Als Kleinunternehmer steuerfrei einkaufen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

er kann jederzeit waren aus seinem warenbestand entnehmen und in der buchführung als eigenentnahme führen. das ist möglich. wenn er das nicht macht und die händlerrechnung als betriebsausgabe in der steuerklärung geltend macht, wäre das ein straftatbestand.
das letzte fahrzeug für meine frau habe ich auch zunächst über meine firma eingekauft und dann als eigenentnahme verbucht. hat sich wegen des rabattes gelohnt.

super danke!!!

Ja er darf Ware kaufen und jenachdem ob er ne mwst befreiung hat oder nicht kann er es weiter verkaufen und anpreisen..... Ware für den privaten gebrauch geht auch und muss entsprechend gebucht werden...

Steh ich auf der leitung oder ist diese Aussage falsch!?! Ein Kleinunternehmer zahlt beim Einkauf die Vorsteuer und beim Verkauf dann die Umsatzsteuer. Durch gegenüberstellung wird dann die Zahllast beispielsweise bei Umsatzsteuerüberschuss ermittelt. Wenn du das also als Kleinunternehmer Sachen kaufst, dann wird das in deinem Unternehmen erfasst in der Buchhaltung. Ergo muss diese private Nutzung (Privatentnahme) auch erfasst werden, und bei dieser Buchung musst du dann den Umsatzsteuerteil ausweisen.

jepp so ist es. aber dem fragesteller ging es wohl um den USt-bfreiten kleinunternehmer

Du zahlst immer Umsatzsteuer. Wenn Du mit Deinen Produkten/Dienstleistungen Umsatzsteuer einnimmst, wird diese mit den Ausgaben zur Herstellung/Erbringung verrechnet.

Kaufst Du etwas, gibst an, dass Du es im Unternehmen nutzt (inkl. Umsatzsteuerrückerstattung) und nimmst es mit nach Hause, ist das schlicht Untreue und Steuerbetrug.

wenn man es ordnungsgemäß verbucht, ist das völlig in ordnung. das nennt sich dann eigenentnahme.

@flirtheaven

Bei ordnungsgemäßer Verbuchung ist aber auch die Umsatzsteuer nachzuzahlen. Ich glaube die Frage zielt eher darauf ab: bringt es mir einen Vorteil von 19%, wenn ich Ware kaufe und sie ohne MWSt. als Kleinunternehmer weiterverkaufe. Das ist eine Quatschrechnung.

Als Kleinunternehmer bekommst du im Rahmen deiner montlichen (vierteljährlichen, halbjährlichen usw.) Steuererklärung die sogenannte Vorsteuer, also die Steuer, die du beim Einkauf jedwelcher Artikel bezahlst, vom Finanzamt zurück oder der Betrag wird mit deiner Steuerschuld verrechnet.

Nimmst du also Geld ein, musst du die enthaltene Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, kannst aber im Gegenzug die Vorsteuer von diesem Betrag abziehen. Der Betrag der übrig bleibt, wird die Zahllast genannt.

......und ja, viele Händler lassen sich vom Finanzamt die Vorsteuer für private Anschaffungen auszahlen und "tarnen" diese dann als Geschäftsausgaben.....

Als Kleinunternehmer bekommst du ... die sogenannte Vorsteuer, ... vom Finanzamt zurück

§ 19 Abs. 1 letzter Satz UStG.

In den Fällen des Satzes 1 finden die Vorschriften ... über den Vorsteuerabzug (§ 15) keine Anwendung

http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Steuerfrage: Was passiert, wenn ich als journalistische Kleinunternehmerin, den Betrag von 17500 Euro überschreite?

Im November 2014 habe ich mich nach einem Volontariat als freie Journalistin selbstständig gemacht, man nennt das Rumpfjahr, wenn ich es richtig versteh. Dadurch bin ich als Kleinunternehmerin in das Jahr 2015 gestartet. Alle meine Rechnungen für das Jahr 2015 habe ich dementsprechend mit der Klausel nach §19 Abs. 1 Kleinunternehmerregel des UStG versehen und auf die Mehrwertsteuer verzichtet. Bei der Jahresendabrechnung stelle ich nun fest, dass die Summe aller in Rechnung gestellten Beträge, die im Kalenderjahr 2015 auf mein Konto eingegangen ist die 17500-Euro-Grenze um etwa 3000 Euro übersteigt. Den Hauptteil meines Einkommens habe ich als Redakteurin in einer Produktionsfirma für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender und als Redakteurin für eine Corporate-Publishing-Agentur sowie als Autorin/Redakteurin für ein Stadtmagazin erworben.

Dazu stellen sich mir nun eine Vielzahl von Fragen. Ich wäre wirklich froh und dankbar, wenn mir jemand das ein oder andere Fragezeichen erklären kann!

Bin ich damit nun rückwirkend für das Jahr 2015 umsatzsteuerpflichtig? Verliere ich jetzt auch für 2016 den Status als Kleinunternehmerin? Gibt es eine Möglichkeit, wie ich auch im laufenden Kalenderjahr 2016 weiterhin als Kleinunternehmerin gelten kann?

Muss ich nun für ALLE Rechnungen 2015 rückwirkend die Umsatzsteuer erheben und abführen oder nur für die Rechnungen, mit denen ich den Grenzbetrag von 17500 überschritten habe?

Kann ich bei allen meinen Auftraggebern rückwirkend darum bitten mir die Mehrwertsteuer auszuzahlen?

Welchen Prozentsatz darf ich anwenden? Ich habe gelesen, dass Journalisten aus Vereinfachungsgründen den ermäßigten Prozentsatz von 7% ansetzen dürfen. Ist es besser/schlechter 7 oder 19 Prozent anzusetzen?

Was bedeutet das für die Rechnungen die ich ab Januar 2016 stelle? Muss ich nun immer Vorsteuer berechnen und ans Finanzamt bezahlen?

Welche Nach-/Vorteile hat es überhaupt, wenn man nicht als Kleinunternehmer oder nicht-Kleinunternegmer gilt?

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