Wie hoch sollte die Reserve sein die man bei der Baufinanzierung nicht ins Eigenkapital steckt?

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5 Antworten

Es kommt drauf an ob Du eine gebrauchte Immobilie kaufst oder neu baust. Beim Bau sollte sicher mehr Eigenkapital als Puffer übrig sein. Beim Kauf einer bestehenden Immobilie kann man die Kosten meiner Ansicht nach bereits im Vorfeld planen (evtl Renovierung o.ä.) Ich finde wichtig das man einen Fachmann dazu fragt. Nur wer ist der Fachmann. Ich war bei meiner Hausbank (Volksbank) und bei der Deutschen Bank. Dann bin ich (durch ein Werbeplakat auf ( www.baufinanzierungspool24.de ) aufmerksam geworden. Erstmal die extrem informative Internetseite gelesen und dann angerufen. Das erste Telefonat dauerte 45 Minuten und wir haben einen Termin ausgemacht. Ich hatte einen echten Fragenkatalog und der wurde mir bei einem sehr ausführlichen Gespräch Frage für Frage beantwortet. Bei meiner Hausbank waren die Auskünfte und die Varianten die man mir anbot eher spärlich. Wenn Du also einen Fachmann brauchst, ruf dort einfach mal an. Wir wohnen nun in unserer eigenen Wohnung (wir haben einen Volltilger auf 20 Jahre) mit einer Hammerkondition.

Drei Monatsgehälter soll man als Otto - Normalverbraucher immer für Eventualitäten greifbar haben.

Für den Bau oder Kauf (mit Renovierung) einer Immobilie, empfehle ich eine Summe zwischen 10% des Finanzierungsbedarfs und 10% des Gesamtwerts des Objekts.

Haus 200.000,- + NK 18.000,- = 218.000,- davon 10% = 21.800,- ; Kredit 120.000,- davon 10% = 12.000,- ; Beide Summen addieren und teilen = 33800 /2 = 16900,- zurücklegen!

Als Reserve sollte man immer etwa drei bis sechs Monatsnettogehälter behalten, je nachdem wie hoch die eigenen Ansprüche an den Lebensstandard sind.

Beim Bau aber auch beim Kauf kommen oft weitere ungeplante Kosten hinzu: Man schätzt den Renovierungsaufwand zu niedrig, die Umzugskosten zu gering oder gönnt sich doch mehr Extras+Einrichtung als geplant.

Daher sollte man gut Planen und zusätzlich noch eine Reserve "einplanen". Diesen dann entweder als Abrufkredit oder Nach-Finanzierung über die Bank von Anfang an vereinbaren oder eben ausreichend EK zurücklegen.

Dabei bitte noch ausreichend EK in die Primär-Finanzierung fließen lassen um gute Konditionen zu bekommen. Idealerweise mit der Bank vereinbaren dass die letzte(n) Rate(n) vom EK gezahlt wird - weil man diese oft noch zurückhalten muss um den Bauträger zur Mangelbeseitigung zu bewegen ^^

  • Für normale Lebensrisiken sollte man als Single mindestens 2 netto-monatlsgehälter und als Familie möglich 5 netto-monatsgehälter auf der Hohen Kante haben
  • Für's Bauen sollten zusätzlich min. 10% der Baukosten als Reserve eingeplant werden (Bauverzögerung, ungeplante Zusatzaufwände)
  • Für's Kaufen sollten zusätzlich min. 5% des Kaufpreises als Reserve eingeplant werden (erhöhte/teurere Renovierungen)

Braucht man die Reserve nicht oder nur zum Teil kann man diese schnell als Sondertilgung investieren um die (Rest)Schuld zu veringen - aber bitte erst 2 Jahre nach dem Bezug falls sich noch versteckte Mängel zeigen.

Überleg mal welche nicht erwarteteten Kosten auf dich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten zukommen könnten. Diesen Betrag würde ich zurück legen.

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