Zugewinn: Schwiegerelterndarlehen vor der Ehe in Schenkung zur Erhöhung des Anfangsvermögens umwandeln?

Meine Exfrau bekam vor der Hochzeit ein Darlehen von ihren Eltern über 50.000 Euro. Darüber existiert ein Darlehensvertrag, unterzeichnet von beiden Schwiegereltern. Im Rahmen der Zugewinnauseinandersetzung hat sie sich nun von der Schwiegermutter (der Schwiegervater ist während der Ehezeit verstorben) per Eidesstatt erklären lassen, das Darlehen sei ca. 4 Monate nach der Eheschließung in eine Schenkung umgewandelt worden, auf eine Rückzahlung sei verzichtet worden. Dies wurde dann nach der Scheidung, im Rahmen der Berechnung des Zugewinns von der Schwiegermutter per Eidesstatt erklärt.

Meine Exfrau habe ich am Haus nach der Scheidung ausbezahlt, im Glauben, dass der Zugewinn damit auch erledigt sei. Hierbei habe ich wohl einige gravierende Fehler begangen. Ich war davon ausgegangen, dass ich mit dem endgültigen Hauskauf endlich meine Ruhe hätte und auch kein weiterer Zugewinn mehr gefordert wird, da ich insgesamt vom Zeitpunkt der Eheschließung bis zur Zustellung der Scheidungsurkunde als Selbständiger keinen weiteren Vermögensgewinn gemacht habe, sondern unter dem Strich einen Verlust.

Weit gefehlt: Die Gegenseite hat nunmehr das Haus, das ja zum Zeitpunkt der Zustellung der Scheidungsurkunde noch in beiderlei Besitz war und für das ich an meine Frau einen exorbitant hohen Preis ausbezahlt habe (Wertsteigerung 40% in 5 Jahren) in die Zugewinnberechnung mit einbezogen. Auf einmal habe jetzt einen Riesengewinn von 100.000 Euro. Deswegen auch die oben ausgeführte Verschiebung des Darlehens (Verbindlichkeit) in eine Schenkung. Durch eine massive Erhöhung des Anfangsvermögens meiner Frau (und damit weniger Zugewinn) müsste ich ihr nach den Berechnungen der gegnerischen Seite ca. 40.000 Euro ausgleichen. Das Haus (hälftig) wurde, wie eingangs erwähnt nach der Scheidung an mich verkauft.

Reicht hier eine eidesstattliche Erklärung ohne schriftliche Vereinbarung aus, um eine Verbindlichkeit einfach mal so ins Anfangsvermögen zu stellen?

Wenn es tatsächlich ins Anfangsvermögen gestellt wird, das Geld wurde ja nicht zweckfrei verschenkt, sondern zum Erwerb der Immobilie. Zum Zeitpunkt der "Schenkung", also 4 Monate später, war ein Großteil bereits in die Immobilie geflossen. Ist das noch priveligiertes Vermögen?

Schließlich habe ich während der Ehe sämtliche Tilgungen/Sondertilgungen geleistet...

Zum Zeitpunkt der Eheschließung war es eindeutig ein Darlehen. Kann die sehr viel später gemachte eidesstattlich Erklärung auf eine Rückzahlung des Darlehens zu verzichten, dieses in die Berechnung des Zugewinns rückführbar machen?

Weiterhin gab es vor der Ehe einen notariellen Kaufvertrag und eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch sowie einen Grundbucheintrag der finanzierenden Bank. Ist das als Verbindlichkeit zu werten?

Falls ja, hätten beide Parteien dann ein Negativvermögen? Wie wirkt sich dies auf den Zugewinn aus?

Vielen Dank für eine oder mehrere Antworten!

scheidung Zugewinn Zugewinnausgleich
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durch kredit zugewinnausgleich schmälern?

Hallo, ich bin neu hier und habe eine recht schwierige Frage. folgender Fall: ein Ehepaar lässt sich scheiden und lebt derzeit im Trennungsjahr,eine gütliche Einigung ist nicht möglich. Im Laufe der Ehe wurden 2 Wohnungen gekauft,welche aber nur über den Ehemann laufen Kredite,Grundbuch (Auflassungsvermerk) auch wurde ein Auto auf Kredit angeschafft. Die Kredite sind derzeit noch am laufen. Nun möchte die Ehefrau eine der Wohnungen haben, obwohl sie keinen Pfennig dazu beitrug und entgegen allen getroffenen und leider nicht beglaubigten Vereinbarungen.

Meine Frage ist,kann sie eine Wohnung verlangen oder nur einen Teil des Wertes der Wohnungen? Weiterhin stellt sich die Frage,da die Kredite/Verbindlichkeiten mit einbezogen werden in der Berechnung,ob man einen weiteren Kredit aufnehmen kann um die Mietwohnung des Ehemannes einzurichten,da die beiden erworbenen Wohnungen vermietet sind,und für eine Heirat mit der jetzigen Lebensgefährtin und dieser neue Kredit dann auch mit in die Berechnung eingeht. Nach Aussage der Anwältin sind alle Verbindlichkeiten die während der Ehe entstehen anrechnungsfähig und da es sich noch im Trennungsjahr befindet und der Scheidungsantrag noch nicht ausgestellt ist sollte es doch möglich sein. Kann man auf diese Weise den Zugewinn etwas schmälern? Ebenso wird mit dem Gedanken gespielt,eine Wohnung auf das Kind aus 1.Ehe zu übertragen um so auch den Zugewinn zu schmälern.

Es mag hart und unfair klingen aber nach diversen gescheiterten Einigungsversuchen und Unterstellungen ist man nicht mehr gewillt mehr als nötig zu zahlen. Vielleicht kann es nachvollzogen werden.

Ich danke für die Hilfe und Antworten im voraus.

scheidung Zugewinnausgleich schmälern
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paar Fragen, bezüglich Schenkung / Erbe und evtl. Zugewinnausgleich

Kurz zu den Fakten:

  1. Juni 1995 habe ich ein Haus im Süden für 60.000,00 DEM/30.000 € gekauft Finanzierung: Ersparnisse + Geld v. Eltern + Verbraucherdarlehen durch einen Nebenjob in 5 Jahren abbezahlt.

  2. August 1995 geheiratet.

  3. Sommer 2002 Haus wurde mit etwas Gewinn verkauft und dafür im

  4. Herbst 2002 ein Grundstück im Ausland gekaut.

  5. Sommer 2003 Grundstück/Ausland verkauft. Da mein Mann den Weg der Selbständigkeit gewählt hat und der recht steinig war, haben wir das Grundstück verkauft und ein Großteil für die entstandene Misere aus der Selbständigkeit verwendet.

  6. Sommer 2004 Hauskauf in Deutschland - Eltern Die Restlichen 30.000€ aus dem Verkauf sollten sinnvoll angelegt werden, daher wollte ich unbedingt ein Haus kaufen ( bis dahin Haus 1.000,00€ Kaltmiete). Da mein Mann aus seiner Selbständigkeit vorbelastet war und ich gerade im Erziehungsurlaub, waren die Verhandlungen mit den Banken hinfällig. Da kommen meine Eltern ins Spiel. Sie kauften das Haus, die Anzahlung (unsere 30.000,00 €) wurde geleistet und 210.000,00 € Darlehen aufgenommen, eine LV von mir verpfendet (bereits ins Darlehen geflossen ), eine Bürgschaft von mir und meinem Mann und die Finanzierung war erledigt.Wir renovierten das Haus mit gemeinsamen Kräften und es flossen noch ein paar Tausend von meinen Eltern rein (da wie es so ist die Renovierung mehr kostete). Wir zahlen die Ortsübliche Miete ( die die Darlehenskosten deckt ) kümmern uns um alles, sehen das Haus als unser, meine Eltern sind nur auf dem Papier Inhaber, alle Kosten werden von uns getragen. Beim Kauf hieß es wir schreiben es um in paar Jahren nun sind aber ein paar Jahre vergangen und es wird an der Zeit etwas zu tun, da wir/ich das Haus als Altersabsicherung habe, sonst nichts.

  7. Wie bekomme ich jetzt das Haus auf mich umgeschrieben/vererbt/verschenkt?

  8. Ich habe einen Bruder, sollte meinen Eltern etwas zustoßen würde rein Rechtlich er ein Teil davon bekommen.

- Wie schaut es mit Verzicht auf das Haus im Erbfall ( er ist damit einverstanden ), gilt sowas? 2. Da meine Eltern um die 60 sind, müssen wir auch weiter denken, was ist im Krankheitsfall? - Schenkung, was ist mit Rückforderung wg. Verarmung ( meine Eltern sind noch beide Berufstätig und gut beinander, Mann weiß aber nie)? 3. Mein Mann hat eine Tochter aus der ersten Ehe (kein Kontakt), außerdem hat er sich schon mehrere Sachen geleistet wo ich denke, daß unsere Ehe nicht mehr lange gut geht. Sein Arbeitseifer hat sich auch immer in Grenzen gehalten und ich habe bereits einiges in seine Selbständigkeit gesteckt. - Was würde mein Mann im Falle einer Scheidung an Zugewinn bekommen, müsste ich was an monatlichen Zahlengen leisten ( ich habe schon immer Vollzeit gearbeitet und recht gut verdient, er war selbst.bzw. Zeitarbeiter)? - Sollten meine Eltern das Haus je zur Hälfte mir und m.Sohn ( mit Einschränkungen/Auflagen) vererben/schenken?

Hausdarlehen/Basparer läuft bis 2024

absicherung Erbe Haus Immobilien schenkung Zugewinnausgleich
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vorweggenomenes erbe/ zugewinn

hallo alle,

während unserer ehe wurde meinem mann das haus der großeltern, welches nach dem versterben dieser vor jahren, im besitz der eltern war, überschrieben, also nicht explizit vererbt laut notariellem vertrag.. bevor dieser übertragungsvertrag gemacht wurde, hatten wir schon viele jahre darin gewohnt + auch sehr viel geld + arbeit hinein gesteckt, besonders durch mich.

diese ganzen investitionen geschahen allerdings bevor mein mann die scheidung eingereicht hat, einen übertragungsvertrag gab es deshalb, weil .mein mann auf verwendungsersatzansprüche verzichtet hat, ohne mein wissen, wie gesagt, wir lebten da noch zusammen.

im übrigen ist dieser übertragungsvertrag an einige andere bedingungen geknüpft + jetzt da wir in scheidung leben heißt es plötzlich das sei ein vorweggenommenes erbe + gehöre nicht zum zugewinn.

ich habe dazu mehrfach gelesen, das ein erbe nicht an bedingungen geknüpft sein darf, aber laut vertrag heißt es bsplw., sollte mein mann vor seinen eltern versterben, so geht es automatisch an die eltern/oder elternteil zurück, nicht an die kinder, oder an mich als ehefrau, außerdem war u.a. auch festgehalten das er mich nie mit hätte ins grundbuch eintragen lassen können, oder eine hypothek drauf aufnehmen können, oder gar vekaufen können, etc., im prinzip kann man sagen, eigentlich ist es gar nicht sein haus auch wenn er im grundbuch steht.

also m. E. . hat das nichts mehr mit erbe zu tun.

bitte nicht falsch verstehen, ich habe viel geld + noch mehr arbeit da hinein gesteckt + ich möchte einfach nur das zurück was ich investiert habe für unsere vermeintl. "gemeinsame" zukunft , weil ich steh vor dem absoluten nichts, alles was ich hatte ist weg, berufl. habe ich dafür ebenfalls imens verzichtet.....

vielen dank für antworten welche mich hoffentlich weiter bringen...

Zugewinnausgleich vorweggenommenes erbe
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Zugewinngemeinschaft Unterschied ob man im Grundbuch steht oder nicht?

Guten Tag,

gibt es im Rahmen der Zugewinngemeinschaft einen Unterschied, ob man im Grundbuch steht oder nicht? Mal unberücksichtigt, dass die Person, die auszieht ohne das Haus und dem Grundstück als Gegenstand da steht. Wies sieht es finanziell aus?

Beispiel: Fau: AV 50.000 Mann: AV 50.000 Schenkung Eltern der Frau an Frau 100.000 (Grundstück) Kredit 50.000 Frau 25/ Mann 25 Grundstück und Haus Wert Anfang 200.000 Kreditabtrag 25.000 somit Restschuld 25.000 für beide 12.500 Grundbucheintrag Mann und Frau

Trennung: Grundstück / Haus Wert 230.000 Endvermögensbewertung: Frau: AV 50.000 + Schenkung 100.000 + Hälfte Wertsteigerung Hälfte von 30.000 = 15.000 + Restschuld 12.500 - Insgesamt 152.500. Abgezogen werden die 100.000 Schenkung Vermögen Frau 52.500

Mann: 50.000 AV + 15.000 Zugewinn + Restschuld 12.500 - Vermögen Frau 52.500

Kein Zugewinnausgleich. Mann geht aus Haus Vermögen 52.500

Gleicher Fall wie oben, nur Frau steht im Grundbuch Trennung: Frau AV 50.000 Schenkung 100.000 +
Wertsteigerung 30.000 Restschuld 12.500- Insgesamt 167.500. Abgezogen werden die 100.000 Schenkung Vermögen Frau 67.500

Mann: 50.000 AV Restschuld 12.500 = 37.500

Differenz Mann zu Frau 30.000 15.000 Zugewinn müssen an den Mann Endvermögen Mann 52.500

Ist doch somit gehüpft wie gesprungen, oder?

Grundbuch scheidung Scheidungsrecht Zugewinn Zugewinnausgleich Zugewinngemeinschaft
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