Bei der Vermögensberatung anfangen und gut verdienen usw?

14 Antworten

Also 4000€ Netto kommt nicht von viel Freizeit und Urlaube. Das weißt du deshalb halte ich deine Geschichte jetzt schon für unglaubwürdig.

Zwei Kundentermine pro Tag ist nicht wenig. Man muss es erste einmal schaffen 5 Tage die Woche jeden Tag zwei Termine zu vereinbaren. Das kostet wider rum sehr viel Zeit.

Die Aussage, dass man den Tag frei gestalten kann ist richtig, allerdings sollte man am Anfang einen geregelten Tagesablauf befolgen und wie gesagt frei hat man in der Regel nicht so viel.

Wenn du keinen Bekannten/Freundeskreis hast (was ich sehr stark bezweifel), wird es schwieriger an Kunden zu kommen. Evt durch Bestandskunden deines Betreuers etc.

Wer in seinem Bekanntenkreis "Nachwuchs" sucht, schneidet sich ja ins eigene Fleisch, weil er sich selbst Konkurrenz schafft.

Aber es geht bei diesen Schneeball-Systemen grundsätzlich darum eine "Organisation" aufzubauen. Wie Herr Maschmeyer gezeigt hat, kann man dabei sogar Miiliardär werden. Bzw. konnte, weil diese Masche zu oft kopiert wurde.

Ohne eine entsprechende Ausbildung DARFST du überhaupt gar nicht als Finanzberater auftreten. Du wirst also nur gebraucht, neue "Kunden" zu suchen. Und diese eben wieder im Bekanntenkreis. So viele Bekannte kannst du gar nicht haben, um dabei auf Dauer 4000 € zu verdienen.

...ein Bekannter von mir ist Vermögensberater und hat sein eigenes Büro und ist selbständig. Er sagt dass er im Monat mit allen Anzügen immer rund 4000 Euro verdient.

Hi nochmals lieber Maxiirp,

also für einen Selbstständigen sind 4.000€ nicht viel bei den ganzen Kosten für diese Tätigkeit😥! Da wären jeden Monat 10.000€ schon i-wie beruhigender...😂

Du fängst jeden Monat von Null Euro an und weißt am Ende des Monats nicht genau, was bzw. wieviel dir da wirklich für den laufenden Monat abgerechnet wird😥!

Als Info für einen Quereinsteiger hier mal ein Link des BWV (Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft) zur Qualifikation als "Fachmann zur Versich.vermittlung": https://www.bwv.de/en/qualifikationen/fachmann-fuer-versicherungsvermittlung/voraussetzungen/

Gruß siola55

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich hab schon öfter Fragen zum Thema Vermögensberatung geantwortet. Ich hab selbst einige Zeit für die DVAG gearbeitet, mir das ganze angesehen. Dir wird viel versprochen, ein Riesen Gehalt, Karriere, ein eigenes Unternehmen, kostenlose Reisen und und und. Möglich ist es, die Reisen gibt es und Leute die gut Geld verdienen auch. Allerdings ist das erst der geringste Teil. Du musst deine Freunde und deine Familie anquatschen, ihnen deine Arbeit “unverbindlich” vorstellen. Der Hintergedanke ist immer der Vertragsabschluss um jeden Preis. In den unteren Karrierestufen verdienst du damit allerdings kaum Geld und hast eher noch Kosten. Kurz gesagt: Am Ende haben die meisten keine Freunde mehr und die Familie verarscht weil ihnen das schnelle Geld wichtig war. Du bekommst dort keine anständige, fachliche Ausbildung! Du wirst nur darauf trainiert, die Verträge um jeden Preis zu verkaufen. Dir wird viel erzählt. Wenn du allerdings wenige Leute kennst oder an die falschen gerätst wird das ganze schnell enden. Der einzige der verdient, ist der über dir. Er bekommt meist das drei bis vierfache von dem was du bekommst. Für die bist du nichts mehr als eine Art “Kapitalanlage” und wenn du nichts bringst bist du schnell vergessen. Viele der Vermögensberater verdienen am Anfang gutes Geld, leasen ein Auto und bauen sich einen teuren Lifestyle auf. Nach einem Jahr sind sie pleite. Es gibt keine Kunden mehr, die ersten Stornos kommen rein (wenn ein Kunde innerhalb von einem gewissen Zeitraum kündigt [manchmal 5 Jahre] darfst du die Provision zurückzahlen). Du fängst jeden Monat bei 0 an und hast keine Sicherheit, dass du im nächsten Monat was im Kühlschrank hast. Ich kann von der DVAG gerade als Quereinsteiger, der keine Ahnung von Versicherungen hat nur abraten. Damit tut man sich in der Regel keinen gefallen.

Haben Sie auch sowas in Richtung Versicherungen gelernt?

@Maxiirp

Ja. Kaufmann für Versicherungen und Finanzen :) Ziel ist jetzt der Fachwirt

Hast du Discord ?

Er sagt dass er im Monat mit allen Anzügen immer rund 4000 Euro verdient. 

Und darauf bildet sich dein Freund was ein?

Als selbständiger Versicherungsmakler kann man von diesen 4.000 € nicht leben, denn man muss dabei auch die mtl. Unkosten beachten wie z.B.: Personalkosten, Bürokosten, Versicherungen, Auto, Werbung, Einkommensteuer, Gewerbesteuer usw.

Gehe mal davon aus, dass man mtl. mit mindestens 2.000 € lfd. Kosten hat und dann noch am Jahresende Gewerbe- + Einkommensteuer zahlen muss.

Wobei er dann auch noch, wenn vermittelte Versicherungsverträge ins Storno gehen, noch die erhaltene Provision zurück zahlen darf (bis 8 Jahre Stornohaftung).

Er meinte ich könnte das auch schaffen als Quereinsteiger. 

Wenn du die erforderliche Ausbildung hast, wäre dies möglich.

https://www.ihk-koblenz.de/produktmarken/unternehmensservice/berufszugang/versicherungsvermittler/gewerbeerlaubnis-versicherungsvermittler-3299366

Aber da muss man im bekanntenkreis anfangen. Was ist aber wenn man keinen bekanntenkreis bzw Freundeskreis wirklich hat und Familie auch nicht?

Wer auf dieser Basis diese Tätigkeit beginnen will, sollte erst gar nicht damit anfangen. Nach diesem Hinweis, geht es deinem Bekannten nicht um den Bekanntenkreis und Freundeskreis richtig zu beraten, sondern um diese abzuzocken.

Meine Kunden habe ich nicht im Bekannten- oder Freundeskreis gesucht, sondern auf der Basis, dass ich bei Vereinen, Unternehmen, Behörden und Universitäten Vorträge hielt und somit viele neue Kunden für mich gewann. Meine Bekannten und Freunden wussten zwar über meine Tätigkeit bescheid, aber ich hatte nie versucht ihnen etwas zu verkaufen. Einige kamen dann von selbst und baten mich um Hilfe.

Mich überzeugt es schon was er erzählt wieviel er verdient und dass er viel Freizeit hat usw.

Dann hast du noch keine gute Menschenkenntnis.

Und in den ersten Jahren, wo du noch deine Kunden suchen musst, hast du so gut wie keine Freizeit. Stelle dich mal auf 8 - 10 Stunden am Tag ein und dies meist auch noch am Wochenende.

Und viele Kunden kann man erst in der Woche nach 17:00 Uhr aufsuchen, da sie tagsüber arbeiten. Alternativ am Wochenende.

Ein guter Versicherungsmakler, hat eine höhere Einnahmequelle als nur 4.000 € Brutto im Monat.

Ich sag es nicht gern, aber Konos hat Recht.

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