Berechnung Nettogehalt ... Erstattung Fahrkosten / Monatsticket durch Arbeitgeber - Wie?

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3 Antworten

Fahrtkostenerstattung: benötigst Du die Monatstickets für die Ausübung Deines Berufs, d.h. zur Abwicklung von Dienstgängen und Dienstfahrten, so handelt es sich dabei um steuerfreie Reisekostenerstattungen. Diese tauchen in Deiner Gehaltsabrechnung nicht auf. In der Einkommensteuererklärung kannst Du als Werbungskosten die Kosten für Dienstgänge/Dienstfahrten um den erstatteten Betrag gemindert ansetzen.

Fahrten zur Arbeit: der Arbeitgeber kann Fahrtkosten zur Arbeit bezuschussen und zahlt dafür eine Pauschalbesteuerung von 15%. Diese tauchen in der Gehaltsabrechnung auf, werden jedoch vom Arbeitgeber schon versteuert. In der Einkommensteuererklärung kannst Du als Werbungskosten die veranschlagbaren Kosten für die Fahrten zur Arbeit um den erstatteten Betrag gemindert ansetzen.

Werbungskosten bis 1.000 EUR (2012) sind in den Lohnsteuertabellen schon enthalten. Steuermindernd wirken also nur Beträge, die darüber hinausgehen.

Rechne also mit den 965 EUR p.m. Dein Nettogehalt aus. Berücksichtige auch ggf. gezahltes Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

http://www.lohn-info.de/fahrkostenersatz.html lies dir das mal durch.

Das mit den 74,- € wirft einige Fragen auf. Wenn du dir den o.g. Artikel durchgelesen hast, wirst du das verstehen.

Ansonsten sind die Lohnprogramm im Netz in der Lage das zu rechnen, nur du mußt evtl. einfach manuell noch ein bisschen"weiter" rechnen.

Was ich mich frage - warum ruft ihr nicht euren Steuerberater an und lasst euch eine Musterabrechnung machen oder gebt den Arbeitsvertrag mit den Daten hin und der erstellt schon die richtigen Abrechnungen.

Sollte es aber so sein, das du die Abrechnungen erstellst, dann würde ich Angst bekommen für die nächste Prüfung!

Den von Dir angekündigten Spezialfall sehe ich hier nicht. Du bekommst 965,00 Euro brutto und diese Summe gibst Du in den Abgabenrechner ein.

Die 74,00 Euro für Fahrtkosten kann Dein AG nur pauschal versteuern, da Du sagst, SozV fällt nicht an. Das ist okay, das kann er so machen.

Bezüglich der Fahrtkosten heisst das für Dich, Dein AG zahlt 15% Pauschalsteuer + 5,5% Soli für 74,00/Monat. Für Dein Steuerbrutto spielen diese 74,00 keine Rolle, Du bekommst die Summe von 74,00/Monat cash.

Dein AG hat monatliche Betriebsausgaben in Höhe von 74,00 + Pauschalsteuern. Die Jahressumme von 74,00/Monat wird Dir auf Deine Fahrtkosten/Werbungskosten bei einer späteren Steuererklärung angerechnet. Du kannst also diesen Betrag nicht mehr geltend machen, da Du diese Kosten nicht hattest.

Sorry, ich muss mich gleich verbessern. Ich hatte "Steuern trägt vertragsbedingt der Arbeitnehmer" überlesen!

Eine Komponente hier stimmt dann aber nicht so recht. Bei der Pauschalversteuerung fällt keine SozV an. Die vom Arbeitgeber gezahlten Pauschalsteuern können auch vom Arbeitnehmer zurückgefordert werden, üblich ist das aber ganz und gar nicht.

Wenn Du jedoch die 74,00 voll versteuerst (= nicht pauschal, sondern mit Deinem Steuersatz), dann fällt auch SozV an.

Kannst Du bei Deinem Lohnbüro nochmal genauer nachfragen?

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