Ausbildung Finanzbeamter im gehobenen Dienst sehr schwer?

5 Antworten

Es ist ien 3 Jährige Ausbildung an der Beamtenfachhochschule, von den Schwierigkeitsgrad ungefähr so wie ien Bachelor in Wirtschaftsrecht.

und wie schwer kann ich mit den Bachelor in Wirtschaftsrecht vorstellen? :/

@Holiday5

Das halbe Niveau eins Jurastudiums und das Halbe Niveau eines BWL Studiums zu eine zusammengefasst also es ist zu schaffen.

...leicht ist die Ausbildung sicher nicht-die zum Dipl.Finanzwirt. Aber im gehobenen Dienst im Finanzamt unerläßlich (oder Zoll u.a.). Finanzbeamter wird man erst nach den Ausbildungsgängen und nach entsprechenden Weiterbildungsjahren bei der entsprechenden Finanzbehörde-und dann kann man in das Beamtenverhältnis übernommen werden (oder auch nicht...) das kommt letzendlich auch auf die Führung und Leistung im Beruf an......

Naja, fast richtig. Nur das man schon während der Ausbildung Beamter ist. Finanzbeamter ist man also schon während der Ausbildung. Dipl.-Finanzwirt ist man erst nach bestandener Prüfung.

Ist schwer. Genauso schwer wie die Steuerberaterprüfung, und die ist nun wirlich anspruchsvoll, da kannst Du alle Laberfachprüfungen an Unis vergessen

an der Uni war ich nochnie, mach ja erst mein Abi..

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, davon je die Hälfte in dem Ausbildungsfinanzamt, bei dem Du eingestellt wirst, und der Hochschule für Finanzen. Die Ausbildung ist stark konzentriert , und Du mussr von Anfang an konzentriert mitarbeiten. Im Verhältnis zum ABI werden hier mehrere "Pflichtfächer" gefordert, von denen keines abgewählt werden kann. Der spätere Diplöm- Finanzwirt soll nämlich universell innerhalb der Steuerverwaltung einsetzbar sein.

Also, um hier mal mit einigen Irrtümer aufzuräumen und andere Antworten zu bestätigen:

Bei einer Bewerbung für die Laufbahn im gehobenen Dienst (in Berlin heißt das seit kurzer Zeit Fachausbildung der Beamten/innen für das 1. Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 (vormals gehobener Dienst) als Finanzanwärter/in zum/zur Diplom-Finanzwirt/in) ist das Abitur unbedingte Voraussetzung. In Berlin werden die Finanzanwärter/innen während der dreijährigen Ausbildung zusammen mit den Finanzanwärter/innen aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt in der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen fachtheoretisch ausgebildet ( siehe http://www.fhf-kw.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.174029.de ). Die praktische Ausbildung erfolgt in einem Berliner Finanzamt. Die Ausbildung ist im Wesentlichen in den verschiedenen Bundesländern identisch, obwohl Finanzbeamte Landesbeamte sind. Beamtin/Beamter wird man übrigens nicht nach der Ausbildung, sondern mit dem Tage der Einstellung, und zwar im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Also mit allem drum und dran wie Amtseid, Einstellungsurkunde etc. Und man bekommt während der Ausbildung knapp 900,- Euro monatlich.

Wenn deine Frage "Ist es schwer...?" heißt, kann ich's locker erledigen und nebenbei schön Party machen, dann vergiss es. Solltest du den Einstellungstest und das Gespräch mit einer solchen Einstellung überhaupt überstehen, fliegst du spätestens nach der Zwischenprüfung. Man kann das Studium dann gut schaffen, wenn man sich von Anfang an auf die Themen konzentriert und das heißt vielfältiges, kompliziertes deutsches Steuerrecht pauken und anwenden können. Im Prinzip also "Spezial-Jura" und wem das nicht liegt, dürfte kaum eine Chance haben und schon gar keinen Spaß daran finden.

Für die, die es können und wollen, sind die Aussichten nicht schlecht, denn ver.di als gewerkschaftliche Vertretung der Finanzbeamt/innen hat in Berlin eine Übernahmegarantie für alle, die die Prüfung mit mindestens befriedigend ablegen, durchgesetzt. Und in 2012 werden wieder 150 Bewerber/innen je Laufbahn eingestellt.

Also noch einmal nachdenken, ob du es wirkllich willst und dann los.

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