Auto per Vertrag unfallfrei gekauft und auch so wieder weiterverkaufen erlaubt?

10 Antworten

für dich keine, wenn der vorbesitzer gelogen hat und bewusst in den kaufvertrag "unfallfrei" eingetragen hat, so trägt er die verantwortung dafür und kann belangt werden, dein käufer kann sich direkt an ihn oder einen RA wenden

So einfach ist es nicht. Schliesslich hat der Käufer nicht vom Vorbesitzer gekauft, und somit hat er keinen Vertrag mit diesem abgeschlossen.

Mit dem jetztigen Verkäufer aber schon. Und sollte dieser allgemein die Unfallfreiheit zugesichert haben und diese nicht nur auf den Zeitraum, in dem das Auto in seinem Besitz war, bezogen haben (was man, ohne den Wortlaut des Kaufvertrags zu kennen nicht beurteilen kann), hat er die A*karte gezogen, wenn er eine falsche Angabe des Vorbesitzers übernommen hat.

Zuerst müsst ihr überpüfen, ob er schon zum Zeitpunkt eure Kaufs unfallfrei war, vielleicht hat der euch ja belogen.

Wenn's nicht so ist, muss der zweite kpKäufer, der es von euch gekauft hat, beweisen, dass der Wagen einen Unfall hatte.

Wir haben keinen Unfall begangen und haben ihn ja auch als Unfallfrei per Vertrag gekauft.

Hier käme es tatsächlich auf den exakten Wortlaut der entsprechenden Vereinbarung des Kaufvertrages an.

Wäre pauschal "unfallfrei" angegeben, haftet ihr für diese Zusicherung unabhängig davon, ob ihr Kenntis über einen Vorschaden hattet. Ein Abweichung der "vereinbarten Beschaffenheit* stellt einen Sachmangel n. § 434 Abs. 1 BGB dar, der den Käufer zum Rücktritt vom Kaufvertrag und Kostenersatz, gar Schadensersatz berechtigt :-O

Hättet ihr hingegen konkret, etwa nach den Formulierungen eines ADAC-Kauftrages als Verkäufer zugesichert, "dass das Kfz in der Zeit, in der es sein Eigentum war, keinen Unfallschaden erlitten hat", wärt ihr aus Haftung entlassen.

Es sei denn, der Käufer könnte euch nachweisen, dass ihr nach Kauf und trotz dortiger Vereinbarung Kenntnis des Schadens hattet, etwa durch Instandsetzungsrechnung, HU-Bericht, Inspektionsbericht usw. und den arglistig verschwiegen habt.

G imager761

Überhaupt nicht!

Ihr habt im guten Glauben ein unfallfreies Auto gekauft, selber keinen Unfall verursacht, ohne Bedenken weiter verkauft. Wenn der jetzige Besitzer meint, nach früheren Unfallschäden suchen zu müssen, ist das seine Angelegenheit. Möglicherweise sind Händler verpflichtet, vor dem Verkauf, nach früheren Schäden zu fahnden, Privatleute sind dazu nicht verpflichtet; keine Garantie.

naja, ganz so einfach ist das nicht. Wenn das Auto im Vertrag als "unfallfrei" verkauft wird und nun ein Unfallschaden auftaucht, der nachweisbar schon bei Übergabe vorhanden war, dann fehlt eine zugesicherte Eigenschaft. Der Käufer hätte Anspruch auf Nacherfüllung

Ihr habt im guten Glauben ein unfallfreies Auto gekauft, selber keinen Unfall verursacht, ohne Bedenken weiter verkauft.

Darauf kommt es nur nicht an, wenn man vollmundig (absolute!) Unfallfreiheit zusicherte und diesen Zustand eben nicht auf die Zeit seines Eigemtums oder auf Zusagen des Vorbesitzers beschränkt :-O

Ihr habt ja bestimmt noch den ersten Kaufvertrag. Und man kann durchsus feststellen, wie alt Schäden sind. Wenn der Schaden also wirklich nicht von euch stammt, könnt ihr beruhigt sein.

Wenn der Schaden also wirklich nicht von euch stammt, könnt ihr beruhigt sein.

Auch dann, wenn der Schaden schon "mitgekauft" wurde, wäre man nachbesserungspflichtig gegenüber dem Käufer.

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