Arbeitsverhältnis kommt trotz Arbeitsvertrag nicht zustande?

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Du hast einen vom Geschäftsführer unterschriebenen Arbeitsvertrag,der bisher auch nicht schriftlich gekündigt wurde und somit ist ein gültiges Arbeitsverhältnis zustande gekommen.

Stelle deine Arbeitskraft ordnungsgemäß zur Verfügung.Wenn der Arbeitgeber sie nicht annimmt,befindet er sich im Annahmeverzug.

Aber um einen Rechtsbeistand,der Experte für Arbeitsrecht sein sollte,kommst du nicht herum,wenn der Geschäftsführer dich nicht arbeiten lässt.

In dem Fall solltest du auf Schadenersatz klagen ,da du auf Grund der Zusage und Übersendung des unterzeichneten Arbeitsvertrags dein bisheriges Arbeitsverhältnis gekündigt hast,und dir dadurch ein erheblicher Schaden entstanden ist.

Danke erstmal für die Antwort! Ehrlich gesagt habe ich jetzt keine gesteigerte Lust, da noch anzufangen, weil mein Vertrauen in diesen Arbeitgeber natürlich schon vorab völlig zerrüttet ist. Ich gehe da ja sehenden Auges meiner sofortigen Kündigung entgegen... In welchem Rahmen kann ich denn mit Schadenersatz rechnen?

@Sprachlos1001

Das ist schlecht zu sagen,es kommt auf den Anwalt und auf den Richter an.

@lenzing42

Es ist äußerst ärgerlich, wenn einem derartiges passiert. Aber einen Anspruch auf Schadensersatz sehe ich hier nicht.

Es ist ein AV zustande gekommen der in der Probezeit wieder gekündigt werden wird. Solche Kündigungen werden täglich ausgesprochen. Woraus sollte ein Anspruch auf Schadenersatz resultieren?

Da Du einen unterschriebenen Vertrag hast stehst Du auch in einem Arbeitsverhältnis. Jedenfalls solange bis es gekündigt wird. Du mußt das Arbeitsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Termin antreten. Wenn Dein Chef Dich nach Hause schickt ist es seine Sache, aber Du mußt erst einmal Deine Arbeitskraft anbieten.

Sicher wirst Du schnell die Kündigung bekommen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt brauchst Du keinen Anwalt. Und ALG wird Dir zustehen.

Gehe mit den Ganzen Unterlagen zum Arbeitsamt.Du mußtest auch arbeitslosengeld bekommen.Auf grund Deines Vertrages ist Eine Entschädigung möglich,wenn Du auf Grund des Vertrages gekündigt hast.Du bist automatisch in der Arbeiterkammer odder in der Angestelltenkammer.Die haben für Ihre Mitglieder eine Rechtsberatung.Sehe auf Deine Lohnabrechnung da muß der Beitrag vermerkt sein.

Nicht unbedingt bekommt man Arbeitslosengeld, da er einen gültigen (nicht gekündigten Arbeitsvertrag) hat. Was soll denn eine Arbeiterkammer/Angestelltenkammer sein? Ist man Mitglied einer Gewerkschaft, dann hat man eine Arbeitsrechtschutzversicherung.

@DerIng

Derling,Wenn Du die Frage gelesen hättest,Der Mann hat auf Grund seines neuen Vertrages seine Arbeitsstelle gekündigt.Daraufhin könnte Er Arbeitslos werden.und dann muß er zum Arbeitsamt.Ob er Mitglied einer Gewerkschaft ist Ist ja nicht bekannt.Aber zwangsmittglied einer der beiden Kammern ist er bei uns immer.Und damit ist dein Kommentar Falsch.

@Dackelmann888

Wo ist für dich "bei uns"?

Arbeitnehmerkammern (nicht mehr aufgeteilt) gibt es in Österreich, in Deutschland sind sie nur in Bremen und dem Saarland existent.

Wie wahrscheinlich ist es also, dass ein Fragesteller hier aus Österreich ( 8.430.558 Einwohner) kommt, ohne es zu erwähnen, oder aus den kleinen deutschen Bundesländern Saarland (1,015 Mio. Einwohner) oder Bremen ( 547.340 Einwohner ) , und nicht vielleicht aus dem Rest Deutschlands ( insgesamt 81,729 Millionen Einwohner, also ohne Saarland und Bremen immer noch über 80.000.000 ) ?

Man sollte hin und wieder wirklich mal einen Blick über den Tellerrand werfen...

In diesem Fall kannst du eigentlich nur gewinnen - den Rechtsanwalt kannst du also ruhig beauftragen (du hast ja eine vom AG unterschriebene Kopie des Arbeitsvertrages, oder?).

Denn: Wenn es diesen Vertrag gibt, dann muss dein AG dich bezahlen - auch wenn die Gesellschafterversammlung nicht zugestimmt hat. Du stellst ja deine Arbeitskraft für ihn zur Verfügung - dass du nicht wirklich arbeiten kannst, liegt in seinem Verschulden und tangiert dich zu gut Deutsch nicht wirklich.

Der Haken an der Sache: Dein AG kann dich zum nächstmöglichen Termin kündigen...aber für die Zeit bis dahin muss er dich bezahlen...von daher würde ich mir recht schnell eine neue Stelle suchen. Und in dem Zusammenhang hiflt dir vermutlich sogar die Arbeitsagentur weiter, wenn du dich an Sie wendest...wenn sowas ist, haben die ihre eigenen Expergten die eine kleine Rechtsberatung geben können. Aber nach zwei Semestern Arbeitszeit wage ich zu behaupten: Bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin (sprich: es muss auch erst noch eine Kündigung kommen..das Telefonat reicht nicht aus...muss schriftlich sein) muss dein AG dich bezahlen!! Das ist das Minimum...ab noch was anderes geht (in der Regel holt man sich die Zustimmung noch vorher) würde ich mit einem wirklich erfahrenen Rechtsanwält abklären.

Du kannst dich vorab mal beim Arbeitsamt nach der rechtslage erkundigen. Und dann SOFORT einen Anwalt einsc halten.

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