Lässt die berufliche Rehabilitation auch Raum für Kreativität?

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2 Antworten

Das kann durchaus passieren, wenn Du unvorbereitet in das Gespräch gehst.

Deshalb ist es am cleversten sich über den Internetauftritt der Agentur für Arbeit im Bereich "Umschulungen" nach, für dich interessanten Umschulungsmaßnahmen, zu recherchieren.

Dort sind so ziemlich alle Umschulungsmaßnahmen mit allen relevanten Informationen (Ausgangsberuf, Zielberuf, Ort der Umschulung, Zulassungsvoraussetzungen usw.) abrufbar.

Ist zwar recht langwierig alles "Unpassende" auszusortieren, hat aber den Vorteil, dass Du alle Informationen an einem Platz findest.

Idealerweise solltest Du dir die entsprechenden Zulassungsnummern der in Betracht kommenden Maßnahmen notieren - mit der kann der Sachberarbeiter dann auch etwas anfangen.

Kleiner Tipp am Rande: Suche dir Berufe aus, in denen du bis zum Renteneintritt auch "überleben" kannst und auch langfristig Arbeitnehmer gesucht werden.

Um die Frage abschließend zu beantworten: Ja, Du hast Mitspracherechte. Blind akzeptieren musst du erst mal nichts. Deshalb ist das Gebot der Stunde, sich akribisch mit dem Thema auseinanderzusetzten und perfekt vorbereitet in das Gespräch zu gehen.

Denk im Hinterkopf immer daran, dass der Leistungsträger (DRV, Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft) versuchen wird nach Kosten zu entscheiden. Überlege dir also im Vorfeld genau, warum du welche Umschulung bevorzugst (höherer Verdienst, Beschäftigung bis zum Renteneintritt, zukunftssicheres Tätigkeitsfeld usw.).

Du musst den Sachbearbeiter versuchen "aufzumunitionieren", da dieser seine Entscheidung gegenüber seinen Vorgesetzten begründen muss.

In diesem Sinne, viel Glück.

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Kommentar von FrauFanta
11.07.2017, 11:16

Super! Viele dank!

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Hallo,

ergänzend zu der Super-Antwort von Jürgen hier noch zusätzliche Aspekte:

- Arbeitsmarktlage für den gewünschten Beruf ermitteln (z.B. Agentur für Arbeit und andere seriöse Quellen). Es wird keine Umschulung finanziert, wenn danach eine große Wahrscheinlichkeit für Arbeitslosigkeit besteht.

- inwieweit gibt es Einschränkungen beim gewünschten Beruf durch die bestehende Erkranklung? Welche Hilfsmittel gibt? Kosten? Ggf. Arbeitgeber, Sanitätshäuser und das Integrationsamt/Fürsorgestelle etc. für Schwerbehinderte (Name kann je nach Bundesland unterschiedlich sein).

- welche Punkte kann man später bei Bewerbungsgesprächen positiv hervorheben? Pluspunkte, die für einen Beruf und gegen andere Berufe sprechen, können dann auch Pluspunkte für die gewünschte Umschulung sein: Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten, Charaktereigenschaften, Schulnoten ....

Vielleicht hilft dieser Link bei der Berufssuche:

https://www.patenmodell.de/

Gruß

RHW





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