Können Privatanleger jederzeit von einem geschlossenen Fonds Anteile verkaufen?

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4 Antworten

Anteile an geschlossenen Fonds sind eigentlich keine Fonds, sondern unternehmerische Beteiligungen. Meist in Form von Kommanditanteilen.

Kommanditanteile sind praktisch jederzeit übertragbar. Es kann aber im Gesellschaftsvertrag vorgesehen sein, das ein Verkauf nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich ist, oder den übrigen Gesellschaftern ein Vorkaufsrecht zusteht.

Daher muss man sich den Vetrag dazu genau ansehen.

Eine Rücknahme durch die Geselschaft wie bei normalen Fonds ist nicht vorgesehen.

Aber veräuflich eben unter den oben genannten, zubeachtenden Punkten, jederzeit, wenn man einen Käufer findet.

Es haben sich schon Unternehmen gebildet, die sich auf den Kauf von Anteilen von geschlossenen Fonds spezialisiert haben.

Wie hier schon erwähnt wurde sind Beteiligungen an geschlossenen Fonds, also in der Regel Kommanditbeteiligungen grundsätzlich übertragbar. Es gibt auch einige ältere Fonds in Form einer GbR, hier wird es deutlich schwieriger. Profesionelle Ankäufer der Fondsbeteiligungen kaufen über den Zweitmarkt hauptsächlich Fonds die in Deutschland investiert haben. Hier ist die komplette Bandbreite interessant wie z.B. Hotels, Büroimmobilien oder Wohnimmobilien. Projektentwicklungsfonds haben hingegen kaum eine Chance einen Käufer zu finden, da sich hier eine Wertermittlung kaum darstellen lässt. Pauschal kann man jedenfalls sagen, ist eine Übertragung möglich. Ob ein Verkaufsgesuch erfolgreich ist hängt von dem Fondsmodell und der Performance des Fonds ab. Ein Fonds der nicht ausschüttet wird auch keinen Käufer finden und wenn, dann zu einem Preis der kaum der Rede sein wird. Wenn ein Anleger seinen Immobilienfonds verkaufen will, sollte er sich an einen Makler wenden der sich auf diesen Bereich spezialisiert hat wie z.B. http://www.zweitmarkt-handelshaus.de/geschlossene-fonds/zweitmarkt/immobilienfonds-verkaufen.html Der Makler gibt eine neutrale Werteinschätzung des Immobilienfonds und spricht alle großen Käufergesellschaften auf dem Zweitmarkt an um den höchsten Preis zu ermitteln.

Geschlossene Fonds

Bei Geschlossenen Fonds (Closed-End-Funds) wird der Verkauf von weiteren Anteilen eingestellt, nachdem das vorher festgesetzte Ausgabevolumen erreicht ist. Ein Rückkauf an die Gesellschaft ist während der Laufzeit nicht vorgesehen, ein Börsenhandel mit Dritten ist dagegen möglich. Gegensatz: Offener Fonds.

http://www.boerse-online.de/lexikon/:Boersenlexikon--Kompaktes-Wissen-von-A-bis-Z/480111.html?action=descript&buchstabe=G&begriff=Geschlossene+Fonds#eintrag

Bis vor wenigen Jahren war ein Verkauf von geschlossenen Fonds nicht möglich, da es keinen regelten Markt dafür gab. In den letzten Jahren hat sich dies geändert, da sich einige Börsen etabliert haben, die sich auf den Handel mit geschlossenen Beteiligungen spezialisiert haben. Der bekannteste Anbieter ist die Deutsche Zweitmarkt AG (bekannt unter dem Namen Fondsbörse Deutschland). Es gibt jedoch auch noch einige weitere Aufkäufer.

Einige Dienstleister fungieren als "Marktvergleicher" und holen bei verschiedenen Aufkäufern für den Kunden Angebote ein. Werbung durch Support gelöscht

In der Praxis gestaltet sich der Verkauf jedoch als schwieriger: Hauptsächlich werden bisher nur Schiffsbeteiligungen und Immobilienfonds gehandelt. Für andere geschlossene Beteiligungen hat der Verkauf nach wie vor Exotenstatus.

Durch die Wirtschaftskrise stehen viele Schiffsbeteiligungen vor der Insolvenz. Die Kurse sind dementsprechend niedrig. Bei Immobilienfonds sieht die Lage etwas besser aus. Trotzdem liegen meistens zwischen Preisvorstellung des Verkäufers und den aktuellen Marktpreisen Welten.

Man sollte sich daher einstellen, dass man seine Beteiligung nicht vorzeitig verkaufen kann.

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