Wie werden Gewinne/ Verluste bei Anleihen steuerlich gerechnet?

2 Antworten

Auch von mir als kurze Antwort: Ja, die Verluste können mit anderen Wertpapiergewinnen verrechnet werden.
Die Einschränkung, die hier an anderer Stelle hinsichtlich der Aktiengewinne gemacht worden ist, ist aber falsch. Verluste aus Anleihen-Käufen und -Verkäufen können nämlich durchaus auch mit Aktien-Gewinnen verrechnet werden.
Nur umgekehrt geht es nicht: Aktien-Verluste können nicht mit Gewinnen aus Anleihen (oder anderen Gewinnen) verrechnet werden.

Außerdem ist die Kurs-Betrachtung (105% zu 100%) ja nur die eine Hälfte der Geschichte. Anleihen sind ja in der Regel mit einem Zinsversprechen verknüpft. Dieser Zins ist bei Kauf der Anleihe anteilig zusätzlich zum Kurs zu zahlen (=Verlust), erhöht aber je nach Haltedauer u.U. den Erlös beim Verkauf bzw. bei Einlösung zum Fälligkeitstermin (=Gewinn).
Ob in der Summe ein Gewinn oder Verlust entsteht, ist daher nicht allein vom Kurs der Anleihe abhängig.

Gruß, Peter Ranning

kurze Antwort: ja. Allgemeiner Verlustverrechnugnstopf, der Verlust kann also mit allem außer mit Aktiengewinnen verrechnet werden.

Antrag auf Verlustverrechnung nicht gestellt

Hallo zusammen,

der Januar ist kaum zwei Wochen alte und schon kommt der erste Kunde, der feststellt, dass der zum 1.1.2009 festgestellte vortragsfähige Verlust aus Kapitalanlagen wohl auch zum 1.1.2014 festgestellt wird, weil er in den Vorjahren die 1en in den Zeilen 60/61 nicht gemacht hat und in 2013 - trotz meines eindringlichen Hinweise auf den Fristablauf - kein Gewinn realisiert wurde.

Der Kunde hat zwar ein Unternehmen und eine Beteiligung, durch die er hin und wieder neue Bescheide für alte Jahre bekommt aber die Bescheide sind nicht nach 164 AO vorläufig.

  1. Kann er für die wichtigsten Jahre (2010/2011), in denen hohe Gewinne anfielen, die aber nicht mit dem Verlustvortrag verrechnet wurden, noch irgendwas machen?

  2. Sorgt ein neuer Bescheid mit geänderten Einkünten aus einer Beteiligung dafür, dass er seine Verlustverrechnung beantragen kann.

  3. Ändert sich in den Aussagen dadurch etwas, dass die negativen Einkünfte in 2008, die zu dem Verlustvortrag führen, zwar in 2009 korrekt erklärt wurden aber erst jetzt beschieden werden???

Dass man aktiv werden muss (und die 1en an der richtigen Stelle setzen), damit Verluste verrechnet werden, geht dem Steuerpflichtigen nicht ein und ich vermute mal, dass er nicht der einzige mit dem Thema ist, auch wenn nicht vielen auf dem anschließenden Bescheid nichts auffällt.

Zusatzfrage: Kunde hat sein Vermögen an verschiedenen Stellen im Ausland. Es gibt keinen Verrechnungstöpfe oder irgendwas in der Richtung. Man teilt Gewinne und Verluste auch von einem Depot getrennt mit. Kann er Gewinne mit Altverlusten verrechnen und Verluste vortragen? Wenn ja, was muss auf der Anlage Kap wo angegeben werden? Und ist er mit seinem Depot in D (mit Verrechnungstopf) schlechter als mit denen im Ausland gestellt?

Auf den Hinweis, dass er einen guten Steuerberater braucht, kann er verzichten. Den hat er schon von der Veranlagungsbeamtin und von mir bekommen.

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Verrechnung von Verlustvorträgen vor 2008 mit Aktiengewinnen 2009

Hallo,

folgendes angenommene Szenario: Verlustvortrag aus (Ver-)Käufen bis 2008: 5.000 EUR (verfällt bekanntlich 2013) Abgeltungssteuerpflichtiger Gewinn 2009: 3.000 EUR Abgeltungssteuerpflichtiger Verlust 2009: 1.000 EUR

Die Bank bescheinigt als "Gewinne aus Aktienverkäufen" lediglich die Differenz von 2.000 EUR. Diese könnte ich nun mit dem Verlustvortrag verrechnen (lassen).

Erreicht werden soll aber folgendes: Die 3.000 EUR Gewinn aus 2009 sollen VOLLSTÄNDIG mit dem alten Verlustvortrag verrechnet werden. Die 1.000 EUR Verlust sollen als neuer Verlustvortrag ausgewiesen oder bei der Bank im Verlusttopf verbleiben (strikte Anwendung von FiFo).

Geht das, wenn ja wie? Wenn nein sehe ich nur die Möglichkeit, Gewinne und Verluste bei unterschiedlichen Banken zu realisieren und die Verluste stehen zu lassen, wobei das auf Grund der Zeitspanne bei Depotübertragungen nicht ganz einfach wird (und für 2009 zu spät ist).

Gruß

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Verlustverrechnung bei Schuldverschreibungen

Offenbar ist es so, dass bei der steuerlich relevanten Verlustverrechnung, die die Banken vorzunehmen haben, sog. „Aktienanleihen“ (die, anders als der Name vielleicht nahelegt, ja festverzinsliche Schuldverschreibungen sind) wie Aktien behandelt werden. Das hat zur Folge, dass Verluste aus so einem Geschäft nicht mit den dabei erzielten Zins(gewinn)en verrechnet werden können, sondern nur mit Gewinnen aus Aktien.

Insoweit wird das meine abrechnende Bank schon richtig gemacht haben.

Meine beiden Fragen nun:

  1. Wenn die Anleihe bei Fälligkeit ausschließlich in Cash (statt in der bei Kauf festgelegten Stückzahl Aktien) ausbezahlt worden wäre, wäre dieses Papier auch dann wie eine Aktie behandelt worden, oder wäre es in diesem Fall als reine Geldzinsanlage zu betrachten und damit dem allgemeinen Verlusttopf zuzurechnen?

  2. Wo könnte ich speziell diese Problematik nachlesen? (Bitte keine allgemeinen Hinweise zur Verlustverrechnung. Da glaube ich auf dem für mich notwendigen Stand zu sein.)

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Wieso gibt es bei der Bank zwei Töpfe "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern"?

Ich habe ein Depot bei der Postbank. Ich habe zuletzt Gewinne realisert.

Vor der Gewinnrealisierung hat ich einen Betrag im Topf "Aktienverluste".

Zuerst habe ich eine Aktienposition mit Gewinn verkauft.

Dadurch ging der Topf Aktienverluste auf 0. Der restliche Verkaufsgewinn wurde mit dem Sparerpauschbetrag verrechnet.

Dann habe ich ein Zertifikat verkauft. Der Sparerpauschbetrag ging durch diesen Verkauf auf 0 und der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" wurde um den verbleibenden Gewinnbetrag erhöht.

Dann habe ich einen ETF verkauft. Der gesamte Gewinn hieraus musste versteuert werden und der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" wurde um den Gewinnbetrag erhöht.

Anschlissend habe ich eine Aktienposition mit Gewinn verkauft. Nun wurde der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Aktien" um den Gewinnbetrag erhöht.

Fragen hieraus:

Werden Aktienverluste, die ich sehr wahrscheinlich noch realisieren muss, nicht automatisch mit dem Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" verrechnet?

Bzw. ist es nicht möglich/zulässig Aktienverluste mit Gewinnen aus ETF's/Zertifikaten verrechnen bzw. umgekehrt?

Wenn das nicht gehen sollte, sollte man dann überhaupt Aktien und gleichzeitig ETF's/Zertifikate in seinem Depot haben?

Ansonsten könnte es ja z. B. passieren, dass man Steuern auf Aktiengewinne zahlen muss, obwohl man vorher große Verluste mit ETF's gemacht hat, und umgekehrt?

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