wie bekommt bürge sein geld zurück

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4 Antworten

bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf - bei Familien sollte es das auch. Das ist ja gerade der Knachpunkt bei einer Bürgschaft - daher kann man nur jedem davon abraten. Selbst wenn es um einen Verwandten geht. Finger weg!

Eine Bürgschaft sieht zunächst im Außenverhältnis zum Gläubiger nicht vor, daß der Bürge in irgendeiner Form etwas zurückbekommt. Durch die Zahlung ist die Schuld gegenüber dem Gläubiger beglichen.

Im Innenverhältnis zwischen Bürge und ursprünglichem Schuldner kann alles mögliche oder nichts vereinbart sein. Es kann beispielsweise damals vereinbart worden sein, daß für den Fall der Inanspruchnahme der Bürgschaft der Schuldner dem Bürgen den Betrag in Raten zurückzahlt. Im schlimmsten Fall hast Du zwar durch den Forderungsübergang auf den Bürgen lt. §774 BGB einen Anspruch, dieser ist jedoch mangels verwertbarer Masse beim Hauptschuldner nicht durchsetzbar.

Es wird Euch nichts anderes übrig bleiben gegen den eigenen Verwandten zu klagen, wenn er sich nichtfreiwillig bereit erklärt den Euch entstandenen Schaden zu ersetzen.

Aber so etwas wie bei Euch kann eintreten, wenn man eine Bürgschaft übernimmt. Dessen muss man sich immer bewußt sein, wenn man für jemaanden bürgt, dass man dann auch für die gebürgte Geldsumme einstehen muß.

Vermutlich gar nicht !!!

Das ist doch genau der Sinn einer Bürgschaft: wenn ein Gläubiger vom Schuldner seine Forderung nicht erfüllt bekommt, kann er sich an den Bürgen wenden - der muss nun die Schulden bezahlen, und genau das ist passiert.

Euer Familienmitglied ist offensichtlich zahlungsunfähig, bei ihm wird nichts zu holen sein.

Und klar : dem Schuldner ist das ziemlich peinlich und unangenehm, der ist für längere zeit abgetaucht, schon alleine der Frage auszuweichen, wann bekommen wir unser Geld !

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