lebenslanges Wohnrecht - wie sehen die Folgekosten durch das Finanzamt aus?

2 Antworten

Bei einem Lebensalter von 47 und bei Frauen, ist der Jahreswert einer lebenslangen Leistung mit einem Vervielfältiger von 16, 076 zu bewerten.

Miete 500,- Euro * 12 = Jahreswert 6.000,-, Wert des Wohnrechts 96.456,- Euro.

Man sollte aber schon sehen, das dies auch eine Frage der Gerechtigkeit ist.

Wo ist der Unterschied zu einer lebenslänglichen Rente von 500,- Euro im Monat?

Ausserdem, warum muss das jetzt eingetragen werden, mit dieser Schenkungssteuerfolge.

Wenn man schon nciht heiraten will, dann eben das Wohnrecht ins Testament. in 20 Jahren, würde das erben dieses Wohnrechts nur noch mit 71.580,- bewertet.

1

Hallo wfwbinder,

herzlichen Dank für die schnelle Antwort - sie hat mir SEHR geholfen!

0
Und wer bekommt dies vom FA "angelastet? Ich oder mein Partner als Eigentümer?

Ein unentgeltliches Wohnrecht stellt eine Schenkung dar. Oberhalb deines Freibetrages von 20.000 EUR wärst du also schenkungssteuerpflichtig.

Der Fiskus errechnet, was ein lebenslanges Wohnungsrecht wert wäre, wenn es heute mit einer Summe bezahlt werden müsste.

Zunächst ermittelt es den Jahreswert des Nutzungsrechts. Da du als berechtigte selbst in der Immobilie wohnst, ist das die jährlich gesparte Miete, die du für eine vergleichbare 98m²-Wohnung zahlen müsstest (ortsübliche Vergleichsmiete, z. B. 750 EUR x 12 = 9.000 EUR/Jahr).

Dieser Jahreswert wird mit dem Faktor des abgezinsten Kapitalwerts gem. § 14 Abs. 1 BewG (bei dir als Frau, 47 J. mit hier) 16,076 mulitipliziert: 9.000 x 16.076 = 145.584 EUR.

http://www.urbs.de/zahlen/change.htm?lohn6.htm

Über eine Schenkung von 125.584 EUR wäre bei deinem Steuersatz von 30% bei Steuerklasse III 37.500 EUR Steuern nach Wohnrechteintragung fällig :-O

G imager761

1

Hallo imager761,

herzlichen Dank für diese Antwort, sie hat mir wirklich geholfen!!

0

Grunderwerbsteuer / Kauf / Wohnrecht / Bewertung?

Meine Frage lautet wie folgt:

Ich habe eine Immobilie mit zwei Wohneinheiten erworben. Auf einer Wohnung besteht ein im Grundbuch eingetragenes unentgeltliches Wohnrecht auf Lebenszeit, von dem derzeit kein Gebrauch gemacht wird. Des weiteren ist das Wohnrecht schon länger eingetragen, jedoch nicht auf den Verkäufer sondern einen nahen Verwandten. Zwischen dem Verkäufer und mir besteht kein Verwandschaftsverhältnis.

Dieses Wohnrecht wurde beim vereinbarten Kaufpreis bereits mit berücksichtigt.

Im folgenden habe ich nun ein Schreiben vom Finanzamt erhalten, dass sie neben dem Kaufpreis als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer auch den Wert des Wohnrechts benötigen.

Frage 1: Wie berechnet man diesen Wert korrekt (am besten genaue Formel)

Frage 2: Wird der errechnete Wert mindernd auf den grunderwerbssteuerpflichtigen Betrag angerechnet, so dass vom Kaufpreis X noch de Wert des Wohnrechts abgezogen wird und sich erst daraus der zuzahlende Betrag ergibt.

Vielen Dank für die Unterstützung

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?