Käufer will Auto zurück geben wegen Unfall?

5 Antworten

Du hast den alten Kaufvertrag?

Es war ein Privatkauf?

Dann gilt: Privatkauf=Ohne Garantie und Gewährleistung. Einzige Ausnahme: Du hast einen Mangel arglistig verschwiegen. Da du das Fahrzeug jedoch schon Unfallfrei gekauft hast, und davon den Kaufvertrag hast, sehe ich hier keine arglistige Täuschung. Damit solltest du kein Problem haben. Ich würde nicht darauf eingehen. Sollte es weiter eskalieren eventuell einen Anwalt für Verkehrsrecht einschalten.

LG

Du hast nach bestem Gewissen das Auto verkauft ohne Sachmängelhaftung.  Die Deklaration als unfallfrei hätte ich aber nicht aufgenommen.

Wenn der Schaden 2011 eingetreten sein sollte, hast Du das Auto gutgläubig als unfallfrei erworben & hast keinen eigenen Schaden verursacht.

Das sind Einschüchterungsversuche. Darauf würde ich mich nicht einlassen. Evtl. hat der Käufer in dem halben Jahr selbst einen Unfall verursacht & will Dir das anhängen.

Bei mir hat mal eine Frau angerufen. Ich stand damals noch im KFZ Brief, ob das Auto denn einen Unfall hatte. Nein-ich habe das Auto mit X-km verkauft

So muß ein Zwischenhändler den Tachostand zurückgedreht haben. Ich habe noch den Kaufvertrag mit dem Autohaus, bei dem ich das Auto in Zahlung gegeben habe.

Jedenfalls hat das FZG bei dir keinen Unfall gehabt. Damit hast du keinen Betrug begangen. Der Käufer muss jetzt belegen, dass der Unfall auch wirklich vorliegt. Du kannst auf jeden Fall auf 'Nichtwissen' plädieren. Also kannst du erstmal beruhigt sein. Wenn du RS-versichert bist, nimm dir selbst einen Anwalt für Vertragsrecht, keinen RA der sonst nur Arbeitsrecht macht. Wenn du nicht versichert bist, warte ab ob er Dich verklagt. Wenn er das tut, musst du sowieso einen Anwalt haben. Kleiner Tip: Du bist sicher HF-versichert, die müssen auch bei unberechtigten Forderungen (was bei dir ja vorliegt) gegen Dich den RA für Dich zahlen. Also wende Dich wenn du keine Rechtsschutzversicherung hast zuerst an deine Privathaftpflichtversicherung.

Wenn Du den Unfall bewußt verschwiegen hättest, dann dürfte der Käufer tatsächlich zurück treten. Du hast aber nicht verschwiegen, sondern Du wußtest es nicht besser aufgrund der Angaben des Vorbesitzers.

Du hast doch sicherlich einen Kaufvertrag von 2015, wo Du das Auto gekauft hast. Dort steht sicherlich unfallfrei drin (hoffe ich für dich). Dann kannst Du leicht nachweisen, dass du davon nichts wußtest.

Dass Du selbst gutgläubig warst, schützt Dich nur vor einer strafrechtlichen Verfolgung wegen Betrugs.

Zivilrechtlich hat das Auto als Unfallauto (wer hat das eigentlich festgestellt?) einen Mangel, da Du ausdrücklich einen unfallfreien Wagen verkauft hast. Nachdem die Nacherfüllung scheitert, hat der Käufer das Recht, vom Kaufvertrag zurückzutreten.

Du könntest versuchen, Ansprüche gegen den Vorbesitzer geltend zu machen. Die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung wäre noch möglich. Dazu solltest Du aber selbst einen Anwalt mandatieren.

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