, so schwammig und allumfassend ausgeprägt, dass einem fast keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Mit einer vernünftigen Gesellschaft sollte man aber die Ausschlüsse präzisieren können oder eben aber verhindern. Dies kommt insgesamt aber auf den gesamten gesundheitlichen Verlauf drauf an.

Auch wenn die Entscheidung schon fast feststeht, so würde ich dennoch die Meinung von einem weiteren Spezialisten einholen, der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt hat. Es gibt Rechtsanwälte und (gerichtlich zugelassene) Versicherungsberater, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen.

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