16j muss in betreutes wohnen gegen seinen Willen?

5 Antworten

In welcher Beziehung steht ihr denn zu dem Jungen bzw. Mutter?

Wenn es "nur" freundschaftlich ist, wird es denke ich schwer. Die haben ja auch ihre Vorgaben. Eine Pflegefamilie muss sicher auch irgendwas nachweisen... auf der anderen Seite sollte der Junge Mann mit 16 Jahren ein gewisses Mitspracherecht haben.

Habt ihr mal mit dem Jugendamt gesprochen? Vielleicht auch nicht unbedingt mit dem SachbearbeiterIn sonder vielleicht auch mit dessen Vorgesetzten.

Im Zweifel würde ich mich von einem Anwalt beraten lassen.

Die Familie hat schon  länger Hilfe vom Jugendamt. Ja leider bin ich nur die Mama von seinem besten freund. Ich komme leider gar nicht wirklich zu Wort da die Sachbearbeiterin sehr pro Mutter eingestellt ist. Ich verstehe nicht wie sie mir gegenüber zum Beispiel sagen konnte ich müsse für den jungen die Türen schließen da es sonst nicht möglich wäre diesem zu helfen da er weiss das es eine bessere Möglichkeit geben würde. Wie soll man das verstehen.  Ich möchte ja eigentlich nicht mit Anwalt Gericht und tam tam aber ich möchte den jungen jetzt nicht auch noch fallen lassen.

@Angel1912

Die Türen schließen mußt du nicht.

Nur mußt Du ihm klarmachen, dass er nicht bei Dir leben kann.

Du bist gesetzlich verpflichtet alles zu unterlassen, was die Erziehung des Jungen erschweren würde.

Du hast vor Gericht überhaupt keine Chance zu erklagen, dass er bei Dir wohnt.

Wie kommst du auf das schmale Brett?

@Menuett

Oh mann... es geht doch gar nicht ums "klagen" und "recht" bekommen. Hier geht es um das wohl eines Jungen Menschen. Wie kommst du auf das schmale Brett zu wissen was das beste für den Jungen ist ohne ihn oder den TE zu kennen? - Es gibt sowas wie Pflegefamilien / Pflegeeltern

Vielleicht sollte man sich fragen warum die Mutter dagegen ist. Die Wahl zwischen betreutem Wohnen oder einer Familie sollte nicht schwer fallen.

Davon ab hat auch der Jugendliche mit seinen 16 Jahren ein gewisses Mitspracherecht was vom Jungendamt mit einbezogen werden muss.

Punkt 1 habe ich nicht vor es zu erschweren ohne mich wäre er gar nicht zu dem Termin beim JA gegangen. Punkt 2 Ausserdem soll mir mal einer sagen wie man n 16 jährigen weinenden total aufgelösten jungen vor die Türe setzen soll. Mal ganz ehrlich es geht hier nicht um darum sich irgendwo einzumischen sondern um Hilfestellung weil man drumrum gebeten worden ist. 

@Angel1912

Und wenn du einfach mal mit dem Vorgesetzten auf dem Amt redest?

Die Mutter hat das Sorgerecht und damit bestimmt sie, wo der Junge wohnt.
Auch wenn das Jugendamt es so sieht wie du, kann es nichts machen.
Der Elternwille ist entscheidend. Nur wenn der Mutter vom Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen wird, kann dann der Vormund anders bestimmen.

Auch beim betreuten Wohnen haben die Jugendlichen frei, zB Wochenende und Ferien, dann könnte er doch zu euch

Was sagt eigentlich der Junge, er hat auch ein Mitspracherecht

Er möchte auf keinen Fall in dieses betreute wohnen.... 

Dann soll er das ruhig und sachlich dem Jugendamt sagen und wenn möglich auch schriftlich. In wie weit das Einfluss in diesem Einzelfall hat, ist ohne genauere Kenntnis schwer zu sagen. Die Voraussetzung für die Unterbringung ist hier http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/27.html

Grundsätzlich kann das Jugendamt erstmal die Unterbringung anordnen. Aber vielleicht kannst du ja gemeinsam mit dem Jungen -sofern er das möchte- beim Jugendamt vorsprechen, ob er nicht weiterhin bei euch leben kann, wenn die Möglichkeit besteht.

Gegen seinen Willen sollte man das nicht tun.

Vlt. kannst Du mal mit der Leitung vom Jugendamt reden. Evt. da auch nicht allein hingehen. Und/oder die Schule einspannen?

Hast Du denn überhaupt eine Pflegeerlaubnis?

Klar, der Junge kann ein Zimmer im betreuten Wohnen bekommen.

Wenn er sich dann da nicht aufhält, wird das bald eingestellt.

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