Ab wann muss ein Händler die EC Zahlung akzeptieren?

10 Antworten

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Er muss gar nicht. Liegt in seine Ermessen ob er an dem Verfahren überhaupt teilnimmt.

Ich muss schon wirklich sagen, dass es erstaunlich ist, mit wie wenig Sachverstand hier Fragen beantwortet werden.

Der Händler hat natürlich die freie Wahl, ob er überhaupt Karten akzeptieren möchte oder aber nur Bargeld als Zahlungsmittel zulässt. Hat er sich aber für die Bargeldakzeptanz entscheiden, ist er durch Regelungen in seinem Akzeptanzvertrag gebunden. Diese können je nach Kartenzahlungssystem unterschiedlich ausfallen.

Akzeptiert er z.B. eine ec-Karte (oder neuerding: girocard-Karte) mit PIN, dann nimmt er am electronic cash/girocard-Verfahren der Deutschen Kreditwirtschaft teil. In den Händlerbedingungen zu diesem Verfahren ist geregelt, dass der Händler die Kartenakzeptanz nicht schlechter stellen darf als die Bargeldakzeptanz. Eine Schlechterstellung ist auch dann gegeben, wenn er Karten erst ab bestimmten Umsatzbeträgen akzeptiert, Bargeld aber für niedrige Beträge akzeptiert.

Die Händlerbedingungen können auch im Internet eingesehen werden (www.girocard.de).

Im Übrigen sind die Kosten für die Kartenakzeptanz deutlich niedriger als hier von einigen vermutet wird. Bei electronic cash muss der Händler 0,3 % des Umsatzes mindestens aber 0,08 € zahlen. Dafür bekommt er aber auch eine umfassende Zahlungsgarantie des kartenausgebenden Instituts. Selbst wenn man noch Kosten für das Terminal etc. hinzurechnet, ist die Kartenakzeptanz günstiger als Bargeld (Risiko von Falschgeld, Kassenunstimmigkeiten, Zählen, Sicherheitsvorkehrungen, etc.)

und schneller ist die Kartenzahlung auch. Hier gab es vor einigen Jahren einschlägige Studien.

Wenn Kosten und Schnelligkeit nicht stimmen würden, hätte sich Aldi bestimmt nie für die Kartenakzeptanz entschieden.

Da für den Händler Gebühren anfallen, wenn eine EC-Zahlung durchgeführt wird, kann er entscheiden, ab welchem Betrag es für ihn wirtschaftlich ist, dieses Verfahren zu nutzen.

Wenn ich einkaufen gehe, habe ich zumindest so viel Kleingeld dabei, dass ich Zahlungen bis zu 10 Euro bar bezahlen kann.

Mehr Übersicht über seine Finanzen hat man übrigens, wenn man ganz auf das Zahlen mit der Karte verzichtet und den für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehenden Geldbetrag abhebt und bar bezahlt.

Das EC Karten Verfahren kostet dem Händler Geld. Er muss nicht nur Gebühren bezahlen er muss ja auch die Anschaffungskosten für die Geräte tragen (oder Leasinggebühren). Daher ist es schon verständlich, das er einen Mindestumsatz verlangt und ich pers. denke mal ab 10€ ist OK. Ich zahle auch am liebsten mit Karte, trage nie viel Bargeld mit mir rum. Alles muss aber im Rahen bleiben. Leben und leben lassen.

Nein, dass muss der Händler nicht. Es liegt in seinem Ermessen ab wann er EC-Kartenzahlung zulässt. Bei jeder Abbuchung mit Ec-Karte (ich weiss es nun nur mit PIN) fallen für den Händler 0,60 Cent Gebühren an, da finde ich es ok, dass nicht bei einem Einkauf von 2 Euro zuzulassen. Das Einzige was Du nun machen kannst, ist, nicht mehr dort einzukaufen, wenn Du dies nicht akzeptierst.

Ich würde lieber GERADE dort einkaufen, wo diese Kartenseuche nicht akzeptiert wird. Dieser Quatsch kostet Geld und zwar auch diejenigen , die bar bezahlen müssen das mitbezahlen, weil ein anonymer Banken- und/oder Kreditkartengesellschaftsmoloch gefüttert wird. Wie weiter unten bei andreas48 steht: Nur Bares ist Wahres!

@Kaldex

Das kann nur jemand behaupten, der absolut keine Ahnung hat. Ich war lange in einer Einzelhandelskette tätig. Schon das tägliche Geldzählen kostet Zeit und damit Geld. Außerdem verlangen Banken für die Bereitstellung von Münzenrollen für Wechselgeld Gebühren. Geldtransportfirmen, die das Bargeld abholen oder auch der Nachttresoreinwurf wird von der Bank berechnet. Diese Kosten fallen beim bargeldlosen Bezahlen nicht an. Also zahlen eher die Kartenzahler für die Bargeldfreaks drauf.

@dock69

Dass aber das Zahlen mit Karte, vor allem bei Kleinbeträgen, meist länger dauert als Barzahlung ist auch eine Tatsache die jeder schlangestehende Kunde nur zu gut kennt!

Und ob die Gebühren für Wechselgeld und Co die Gebühren für die Kartenzahlung überschreiten wage ich nun auch zu bezweifeln.

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