Was mwird mit Schulden einer Einzelfirma, wenn der Gewerbetreibende stirbt?

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4 Antworten

Grundsätzlich erbt man Schulden und Gewerbebetrieb mit.

Lösung, um nicht haften zu müssen: Errichtung eines Nachlassinventars vor dem Notar. Wenn dieses beim zuständigen Amtsgericht eingereicht wurde, beschränkt sich die Haftung des Erben auf die Gegenstände bzw. das Vermögen aus dem Inventar. Falls dann Gläubiger des Verstorbenen anklopfen, reicht ein Dreizeiler:

"Die Erben haben vor dem Amtsgericht soundso unter dem Aktenzeichen XYZ ein Nachlassinventar errichtet".

Da es bei Einzelunternehmen keine Trennung von Firmen- und Privatvermögen gibt, fällt das Vermögen (natürlich dann auch die Verbindlichkeiten) in den Nachlass. Die Gläubiger haben somit einen Anspruch an die Erben. Bei einer Kapitalgesellschaft sähe das anders aus-

Der Gewerbebetrieb inkl. Vermögens und Schuldens fällt mit dem Rest des Vermögens und dem Rest der Schulden in die Erbmasse.

Dann müssen die Gläubiger wohl auf ihre Aussenstände verzichten/abschreiben.

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