An meinem Balkon wurde vor 2jahren ein sichtschutz angebracht, heute verlangt nun der Vermieter, dass dieser umgehend weg soll.. Was passiert bei verweigerun?

5 Antworten

Dein Vermieter verbietet generell den Sichtschutz nicht. Er ist nur mit deinem nicht einverstanden, weil er nichts ins äußere Bild passt. Die anderen Nachbarn haben für ihre Markise oder ihren Sichtschutz vermutlich die Genehmigung des Vermieters oder haben sich an die Vorgaben des Vermieters gehalten. Klar, es sieht doch blöd aus, wenn 5 Mieter einen grauen Sichtschutz angebracht haben und nur einer einen in pink.  Der Vermieter möchte eine einigermaßen einheitliche Außenansicht. Also setze dich einfach mit deinem Vermieter zusammen und sieh erstmal, was er genehmigen würde. Und bring einfach einen Sichtschutz an der ihn zufriedenstellt und dich vor neugierigen Blicken schützt. Ehrlich ein neuer Sichtschutz ist allemal preiswerter und nervlich weit weniger aufreibend, als sich mit dem Vermieter möglicherweise gerichtlich auseinander zu setzen, wobei da der Ausgang dann noch ungewiss ist. Wobei ich persönlich davon ausgehen, dass es pro Vermieter ausgehen wird.

Grundsätzlich ist Dein Vermieter im Recht.

Er schreibt, dass eine Markise genehmigt werden könnte nach Absprache mit ihm und lehnt nicht grundsätzlich einen Sichtschutz ab.

Zuerst musst Du Dir die Frage stellen, ob Du länger da wohnen willst. 

Wenn ja, ist zu empfehlen, dem Begehren des Vermieters nachzukommen und sich mit ihm zu einigen. Eine persönliche Angriff (rausekeln) erkenne ich nicht.

Kommst Du der Aufforderung nicht nach oder reagierst Du nicht, wird früher oder später (nach nochmaliger Aufforderung) die Kündigung kommen.

Mietstreitigkeiten (vor Gericht) sollte man vermeiden. Das wird viel teurer, kostet Nerven und besetzt Dich für einige Jahre vollständig im Kopf.

Also lieber das Gespräch suchen und sich einigen, auch wenn Du auf den Kosten für den ungefragt aufgestellten Sichtschutz sitzen bleibst (kannst den vielleicht ja noch verkaufen)

Hmm...

Man sollte davon ausgehen, dass eine Markise, Pergola oder ein Vordach immer deshalb der Genehmigung des Vermieters bedarf, weil dadurch das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes verändert werden kann.

Im Ergebnis entschied das Amtsgericht München (Urteil v. 7.6.2013 – Az: 411 C 4836/13) entsprechend, es stufte eine Markise aber als bauliche Maßnahme ein, zu der grundsätzlich die Genehmigung des Vermieters notwendig sei. Der Vermieter müsse nach Ansicht des AG München jedoch seine Genehmigung für die Markise erteilen, da die Beeinträchtigung des Eigentumsrechts des Vermieters gering sei, andererseits der Mieter aber in seinem üblichen Wohngebrauch zu stark eingeschränkt sei. Zu beachten ist aber, dass der Vermieter immer das Recht hat, Vorgaben darüber zu machen, wie die Markise aussehen muss und dass im entschiedenen Fall, die Häuserfront mit den Balkonen nicht einsehbar war.

Bei dir ist der Balkon aber einsehbar! Mach mehrere Fotos von der Balkonseite des Hauses, auf denen deutlich zu sehen ist, dass auch andere Mieter Sichtschutz angebracht haben. Schreibe dem Vermieter und bitte höflich um Auskunft, warum er DIR den Sichtschutz verbiete. Erzähle ihm von den Gaffern und Spannern. Erwähne auch, dass dein Sichtschutz problemlos rückbaubar ist und nicht in die eigentliche Bausubstanz eingreift! Bitte ausdrücklich um Genehmigung, biete eine Vorort-Besichtigung an.

Entweder er genehmigt es nachträglich oder er beharrt auf dem Verbot... dann geh damit zum Mieterschutzbund.

Alternative:

Du verwendest diese ausziehbare Seitenmarkise: http://www.pearl.de/a-NX5294-3507.shtml

Die rollt man nach Gebrauch wieder ein...und weil sie eben nicht dauerhaft sichtbar ist, kann der Vermieter nix dagegen haben!

Der Vermieter verbietet den Sichtschutz nicht. Er möchte nur ein einheitliches Außenbild und wird auch einen Sichtschutz genehmigen, der ins einheitliche Außenbild passt.

Ohne den Sichtschutz wird deine Privatsphäre verletzt, sollte ein Mieter dir den Sichtschutz jedoch weiterhin verweigern (nachdem du ihn auf die Verletzung der Privatsphäre hingewiesen hast) würde ich mich an ein Zivilgericht wenden oder ihn schlichtweg ignorieren (dies kannst du auch von Anfang an tun). Wundere dich aber nicht wenn du dann irgendwann ne Vorladung kassierst, dann geh hin und sag dass du dich ohne den Sichtschutz in deiner Privatsphäre verletzt fühlst. Da kann der Vermiter noch so sehr drauf beharren dass du das Ding abnimmst, tun musst du es jedenfalls nicht.

Warum muss man eigentlich gleich mit der Keule losgehen. Der Vermieter verbietet den Sichtschutz nicht, er ist nur nicht mit dem vom FS gewählten einverstanden. Also Rücksprache halten - neuen Sichtschutz anbringen und alles ist gut. Ist zumindest billiger und weniger nervenaufreibend, als gleich zum Gericht zu rennen. Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

@ DeineMudda64 ... So eine Vorgehensweise ist rechtlich völlig falsch und entspricht Harakiri. Bei der "Außenoptik" eines Gebäudes greift das WEG-Gesetz. Keine Ahnung = hier nicht kommentieren. Für die Zukunft bitte beachten, Danke.

Tja, das Problem hatte ich auch mal, es kommt drauf an, was im Mietvertrag steht und ich befürchte sie sind da einfach im Recht und wenn Du es ignorierst wirst Du den Kürzeren ziehen.

Du könntest aber einen mobilen Sichtschutz aufstellen, der eben nicht fest installiert und zusammenklappbar ist, nennt man dann zur Sonnenschutz.

Warum das jetzt erst kam, kann ich Dir in Deinem Fall nicht beantworten, in meinem Fall war es der Hausmeister, der sofort Photos machte und zur Hausverwaltung rannte.

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