Ab wann gelten die Menschenrechte?

Das Ergebnis basiert auf 21 Abstimmungen

Bereits in den ersten 22 Schwangerschaftswochen (als Embryo) 57%
Ab der Geburt als geborener Mensch 43%
Ab der 22ten Schwangerschaftswoche (als Fötus) 0%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ab der Geburt als geborener Mensch

Diese Rechte beginnen mit der Geburt.

Eigentlich ziemlich traurig, dass die Fragestellering bei solch einer Umfrage von der besten Antwort gebraucht macht und somit ihre eigene Meinung über andere Äußerungen bei der Frage erhebt.

@DerLiberale

Zu dem Zeitpunkt als ich den Stern vergeben habe war das die beste Antwort, meiner Meinung nach. Warum ein Beitrag mit komplett anderer Aussage nicht die Chance auf einen Stern hatte, kannst du weiter unten lesen in meiner letzten Antwort zu deinem Beitrag. Ich habe es nicht nötig meine Meinung zu publizieren denn das Menschenrecht für alle geborenen Menschen ist Fakt. Wer das anders sehen möchte kann das tun, ich habe ja auch das Recht an dem Inhalt der Bibel zu zweifeln, auch wenn sie offiziell gültig ist als Grundlage des Christentums. Man darf auch an der Relativitätstheorie zweifeln, anerkannt bleibt sie trotzdem und damit Fakt.

@Kayahi

Damals war das die beste Antwort? Das war die Antwort, die dir am besten gefallen hat, weil sie deine Ansichten bestätigt.

Eigentlich gehört die Frage gelöscht, da sie gegen die Richtlinien verstößt, denn du suchst ja gar keinen Rat, sondern nur Zustimmung. Du siehst dich doch hier als Hüterin der Moral und beanstandest wie ein Berserker:

kommentiert von Kayahi am 19.10.10
>Avuva ich habe deine Kommentare schonmal gemeldet weil es hier nicht erlaubt ist die Identität der User offen zu legen. Deine Kommentare wurden daraufhin gelöscht. Ich werde das immer wieder tun, weil es gegen die GF Regeln ist und unsachlich am Thema vorbei.
Erfahrungen mit mifegyne ???

@Kayahi: Drei Minuten und drei Antworten nach Deiner Frage wusstest Du also schon, dass dies die hilfreichste Antwort ist?

@2beers

Ich habe den Stern nicht direkt vergeben als die Antwort gegeben wurde... Ich habe den Stern kurz vor der Antwort von Aronphoenix vergeben, also durchaus einige Zeit später als nach drei Minuten... Dass der Liberale mich bespitzeln, die Frage entdecken und alle Pro-Life Anhänger zusammen trommeln würde, konnte ich da noch nicht ahnen...

@Kayahi

@Kayahi: "bespitzeln"?

@2beers

derLiberale guckt auf meinem Profil anscheinend regelmäßig was ich hier bei Gf schreibe...

Da steht es klipp und klar:

UNO Kinderkonvention (Rechte des Kindes), Art. 1 Im Sinne dieses Übereinkommens ist ein Kind jeder Mensch, der das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, soweit die Volljährigkeit nach dem auf das Kind anzuwendenden Recht nicht früher eintritt.

Das Alter der Volljährigkeit wird in allen Staaten ab Geburt gerechnet.

@elisi

Dieser Konventionstext ist im übrigen ziemlich jung: 1989.

Ab der Geburt als geborener Mensch

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 1: "Alle Menschen sind ... gleich an ... Rechten geboren".

UNO-Kinderkonvention, Art. 6: "Jedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben."

Die Europ. Kommission für Menschenrechte hat festgehalten, dass der Ausdruck "jeder Mensch" den Fötus nicht einschliesst (Entscheid vom 19.5.1992).

Der schweiz. Bundesrat schrieb in seiner Botschaft zur Revision der schweiz. Bundesverfassung 1996: "Nur bereits geborene Menschen sind Träger von Grundrechten".

Schweiz. Zivilrecht: "Die Persönlichkeit beginnt mit der vollendeten Geburt".

Vielen Dank für die tolle ausführliche Antwort, da bleiben wohl keine Fragen offen...

Bereits in den ersten 22 Schwangerschaftswochen (als Embryo)

Hier mein Beitrag dazu:

Zunächst scheint hier die Ermittlung was menschliches Leben ist wichtig zu sein. Hier ist einzig und allein eine rein naturwissenschaftliche Sichtweise zielführend, da nur diese Messbar und reproduzierbar ist.

Nach der Biologie ist Leben Materie, die sich von unbelebter Materie dahingehend unterscheidet, dass sie einen Stoffwechsel hat, sich reproduzieren kann und im Sinne der Erde auf RNA und DNA beruht. Dies ist eine wissenschaftlich anerkannte Definition, was Leben ist. (Nennen wir im folgenden D1)

Als nächstes stellen wir fest, was ein Mensch ist. Auch hier bieten die Naturwissenschaften eine Antwort, nämlich das der Mensch zum Reich der Tiere, zum Unterstamm der Wirbeltiere, zur Reihe der Landwirbeltiere, zur Unterklasse der Höheren Säugetiere, zur Ordnung der Primaten, zur Teilordnung der Altweltaffen, zur Familie der Menschenaffen, zur Gattung der Menschen und die Art Mensch ist (Systematik verkürzt dargestellt). Die Zugehörigkeit innerhalb der Systematik lässt sich durch eine Analyse der Gene feststellen, womit also die Zelle eines Menschen von der eines Schimpansen oder einer Katze unterscheidbar ist. Die angeschnittene Systematik ist in der Naturwissenschaft anerkannt, ebenso wie eine genetische Analyse ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren darstellt (Die Zuordnung nennen wir im folgenden D2).

Als nächstes arbeiten wir nun die Kriterien heraus, wie ein angehöriger einer Art unterscheidbar von einem anderen Angehörigen der gleichen Art ist. Dies lässt sich in 99% der Fälle ebenfalls über die DNS ermitteln. Fast alle Menschen auf dieser Welt haben eine absolut einmalige, eindeutige DNS! Die Unterscheidung verschiedener Lebewesen der gleichen Art über einer Analyse der DNS ist ebenso allgemein anerkanntes Werkzeug der Naturwissenschaften. Da Zwillinge nun die gleiche DNS Teilen ist ebenso der Sotffewechselzustand des Systems Lebewesens entscheidend. Zwillinge haben zwar die gleiche DNS, die Organismen nehmen jedoch bereits im Mutterleib unterschiedliche Zustände an, wodurch auch diese beiden Organismen unterscheidbar werden. Die Unterscheidung von zwei Organismen primär über die DNS und sekundär über der Zustand des Gesamtsystems des Organismus (was wieder beides wissenschaftlich Mess- und Reproduzierbar ist) nennen wir im folgenden D3.

Wie Du merkst, definiere ich hier also nicht vor mich hin, sondern verwende allgemein Wissenschaftlich anerkannte Erkenntnisse und Definitionen.

Nun Betrachten wir die befruchtete Eizelle. Hierbei handelt es sich nach D1 um Leben, da die Zelle einen vollständigen DNS Strang hat, einen Stoffwechsel hat und sich reproduzieren kann (Zellteilung). Diese Zelle kann nach D2 durch eine genetische Analyse eindeutig der Art Mensch zugeordnet werden. Darüber hinaus trifft D3 zu, da die befruchtete Eizelle über eine vollständige DNS verfügt, die sich von der der Mutter unterscheidet, bzw. das Gesamtsystem unweigerlich einen anderen Zustand als den eines Zwilling einnimmt. Somit ist ebenfalls D3 erfüllt. Aus der Erfüllung dieser drei Definitionen lässt sich nun logisch folgende Aussage ableiten: Bei einer befruchteten Eizelle handelt es sich um menschliches Leben (nennen wir im folgenden A1)(D1 & D2 &D3 -> A1)

Nun hatte Oliver gesagt “Dann müsste man ja jedem Spermium nachweinen”. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, das weder Spermium noch unbefruchtete Eizelle über einen einen normalen dipluiden Chromosomensatz verfügen, sondern lediglich den Einfachen haben. Somit ist es zwar ein Leben nach D1, jedoch treffen nicht D2 und im besonderen nicht D3 zu. Des Weiteren sie hier angemerkt, dass der größte Teil der Spermien und unbeleuchteten Eizellen in der Lebensspanne des Menschen ohnehin absterben.

Das gute an A1 ist nun, das sie logisch hergeleitet ist und einzig und allein auf Mess- und Reproduzierbaren beruht. Insbesondere kommt die Aussage ohne nicht Mess- oder bisher Erklärbaren Phänomenen aus. Somit ist also eine Religiöse Betrachtung von nicht Messbaren Seelen nicht notwendig. Ebenso stelle sich nicht die Frage nach einem Bewusstsein (hierbei stellt sich ohnehin die Frage, in wie weit das System Gehirn sich selbst erklären kann, hierzu gibt es nämlich erhebliche Zweifel, wenn man Grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Mathematik, insbesondere der Logik betrachtet). In so fern besitzt die von Dir erwähnte Jahrhunderte lange Diskussion, was Bewusstsein ist, keine Relevanz, da diese eben keine Messbaren Ergebnisse liefert und diese auch niemals liefern wird. A1 würde auch durch das hinzufügen von Seelen und Bewusstsein nicht an Aussagekraft gewinnen sondern die Aussagekraft würde verringert werden, da dies nicht harte Kriterien einführt. Durch A1 kann ich jedoch für sämtliches Leben ermitteln ob es menschlich ist oder nicht.

Jetzt kommen wir zu dem Punkt des Tötens. Hier handelt es sich tatsächlich um eine Glaubensfrage. Jedoch ist innerhalb unserer Gesellschaft allgemein anerkannt, das man generell kein menschliches Leben beenden darf, außer das andere menschliche Leben bedroht das eigene und die Tötung ist notwendig um die eigene Tötung zu verhindern. Dies sehen wir als Zivilisatorisches Grundmaß an. Nennen wir diese Regel des Tötens im folgenden P1.

Aus A1 und P1 leitet sich nun ab, dass es sich bei der befruchteten Eizelle um menschliches Leben handelt, was nur zum Schutz des eigenen Lebens getötet werden darf. Woraus sich also ergibt, dass eine Abtreibung nur legitim ist, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Alle übrigen Abtreibungen widersprechen somit P1 und somit zivilisatorischen Maßstäben, was wir dann gemeinhin als Mord oder Totschlag bezeichnen. (Wobei die Mordkriterien hierbei als erfüllt gelten).

Wenn man nun behauptet es gebe trotzdem Punkte, weswegen man Abtreiben dürfte, dann hätte man Prinzipell zwei Angreifspunkte: 1. Man versucht regeln zu definieren wann A1 nicht zutrifft obwohl D1, D2 und D3 zutreffen. 2. Man stellt P1 zur Disposition.

Viele probieren sich hierbei daran Regeln zu Aushebleung von A1 zu definieren, machen die Gültigkeit von A1 also vom Alter, sozialer Interaktion oder ähnlichem Abhängig. Nun ist es jedoch inkonsistent innerhalb eines logisch Aufgebauten Systems sich hier irgendwelche speziellen Ausnahmen hinein zu definieren. Formulieren wir dies doch mal Allgemeiner und erweitern das System um folgenden Satz: E1 = A1 gilt jedoch nicht, wenn X zutrifft. X wäre dann z.B. das alter oder die soziale Interaktion. Jedoch ist X beliebig und könnte auch durch Behinderung, Hautfarbe, Ethnie oder nicht genetische Merkmale die Glauben, soziale Herkunft etc. ausgeweitet werden. Es macht also keinen Sinn die Ausnahmenregel E1 zuzulassen wenn X = “Alter<12 Wochen" ist und dies für andere Werte für X nicht zuzulassen. E1 ist somit kaputt getestet und kann somit nicht Bestandteil des Systems sein.

Der zweite Punkt wäre zu sagen, dass P1 nicht gilt. Dies könnte man tun in dem man sagt P1 ist generell falsch, womit man sich allerdings aus der Zivilisation verabschiedet. Oder man definiert Ausnahmen zu P1 (E2), wobei man zu den gleichen Problemen wie bei E1 kommt, es leicht kaputt testet, wodurch E2 nicht Bestandteil werden kann.

Mit diesen drei Definitionen (D1 – D2), der daraus abgeleiteten Aussage A1, dem Postulat (P1), sowie dem kaputt testen von E1 und E2, kann man sämtliche bisherigen Argumente der Abtreibungsbefürworter auf der Basis der Naturwissenschaften zum einen und dem Postulat was zivilisiert ist zum anderen kaputt testen. Ebenso ist die Schlussfolgerung aus A1 und P1 frei von Seiteneffekten.

Das alles interessiert nicht. Es ist klar deffiniert dass das Menschenrecht für geborene Menschen gilt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

@Kayahi

Hast Du meinen Beitrag inzwischen eigentlich schon mal gelesen?

Dieser Text den Du da zitierst ist Uralt und nicht mehr zeitgemäß! Dies zeigt mein Text ganz deutlich, insbesondere wo da der logische Fehlschluss ist.

Außerdem: Wenn dort stehen würde: "Alle weißen Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.". Würdest Du das dann wider besseren wissen auch verteidigen? Nein? Also! Dann hör auf den Mord an ungeborenen Kindern zu verteidigen!

@DerLiberale

Dieser "Text" ist gültig, auch wenn er alt ist. Die Bibel ist auch alt und trotzdem gültig für die Gläubigen. Meine Meinung zu den Aussagen "Alle weißen Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." und „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ kannst du nicht miteinander vergleichen, denn der einen Aussage stimme ich zu, der anderen nicht, die eine ist diskriminierend, die andere nicht. Für mich zählt was rechtlich gilt, nicht was du interpretierst und dir wünschst. Nach öffentlichem Recht hat der geborene Mensch Rechte, der ungeborene Mensch nicht, das war alles was ich wissen wollte und darum hätte dein Beitrag das Sternchen nicht verdient, denn er beantwortet die Frage nicht sachlich. Du beschreibst lediglich ab wann das Menschenrecht gelten sollte wenn es auch schon für ungeborenes Leben anwendbar wäre, das ist es aber nicht. Und nochmal, ich habe kein Interesse an deinem Text. Ich kenne die Fakten, auch die auf die ihr euch beruft, aber ich spreche die Menschenrechte trotzdem nur geborenen Menschen zu, oder frühestens den Föten. Diese Meinungsverschiedenheit wird bestehen bleiben egal wie lange wir diskutieren. Denn ich beharre genauso auf meiner Meinung wie du es auf deine tust...

@Kayahi

Du scheinst wirklich verquerer weise zu glauben, dass Dein in sich nicht konsistente, nicht auf Naturwissenschaften basierendes bild wirklich gleichberechtigt neben dem von mir oben erläuterten Konstrukt steht.

Hier noch mal den Hinweis. Alles was Du bisher hier gesagt hast wird von meinem Text widerlegt.

@Kayahi

Aber auch diesmal möchte ich Dich gerne auf Deine verquersten Aussagen hinweisen.

Meine Meinung zu den Aussagen "Alle weißen Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." und „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ kannst du nicht miteinander vergleichen, denn der einen Aussage stimme ich zu, der anderen nicht, die eine ist diskriminierend, die andere nicht. Zunächst begehst Du einen Zirkelschluss. Denn Du sagst, dass eine Aussage richtig ist, weil Du findest das sie richtig ist. Was ich mit dieser Aussage verdeutlichen will ist: Das die Kriterien anhand Du jemanden der zur menschlichen Spezies gehört das Mensch sein aberkennst sind rein zufällig. Wenn der Rassist sagt, dass der Menschen anderer Hautfarbe töten darf, weil dies nach seiner Definition keine Menschen sind, dann verwenden Du und er die gleichen Argumentationsmuster!

Für mich zählt was rechtlich gilt, nicht was du interpretierst und dir wünschst.

Hier widersprichst Du Dir selbst. Denn Du hast bei einer anderen Frage bereits gesagt, dass dich rechtliche Regelungen reichlich wenig interessieren und Du Dein Kind auch getötet hättest wenn das Verbot zu 100% in Kraft sein würde. Somit interessiert Dich also nicht was rechtlich gilt sondern nur das was für Dich selbst den größten Nutzen bringt, sei es das Du dafür über Leichen gehen musst.

Und verstehe doch: Ich interpretiere nicht und wünsche auch nicht! Ich bediene mich der Naturwissenschaften, gesicherten Erkenntnissen und der Logik!

@DerLiberale

Für mich zählt was rechtlich gilt war auf meine Frage bezogen. Steht doch auch drin, bitte keine Meinungen, nur belegbare Antworten. Ich wollte nicht wissen was ihr denkt ab wann ein Mensch Rechte haben sollte, oder ab wann ein Mensch Mensch ist, ich wollte wissen wie das rechtlich geregelt ist, ab wann ein Mensch Rechte hat und das ist eben erst ab der Geburt. Deshalb hat dein Text zum Thema nichts zu sagen. Und deshalb hat meine Meinung dass Frauen auch mit Abtreibungsverbot weiter abtreiben würden, auch ich, nichts mit meiner eigentlichen Frage zu tun.

Bereits in den ersten 22 Schwangerschaftswochen (als Embryo)

Ab dem Zeitpunkt der Zeugung sollte ein Embryo als werdendes menschliches Leben anerkannt werden. Gewisse Formen der Menschenrechte kann das Kind natürlich erst mit der Geburt in Anspruch nehmen, da es Rechte wie Religionsfreiheit etc. im Mutterleib noch nicht braucht. Allerdings geht es hier vermutlich um sein Recht auf ein eigenes Leben und um Abtreibung. Nun lässt sich darüber streiten ob es schon vor der 12ten SSw oder erst danach "vollwertig" ist und ein Recht darauf hat ausgetragen zu werden. Allerdings ist belegt, dass der Embryo schon wesentlich vorher Herzfunktionen aufweist und somit als LEBEWESEN definiert werden sollte und nicht bloß als lebloser Zellhaufen. Diese Herzfunktion setzt schon 5teSSW(je nach Entwicklung +/-) ein, also weit vor der 12 Woche. Da aber schon von Anfang an klar ist, dass sich aus eben dieser Ei und Samenzelle kein Fisch sondern aufgrund seines genetischen Erbgutes ein vollwertiger Mensch entwickeln wird, ist von Anfang an nicht daran zu rütteln, dass es sich hier um entstehendes menschliches Leben handelt, das ALLE Rechte hat. Ein Kind ist ja auch nicht minderwertiger als ein Erwachsener nur weil es noch nicht alles kann. Denke in dem Punkt stimmt mir jeder zu. Warum sollte also ein Embryo weniger Rechte haben und minderwertiger sein als ein Kind? In beiden Fällen ist klar, dass in absehbarer zeit mal ein Erwachsener bzw. ein Kind wird.

Bereits in den ersten 22 Schwangerschaftswochen (als Embryo)

Von jenem Zeitpunkt an, ab dem es sich um "menschliches Leben" handelt. Das ist nach Meinung des Bundesverfassungsgerichts ab dem Moment der "Kernverschmelzung von Ei und Samenzelle" der Fall (BVerfGE 88, 203), mit anderen Worten von der Zeugung an.

Das Bundesverfassungsgericht stellte 1993 fest: Der Mensch entwickelt sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch. Er ist also als ein sich Entwickelnder immer schon bereits Mensch und nicht ein potentielles Vorstadium von Menschsein. Ein Embryo ist also schon in der Entwicklung ein Mensch und wird nicht erst später zum Menschen.

@Avuva

@Avuva: Danke für die Ergänzung!

@Avuva

Falsch zitiert, Avuva:

Genau das sagt das BVerfG im Urteil von 1993 eben gerade nicht. in seinem Urteil verwendet es den Begriff "Mensch" ein einziges Mal, in einem Zitat aus einem früheren Urteil vom 25.2.1975 ("handelt es sich bei dem Ungeborenen um individuelles, in seiner genetischen Identität ... bereits festgelegtes, nicht mehr teilbares Leben, das im Prozeß des Wachsens und Sich-Entfaltens sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch entwickelt"). Wohlweislich vermeidet das BVerfG in seinen weiteren Ausführungen den Begriff Mensch und spricht immer nur von „ungeborenem menschlichem Leben“. Was nicht dasselbe ist.

Wortlaut des Urteils: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Einwand: nirgends stellt das BVerfG im Entscheid BVerfGE 88, 203 vom 28.5.1993 den Begriff "menschliches Leben" dem Begriff "Mensch" gleich.

Im übrigen hält das Gericht fest, es sei verfassungsrechlich unbedenklich, in § 218 StGB den strafrechtlichen Schutz ungeborenen Lebens erst mit der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter (Nidation, ca. 14 Tage NACH der Zeugung), also nicht mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle einsetzen zu lassen. Wenn es sich dabei bereits um einen "Menschen" handeln würde, wäre dies wohl kaum verfassungsrechtlich unbedenklich.

@kuhnel

@kuhnel: "nirgends stellt das BVerfG im Entscheid BVerfGE 88, 203 vom 28.5.1993 den Begriff "menschliches Leben" dem Begriff "Mensch" gleich."

Das habe ich auch nicht behauptet. Aber eine Differenzierung macht an dieser Stelle wenig Sinn. Denn um menschliches Leben handelt es sich auch bei einer Hautzelle. Die Erwähnung, dass es sich bei einer befruchteten Eizelle um menschliches Leben handele, wäre somit also trivial und für dieses Thema nicht relevant. Wenn ich etwaige Schutzpflichten oder gar -rechte aus der Formulierung menschliches Leben ableite, impliziere ich damit die Gleichsetzbarkeit von menschlichem Leben und Mensch.
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"Im übrigen hält das Gericht fest, es sei verfassungsrechlich unbedenklich, in § 218 StGB den strafrechtlichen Schutz ungeborenen Lebens erst mit der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter [...] einsetzen zu lassen."

Zugegebenermaßen war meine Antwort unpräzise. Doch an dieser Stelle wird vor dem Hintergrund meiner obigen Argumentation klar, dass auch die Urteilsbegründung des Verfassungsgerichtes nicht konsistent ist.

@2beers

"um menschliches Leben handelt es sich auch bei einer Hautzelle" - völlig richtig. Wenn du also "Menschliches Leben" mit "Mensch" gleichsetzst, müsstest du also auch der Hautzelle Menschenrechte zugestehen ??? Die Begriffe sind eben weder juristisch noch philosophisch gleichsetzbar.

Die Urteilsbegründung des BVerG ist in der Tat nicht konsistent. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof befindet denn auch in seiner Entscheidung vom 30. März 2010 (Klaus Günter ANNEN against Germany, vom 8. Mai 2002), das BVerfG habe einen ziemlich sonderbaren Ansatz entwickelt, indem es bestimmte Abtreibungshandlungen als rechtswidrig, aber nicht strafbar qualifizierte. Das sei für vernünftige Menschen mit normalem Empfinden kaum nachvollziehbar. Es gab ja auch 2 Minderheitsvoten zum BVerfGE, die konziser waren und den Abbruch in den ersten 12 Wochen als nicht rechtswidrig erklären wollten.

@kuhnel

@kuhnel: Schön, es mit einem kompromisslosen Logiker zu tun zu haben. Das meine ich nicht ironisch! Du hast natürlich Recht. Ich korrigiere meine Antwort daher und vermeide dabei den Begriff menschliches Leben...
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Menschenrechte gelten ab jenem Zeitpunkt, ab dem es sich um einen Menschen handelt. Das ist nach meinem Dafürhalten ab dem Zeitpunkt der Befruchtung einer menschlichen Eizelle der Fall.
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Trotzdem DerLiberale in seiner Antwort den Begriff menschliches Leben gebraucht, hat er logisch stringent hergeleitet, weshalb es sich von der Befruchtung der Eizelle an um einen Menschen handelt.

@2beers

>>Menschenrechte gelten ab jenem Zeitpunkt, ab dem es sich um einen Menschen handelt. Das ist nach meinem Dafürhalten ab dem Zeitpunkt der Befruchtung einer menschlichen Eizelle der Fall.<<

Das tun sie eben nicht. Die Menschenrechte gelten ab der Geburt eines Menschen, vorher nicht, egal was du meinst ab wann ein Mensch Mensch ist und ab wann ein Mensch Anspruch auf die Menschenrechte haben sollte wenn es nach dir ginge.

@Kayahi

@Kayahi: "Die Menschenrechte gelten ab der Geburt eines Menschen, vorher nicht [...]"

Woher nimmst Du diese Gewissheit? Ich hoffe, Du hast da noch ein triftigeres Argument als die zeitlich-juristische Ausdeutung der in Artikel 1 benutzten Floskel: "gleich an Würde und Rechten geboren."
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Warum startest Du eigentlich eine Umfrage, wenn Du ohnehin weißt, wie die "richtige" Antwort lautet?

@2beers

Ich kenne die richtige Antwort seit ich die Antworten von annemarie37 und aronphoenix gelesen habe und daraufhin selbst nochmal gegoogelt habe. Zuvor kannte ich sie nicht genau und habe daher diese Frage gestellt (warum muss ich mich hier eigentlich dauernd dafür rechtfertigen diese Frage gestellt zu haben, war das ein Verbrechen, ist jetzt alles was ich tue böse nur weil ich in deinen Augen sowie in denen von Avuva, Progo. etc pp... eine Kindesmörderin bin???) Diese "Floskel" ist offiziell gültig ebenso wie der Beschluss der europäischen Kommission für Menschenrechte, siehe annemaries Antwort, oder googel selbst noch mal. Somit brauche ich keine Argumente, Fakt ist Fakt, da gibts nichts zu diskutieren und belegen.

@Kayahi

@Kayahi: "Diese "Floskel" ist offiziell gültig ebenso wie der Beschluss der europäischen Kommission für Menschenrechte, siehe annemaries Antwort [...]"

Sorry, ich hatte die neueren Antworten nicht weiter mitverfolgt. Es scheint, Du hast Recht und ungeborenen Menschen werden nicht zuletzt von UN-Seite tatsächlich keine Menschenrechte zuerkannt.
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"warum muss ich mich hier eigentlich dauernd dafür rechtfertigen diese Frage gestellt zu haben [...]"

Ich finde es vollkommen legitim, dass Du diese Frage gestellt hast. Dein Umgang mit den Antworten erschien mir etwas fragwürdig, aber vielleicht tue ich Dir da Unrecht.
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"[...] ist jetzt alles was ich tue böse nur weil ich in deinen Augen [...] eine Kindesmörderin bin???"

Du bist in meinen Augen keine Kindesmörderin. Und ich verurteile Dich auch nicht. Wenn dieser Eindruck entstanden ist, so tut mir das Leid!

@2beers

Danke für diese Antwort, das weiß ich wirklich zu schätzen. Ich bin einfach etwas genervt von den ständig gleichen Anfeindungen, bei denen mir immer wieder die Worte im Mund umgedreht werden und regiere deshalb mittlerweile etwas gereizt darauf, tut mir leid dir Unrecht getan zu haben. Ich hoffe wir können ab sofort in Zukunft etwas entspannter miteinander umgehen ^^

@Kayahi

@Kayahi :o)

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