Zinssatz für Bürgschaft üblich? Wie hoch?

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3 Antworten

Für die Hergabe einer Bürgschaft wird üblicherweise kein Zinssatz berechnet, sondern eine Provision (mit einem Mindestbetrag). Bei gewerblichen Bürgen (also Banken, Versicherungen, Kautionsgesellschaften) liegt diese Provision (genauer "Avalprovision") in der Spanne von 0,25 - 5 % p.a. in Abhängigkeit der Bonität des Hauptschuldners.

Im privaten Bereich ist mir eine solche Provisionsforderung nicht bekannt (daher vielleicht auch die harsche Antwort von gtbasket); sie ist dort mindestens unüblich.

Allerdings sollte man sich als potentieller Bürge allen Ernstes noch mal auf seinen gesunden Menschenverstand und auf die Mittelverfügbarkeit untersuchen lassen und bei anhaltendem Bürgschaftsdrang den Bürgschaftsbetrag vorsorglich auf ein persönliches Sperrkonto legen. Im allgemeinen sind emotionale, freundschaftliche oder verwandschaftliche Beziehungen keine solide Grundlage für die Bürgschaftshergabe, sondern eher ein Anzeichen unverstandener Bedrohung der eigenen Freiheit und Souveränität. Dabei mangelt es regelmäßig an einer schriftlichen, klärenden Vereinbarung zwischen dem Bürgen und dem Hauptschuldner.

Bürge: Zur Beurteilung fehlen Angaben: Für wen bürgst du (Ehefrau, Bruder)? Für welchen Betrag bürgst du (Höhe)? Wie lange bürgst du (Befristung)? Wie hoch schätzt du das Risiko der Inanspruchnahme ein? Welche Sicherheiten hat dir der Bürge gegeben (Kfz Brief, Grundschuldbrief)? ufm.

Das ist nicht üblich, sondern eine Ausnutzung einer Notlage !!!

Deine Frage empfinde ich als eine ziemliche Unverschämtheit - im Interesse aller Schuldner

Ausnutzung einer Notlage? Dann wären z. B. auch alle Bürgschaftsgebühren (von üblicherweise 0,5 - 1 %) sittenwidrig, die Kreditinstitute für Gesamtfianzierungen von Wohngrundstücken (sog. 100 %-Finanzierungen) verlangen. Für das erhöhte Ausfallrisiko darf sie sehr wohl die Gebühr oder auch eine Zinsanhebung berechnen.

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wirklich? Wo ist dann die Grenze i.S. Unverschämtheit bei Banken oder auch bei den ganzen Rettungsaktionen in der EU?

Wenn ich einen Avalkredit nehme bei einer Bank z.B. bei Mietkauftion, dann zahle ich doch auch, obwohl kein Geld geflossen ist, die Bank jedoch zahlen müsste, sollte ich bei Auszug Forderungen durch den Vermieter nicht begleichen.

Ist das auch unverschämt?

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@Buerge

@Franzl007 : war so etwas schon vor dem BGH , noch nicht ? meine Prognose: das wird dort als nicht mit gängigem Recht kompatibel beurteilt werden.

@Buerge: ich bleibe dabei, dein Frage ist unverschämt !!! Besonders im Interesse aller Schuldner - anders formuliert lautet deine Frage: wie kann ich meinen Schuldner maximal ausnehmen !!!

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@qtbasket

machen es die Banken nicht auch ein wenig so? Je mehr man in der Ecke steht, desto höher sind die Zinsen, die zu zahlen sind. Man denke nur an die Dispozinsen.

Aber: ich habe deine Aussage zur Kenntnis genommen. Danke!

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