Arbeit wegen persönlichem Notfall fern bleiben - Wie dem Chef erklären?

5 Antworten

Hallo,du schreibst nicht über deine Mutter,dann nehm ich an sie wohnt nicht dort und/oder anderes ist eingetreten. Das geht jetzt keinem was an und du brauchst nicht drauf antworten,ok? Könnte dir einige Dinge vorschlagen und zwar....weiß ich nicht wie du zu deinem Chef stehst,wenn er vertrauenswürdig ist und nicht alles an die glocke hängt(ein guter Vorgesetzter ist wie ein Vater und hört zu mit Verständnis),dann schenk reinen Wein ein und bitte um ein privates Gespräch. Erzähl ihm das, denn Alkoholismus ist keine einfache Sache und auch nicht gerade selten. Erzähl deine Probleme und das dein Unwohlsein evtl. damit zusammenhängt. Was du schilderst kann schon von der Phsyche kommen. Ich höre das du ein gutes Verhältnis zum Vater hast,dann sei am Montag dabei,auf jeden Fall,denn was hast du davon wenn du angeschlagen und auch noch mit diesem Problem im Hinterkopf zur Arbeit gehst? Ist dein Chef aber ein Miesepeter und Hampelmann(so beschreib ich die weniger guten ) dann ruf Montag an das du zum Doc bist und ich hoffe er schreibt dich dann krank. Vorher solltest du mit deinem Arzt über deine Probleme reden,denn dafür sind Ärzte auch da...zum zuhören,denn daraus erkennen sie in deiner Krankheit sicherlich genau das was ich dir über die Phsyche geschrieben habe. Wenn alle Stricke reißen,was ich nicht annehme,dann nehm dir ein paar Tage Urlaub,ok? Zuletzt....dein Vater sollte sich unbedingt auf längere Zeit behandeln lassen und ich glaube nicht das sich jemand dafür Angst um seinen Arbeitsplatz macht. Jeder kann heutzutage krank werden auf längere Zeit(ich vor Jahren Bandscheibe fast 1 Jahr),sowas ist gesetzlich geregelt und im Notfall gibt es auch Gewerkschaften. Ich wünsche Euch auf jeden Fall alles gute....denke mal es wird schon werden,kopf hoch....

Patchrin/Zen Buddhist

Ich glaube deinen Chef geht das auch nichts an was familiär bei euch los ist.Das wäre mir privat zu persönlich und das Gelaber der Arbeitskollegen solltest du dir sparen.

Wenn dein Vater einen Betreuer hat, wird er sich auch darum kümmern. Den solltest du anrufen und morgen ganz normal auch wieder zur Arbeit gehen.

Kein Kind ist für die Eltern verantwortlich wie sie ihr Leben führen und das bringt dich nur runter. Du kannst da eh nicht helfen, denn dein Vater muss diesen Schritt alleine schaffen.


Ich verstehe überhaupt, warum die Arbeitnehmer immer wieder meinen, sie müssten ihrem Chef ihre gesamte Lebensgeschichte erzählen. Melde dich krank mit den knappen Worten oder per Mail: "Leider muss ich mich heute krank melden, ich werde voraussichtlich am....wieder zum Dienst erscheinen..." und/oder lass dir einen gelben Schein ausstellen, wenn du einen Magen-Darm-Virus hast. Erzähle keine privaten Geschichten. Dein Chef will, dass du zuverlässig arbeitest und alles andere interessiert ihn in der Regel nicht. Wenn du dein ganzes Elend unterbreitest, könnte man es dir auch so auslegen, als ob du Mitleid haben willst. Also halt dich geschlossen, was die Sauferei in deiner Familie angeht und geh du deiner Wege. 

Ich kann dich verstehen, aber ist doch für sein Leben verantwortlich. Du kannst ja nicht immer auf ihn aufpassen . Ruf am besten jetzt deinen Chef an und bitte ihn um einen freien Tag morgen wegen familiärer Probleme. Wenn er nein sagt, gehst du Montagmorgen in die Arbeit. Wenn er ja sagt, bleibe solange bis die Betreuerin da ist.

Die Betreuerin kommt ja schon kurz bevor ich arbeiten gehe, aber wie oben beschrieben befürchte ich dass er dann nicht in die Klinik geht wenn ich ihn nicht selbst bringe. Im nüchternen Zustand würde er es machen aber eben nicht wenn er betrunken ist oder unter Entzugserscheinungen leidet - Was gerade der Fall ist.

Es ist mir durchaus bewusst dass er für sein Leben selbst verantwortlich ist und ich wünschte ich könnte wie meine Schwester sein und von dem Problem Abstand nehmen - mich nicht darum kümmern, den Kontakt abbrechen. Aber das kann ich nicht.

@LadyAlucard

Dann wünsche ich dir, dass dir dein Chef frei gibt.

Es bringt nichts, wenn dein Vater 'nur für dich' zur Therapie geht. So schwer es dir fällt (ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich rede), du kannst nur loslassen, deinem Vater die Verantwortung für sich selbst lassen.

Da er ja schon eine Betreuerin hat, steht er noch nicht mal allein da.

Mir hilft es auf Dauer, zu Al-Anon zu gehen. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern. Dort habe ich begriffen, dass ich mit meiner 'Hilfe' den Wunsch, mit dem Saufen aufzuhören, bei meinem Mann verhindert habe. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut!

Bei 'normalen' Krankheiten ist es richtig, dem Kranken zu helfen. Einem Suchtkranken kann ich nur durch Nichthilfe helfen.

Und du musst ja schon erleben, wie dich das Ganze krank macht! Das ist das einzige, was ich mit falsch verstandener Hilfe erreiche. :-(

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