Minijob wird ab 1.10.2013 voll auf die Grundsicherung angerechnet! Ist das Richtig??

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6 Antworten

Ein neues Gesetz gibt es da nicht. + Kann es es sein, dass die Leistung gewechselt hat?

die beschriebene Regelung (100,- Euro frei, darüber 20 %) gehört zu ALG II, die Regelung die in Zukunft angewandt wird zur Grundsicherung.

Ausserdem, warum Adieu Minijob? Wenn der so läuft, ist es doch gut ihn zu behalten.

Falls das Sozialticket das Problem ist, einfach den Job für 83,50 machen und die 36,50 gegen Vorlage der Karte vom AG erstatten lassen.

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Es gibt verschiedene Arten von Grundsicherung:

  • ALG II / Hartz IV
  • Grundsicherung im Alter (auch genannt GruSi)
  • Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit
  • Sozialhilfe

Gib bitte künftig genau an, um welche Art von Grundsicherung es sich handelt. Denn nur dann kann man Dir verlässliche Antworten geben.

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Einem Kommentar von Dir entnehme ich, dass Du zur Rente aufstockend Grundsicherung im Alter bekommst. - Dein zusätzliches Einkommen darf nicht voll angerechnet werden, sondern Du darfst ab dem ersten Euro 30% behalten. Allerdings ist Dein Selbstbehalt gedeckelt, und zwar steht Dir maximal 50% von Regelsatz als Freibetrag zu.

Hier habe ich mit Rechenbeispielen aufgelistet, wie "hoch" der Freibetrag beim Zuverdienst ist:

http://www.finanzfrage.net/frage/im-rentenalter-arbeiten-wenn-man-grundsicherung-bekommt#answer313357

Weil inzwischen der Regelsatz etwas höher ist als in meinem Beispiel, ist auch die Deckelung etwas höher.

(Weil hier pro Antwort und pro Kommentar immer nur EIN Link erlaubt ist, setze ich nun neu an.)

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cyracus 25.11.2013, 05:25

Berufe Dich auf § 82 SGB XII. Den kannst Du lesen, indem Du googelst mit

82 SGB 12

Von den 120 Euro kannst Du erstmal die Fahrtkosten abziehen, die durch Deine Tätigkeit entstehen (musst Du nachweisen / belegen). - Lies dazu auch hier den Beitrag von **Ubu **vom 5.2.2010, 08:55:

http://www.sozialhilfe24.de/forum/grundsicherung-sozialhilfe/diskriminierung-keinerlei-zuverdienst-bei-grundsicherung-11925.html

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cyracus 25.11.2013, 05:26
@cyracus

Vorsorglich auch diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger behandelt.

Siehe hierzu auch diese Information von gegen-hartz:

Wenn Hartz IV-Anträge verloren gehen

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wenn-hartz-iv-antraege-verloren-gehen-9001291.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos „im Vertrauen“ landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Die Begleitung kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Es gibt auch ehrenamtliche Behördenbegleiter. - Google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.

Falls Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft) lebst: Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum (= Erwerbslosen-Forum) runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

Lass Dich nicht irritieren, dass auch auf "Hartz IV" Bezug genommen wird. - Manchmal bekommt man auf diese Weise auch für Grundsicherung im Alter wichtige Infos (wie hier zu den Beiständen).

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also ich wäre stolz drauf, durch eigene Arbeit weniger Sozialleistungen beantragen zu müssen, nur so wirst Du auch die Chance haben, ins ARbeitsleben zurückzufinden, durch Fleiß und Engagement. Nix desto trotz zum Nachlesen hier noch was zum Thema http://www.arbeitsagentur.de/nn_549712/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Allgemein/Alg-II-Minijob.html

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Hallo dette, es ist ein Unterschied, ob Du Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehst (also Hartz IV) oder Grundsicherung nach dem SGB XII. Bei Hartz IV gibt's einen generellen Freibetrag von 100 Euro, doch bei der Grundsicherung nach dem SGB XII gibt es diesen Freibetrag in der Form nicht. Es ist nur ein kleiner Teil vom Regelsatz frei.

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Der Knackpunkt hier ist nicht der Minijob, sondern Rentenzahlung + Grundsicherung.

Für die Berechnung der Grundsicherung wird alles Einkommen und Vermögen von Dir, (und ggfs.Deinem Ehepartner und eingetragenen Lebenspartner in identischer Bedarfsgemeinschaft mit Dir) herangezogen. Das heisst, dass Deine Rente und der Verdienst des Minijobs für die Berechnung der Grundsicherung herangezogen werden.

Einen kleinen Überblick gibt`s hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/1_Lebenslagen/05_Kurz_vor_und_in_der_Rente/02_Fuer_Rentner/05_Grundsicherung_bei_Kleinstrenten/Grundsicherung_bei_Kleinstrenten_node.html

Bei weiteren Fragen einfach mailen ;-)

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Ich kann die Zahlen nicht nachrechnen, weil alles ohne Punkt und Komma ist.

Wieso bleiben dir 27,86, wenn die vollen 120 angerechnet werden? Und 27,86+36,50 ist bei mir 64,36, wie kommst du da auf 66,85 und wieso auf minus? Die Zahlen passen alle nicht zusammen.

Frei wären100 plus 20% des Betrages, der 100 übersteigt, also 20% von 20, das sind 4. Dir müssten von den 120 also noch 104 bleiben. Die Anrechnung der vollen 120 ist also falsch.

Von den 104 würde dein Sozialticket (was ist das?) von 36,50 abgehen und es verblieben dir 67,50.

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Zitterbacke 22.11.2013, 13:54

Ticket = Fahrschein oder -karte . ;-))

Das Denglisch wird immer schlimmer.

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EnnoBecker 22.11.2013, 13:57
@Zitterbacke

Naja, könnte ja auch ein Berechtigungsschein zur verbillgten Inansprucnhame von allem Möglichen sein, nicht nur ein Fahrschein.

Will ich sowas auch haben?

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dette 22.11.2013, 14:22
@EnnoBecker

Es wird der Tag kommen da wirst du auch so Ding in der Hand halten

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EnnoBecker 22.11.2013, 14:27
@dette

Ding in der Hand halten

Du bist nicht böse, wenn ich das unkommentiert so stehenlasse?

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dette 22.11.2013, 14:09

Entschuldigung aber erstmal Danke für deine Antwort.Alles was du schreibst ist Richtig!100 Frei, darüberhinaus 20% usw.Das wusste ich auch aber ich habe es Schwarz auf weiß,jeder Mini Job ist ab 1.10.2013 voll anrechenbar.Egal ob 120 oder 400 € Muss dazu sagen das ich Ergänzende Grundsicherung bekomme wegen zu wenig EU Rente.War heute bei Amt da wurde es mir nochmal bestätigt.

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EnnoBecker 22.11.2013, 14:26
@dette

Aha, kein Hartz4, sondern GruSi.

Da gibt es keinen Freibetrag.

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