Kann man beim Einwohnermeldeamt einen anonymen Wohnort zuteilen lassen?

5 Antworten

Das Melderegister in Deutschland ist grundsätzlich öffentlich. Aber es gibt die Möglichkeit eines Sperrvermerks, wenn etwa Leib und Leben der gemeldeten Person gefährdet ist. Ein Sperrvermerk kann auf Antrag eingerichtet werden, man muss die Gefährdung nachweisen, und die Sperre gilt im Regefall für 2 Jahre. Ein Sperrvermerk für Gläubiger ist aber ausgeschlossen. Das bedeutet, man kann nicht mi amtlicher Unterstützung untertauchen, wenn man vor seinen Schulden auf der Flucht ist.

Leider sind die vom Meldeamt häufig nachlässig und rücken die Adresse dann trotzdem raus.

@Nachtflug

Kann ich nicht beurteilen. Ich bin immer nur auf dem Einwohnermeldeamt, wenn ich jemanden suche, der mir Geld schuldet. Jemand mit Sperrvermerk war da noch nie dabei.

Bei Privatleuten, die anfragen, dürfen die Deine Adresse nicht rausgeben. Für vieles andere gibt es den Sperrvermerk. Funktioniert wirklich gut. ;-)

Die dürfen sehr wohl bei Privatleuten die Adresse herausgeben und tun das auch. Das Meldeegister ist öffentlich.

@Saarland60

Hier nicht. Hatte noch vor kurzem ein Gespräch mit der Dame vom Meldeamt, weil ich selber gesucht wurde. Weil sie mich seit den Windeln kennt, hat sie mich angerufen und mir das persönlich mitgeteilt, aber nicht meine Adresse rausgegeben.

@Kristall08

man muss ein Interesse darlegen - das ist aber eine niedrige Hürde. Die Organisation eines Klassentreffens oder ein Mahnverfahren genüngen. Für weitergehende Auskünfte, die über die Adresse hinausgehen, muss man etwas nachweisen, z.B. einen Vollstreckungstitel.

@amiria71

Die Dame vom Meldeamt hat mir erklärt, dass sie das nicht einfach so weitergeben darf. Fürs letzte Klassentreffen haben wir auch einige Adressen gesucht und mehrfach dieselbe Antwort bekommen. Das scheint sehr abhängig von der zuständigen Person zu sein.

Das wird nicht funktionieren. Polizei, Finanzamt usw. haben ein recht Deine Adresse zu erfahren. Bei Anfragen von Privatleuten verbietet das der Datenschutz.

Auch falsch. Ich bekomme auch als Privatperson jederzeit Auskunft aus dem Melderegister, wenn kein Sperrvermerk existiert. Und auch dieser Vermerk hat keine Wirkung, wenn ich beispielsweise einen Vollstreckungstitel vorweisen kann.

@Saarland60

Und das ist ja auch irgendwie gut so. ;-)

Hier werden übrigens keine Daten an Privatpersonen weitergegeben. Hat mir die Dame vom Meldeamt mal erklärt. Wird das unterschiedlich gehandhabt?

@Kristall08

Das ist nicht nur irgendwie gut so! Das ist oft die einzige Möglichkeit an eine ladefähige Adresse eines Schuldners zu kommen, um den Gerichtsvollzieher losschicken zu können. Es wäre auch noch schöner, wenn man sich mit Behördenhilfe seinen Verpflichtungen entziehen könnte.

@Saarland60

Da gebe ich Dir vollkommen Recht, Saarland60. ;-)

Nein, das machen die nicht, du kannst nur für Dein Telefon eine Geheimnummer beantragen, dann wird die auch von der Auskunft nicht raus gegeben

Das ist falsch.

@monja1995

Du kannst Deine Nummer auch "geheimhalten", wenn es keine Geheimnummer ist. Du lässt Dich nicht im Telefonbuch eintragen und die Nummer für die Auskunft sperren.

@Saarland60

Was ist daran falsch?

@monja1995

Alles bis auf die Geheimnummer. Aber die Telefonnummer hat mit dem Einwohnermeldeamt überhaupt nichts zu tun.

@Saarland60

Meine Antwort war korrekt, denn anonym kann nur jemand angemeldet werden, der nachweislich um sein Leben fürchten muss. Versuch es mal

also muss einem erst etwas passieren, damit man zeigen kann das man in gefahr ist? und dann bekommt man sowas (Sperrvermerk)??

So ist es.

@Saarland60

Also ich habe den einfach so bekommen, ohne Bedrohung o.ä.

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