Steuererklärung, Fahrkosten, Entfernungspauschale?

Ich war 4 Jahre bei der Bundeswehr, habe die Offizierausbildung durchlaufen und wurde am Ende zum Leutnant befördert.
Nach diesen 4 Jahren habe ich zivil ein Studium begonnen und abgeschlossen. (Bachelor)
Nun befinde ich mich in einem weiterführenden Studium. (Master)
Die Universität ist ca. 40 Km von mir entfernt und stellt durch Bezahlung des Semesterbeitrags ein Semesterticket zur Verfügung. (Kosten ca. 500€ pro Jahr)
Ein Auto steht nicht zur Verfügung.

Ich arbeite nebenbei nicht mehr als 20 Stunden in der Woche und verdiene dabei ca. 1500 Netto im Monat.

In meiner Steuererklärung für 2017 habe ich die Uni als Erste Tätigkeitsstätte angegeben und entsprechend die Entfernungspauschale genutzt.

Ebenso habe ich die Arbeitsstelle als erste Tätigkeitsstätte angegeben und die Entfernungspauschle verwendet.

Meine Sachbearbeiterin im Finanzamt möchte mir nun die Entfernungspauschale nicht gewähren und sagt, dass bei sämtlichen der Fortbildung betreffenden Fahrten die Grundsätze der Reisekosten anzuwenden sind, wodurch nur die tatsächlichen Kosten (ca. 500€) berücksichtigt werden.

Ich habe bereits Einspruch eingelegt und warte auf eine Antwort.

Dennoch frage ich mich, liege ich vlt. falsch?

Inwiefern wird zudem die militärische "Berufsausbildung" und die zivile Berufsausbildung jeweils als erste Berufsausbildung gewertet?
Mit der militärischen kann ich schließlich nichts weiter anfangen.

Für Anregungen oder Verweise wäre ich dankbar.

Studium, Reisekosten, Steuererklärung, Entfernungspauschale
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Steuererklärung: Jobticket / Entfernungspauschale

Hallo,

ich erstelle gerade meine Steuererklärung für 2013. Ich bekomme ein Jobticket von meinem AG gestellt, welches auch auf der elektronischen Lohnsteuerkarte unter 18 Pauschalbesteuerte Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit ca. 2700€ auftaucht. Das Jobticket selbst ist im Zuflussmonat mit einem Wert von 2400€ taxiert worden und taucht auch so auf der Lohnabrechnung auf. Ich musste das Ticket nach meinem Verständnis nur versteuern (ca. 100€ vom netto weniger). Nun möchte ich diese Werbungskosten erfassen, d. h. ich habe die Entfernungskilometer zwischen PKW und Zug aufgeteilt. Die Kosten des Jobtickets von 2.400€ habe ich unter sonstige Werbungskosten aufgeführt (richtig?). Nun kommt jedoch folgende Fehlermeldung heraus:

"Wurden pauschal besteuerte Erstattungen für Fahrtkosten gezahlt, obwohl die Entfernungspauschale niedriger war, wird der übersteigende Teil bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens hinzugerechnet. Dadurch müssen Sie dann mehr Steuern zahlen"

Ich habe das Jobticket im September bekommen; es gilt ein Jahr und musste direkt komplett versteuert werden. Wie bekomme ich diese Kosten nun korrekt anerkannt? Das Steuerprogramm zeigt mir nämlich noch ein dickes Minus an. Liegt das daran, dass das Ticket komplett versteuert wurde, ich aber nur ab September die Entfernungspauschale anrechnen kann? Oder ist das Jobticket aufgrund des "Umweges" des Zugs so viel teurer?

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Steuererklärung, Steuern, werbungskosten, Entfernungspauschale, Jobticket
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Dienstwagen - Nachträglich über Steuererklärung auf Pauschalversteuerung wechseln?

Hallo,

in 2012 hatte ich meinen Dienstwagen via Pauschalversteuerung (0,002%-Regelung) versteuert. Hierbei versteuerte der Arbeitgeber den Nutzungswert für die Fahrten von Wohnort zur Arbeitsstätte mit 15% pauschal, ohne dass Sozialabgaben anfielen. In Zeile 18 der Lohnsteuerbescheinigung ("Pauschal besteuerte AG-Leistungen Fahrten Wohnung und Arbeitsstätte") war die korrekte Summe vermerkt. Gleichzeitig haben sich die Werbungskosten vermindert. Das ist aber nicht relevant für mich, da ich ohnehin unter dem Werbungskostenpauschbetrag von 1000 EUR liege.

Für 2013 bin ich dann - warum auch immer - auf die Individualversteuerung (0,002%-Regelung) gewechselt. Ein Wechsel zurück zur Pauschalversteuerung ist während des laufenden Kalenderjahres nicht möglich.

Frage 1: Da ich das Grundprinzip glaube ich noch nicht ganz verstanden habe … Wann lohnt sich die Pauschalversteuerung, wann lohnt sich die Individualversteuerung? Lohnt sich die Pauschalversteuerung nur, wenn man wenige Werbungskosten hat? Wann hat die Individualversteuerung Vorteile?

Frage 2: Es dürfte für mich doch ganz einfach von Vorteil sein, wenn der Arbeitgeber die Steuern zahlt. Aber kann ich nachträglich über die Steuererklärung auf die Pauschalversteuerung wechseln? Dass ich gleichzeitig weniger Werbungskosten ansetzen darf, tut mir wie gesagt nicht weh, da ich ohnehin unter dem Werbungskostenpauschbetrag von 1000 EUR liege. Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

Viele Grüße

Dienstwagen, Steuererklärung, Entfernungspauschale, Firmenwagen
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Kilometerpauschale Google Maps

Hallo, ich mache nun seit etwa 10 Jahren meine Steuererklärung mit immer den gleichen Kilometerangaben, da ich GDB 50% G habe kann ich ja die Hin und Rückfahrt ansetzen. Das war bisher auch kein Thema. In 2003 kam mal eine Nachfrage, weil ich die weitere Strecke fahre (brauche aber rund 15 bis 20 min. weniger Zeit) da habe ich der Sachbearbeiterin einen Ausdruck der Route von Google Maps vorbeigebracht und sie hat es auch akzeptiert. Wieso auch nicht, ist ja alles korrekt gewesen. Das war dann alle 3-4 Jahre mal wieder ein Thema, also habe ich dann wieder einen Ausdruck der Route ins Finanzamt gebracht, dann wurde wieder alles ganz normal akzeptiert. Ich hätte wohl auch nicht aufgemuckt, wenn ich die kürzeste Strecke hätte abrechnen müssen. Das war aber wie gesagt kein Thema. Dann musste ich zeitweise wegen meiner neuen Hüfte etc. gefahren werden. Das hat mein Mann dann gemacht, die FA Beamtin hat uns dann auch noch empfohlen die Leerfahrten mit anzugeben. Das war auch gut so, ich bin ja fast nur noch für Benzin zur Arbeit gefahren. Im Jahr 2010 kam dann eine neue Sachbearbeiterin, die akzeptierte dann weder die Leerfahrten (obwohl vom Arzt und Versorgungsamt bescheinigt) noch die weitere Strecke. Gut, man ärgert sich, nimmt es aber dann doch hin. Leider habe ich den Fehler gemacht und einen Widerspruch eingelegt. Darauf kam jetzt aus heiterem Himmel eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung - weil ich immer zu lange Strecken angegeben hätte! Wieso hat die vorherige Sachbearbeiterin denn nie gesagt, dass ich die kürzeste Strecke fahren muss? Ha tirgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, kann man sich denn überhaupt gegen so eine ungerechte Anzeige wehren? Ich habe jetzt gelesen, dass die Finanzbehörden bis zu 10 Jahre rückwirkend die ihrer Meinung nach zu vielen Kilometer wieder zu berechnen und dann das doppelte draufzutun als Strafe! Ich verstehe so etwas nicht, ich dachte immer man kann seinen Sachbearbeitern trauen, und wenn was nicht passt, streichen die das. Bloß weil ich die Bearbeiterin mit einem Widerspruch geärgert habe, kann diese doch nun nicht einfach mal behaupten, dass ich die ganzen Jahre betrogen habe. Kann mir irgendwer einen Rat geben?

steuerhinterziehung, Entfernungspauschale, Kilometergeld, Routenplaner, Beamtenwillkür, Strafanzeige
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Steuererklärung: Jobticket / Entfernungspauschale oder Reisekosten?

Einen wunderschönen! :-)

Bin grade dabei meine Steuererklärung für 2012 zu machen und habe folgendes Problem. Mein AG stellt mir ein Job-Ticket, welches jetzt auf der Lohnsteuerabrechnung unter "18. Steuerfreie Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte" mit 1752,60€ aufgeführt wurde. Auf der 1. Gehaltsabrechnung selbst, wurde für den Posten "job Ticket" noch 70€ Pausch. Steuer vom Brutto Lohn einbehalten.

Das Steuerprogramm mit welchen ich meine Erklärung mache sagt nun: *"Erstattungen vom Arbeitgeber höher als die Entfernungspauschale.

Wurden pauschal besteuerte Erstattungen für Fahrtkosten gezahlt, obwohl die Entfernungspauschale niedriger war, wird der übersteigende Teil bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens hinzugerechnet. Dadurch müssen Sie dann mehr Steuern zahlen."*

Da ich keinen festen Arbeitsort habe ( Lokführer ) bin ich mir nun ziemlich unsicher wo ich die Kosten eintragen soll. Trage ich sie in die Entfernungpauschale ein, ist das Programm zufrieden. Trage ich sie unter Reisekosten ein, bleibt weiterhin oben stehende Meldung da. Noch dazu kommt, das ich unter Reisekosten bis auf die einmalig abgezogenen 70€ und dem täglichen Ausbleibegeld ( 6€ für 8h ) eigentlich nichts eintragen kann.

Die Entfernungen zum Arbeitsort variieren zwischen 40km und 160km.

Würde mich über jede Hilfreiche Antwort freuen. :-)

Reisekosten, Steuererklärung, Steuern, Entfernungspauschale, Jobticket
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Bahncard 100 und Entfernungspauschale: Wann kaufen? Gestückelt oder Alles auf einmal zahlen?

Liebes Forum!

  • Ich fange ab dem 1.11. an zu arbeiten. Das ist mein erster Job, habe also vorher noch nicht gearbeitet.
  • Netto verdiene ich ca. 2150€.
  • Ich wohne in Berlin und muss 3 Tage die Woche nach Hamburg pendeln, d.h. 289km pro Strecke.
  • Ich möchte mir eine Bahncard 100 kaufen, die wenn man alles auf einmal zahlt 3990,00€ kostet und wenn man sie monatlich abstottert 369,00€ (also insg. 4428,00€ für ein Jahr).
  • Im Rahmen der Entfernungspauschale würde ich unter o.g. Bedingungen das Maximum der Pauschale, nämlich 4500,00€ im Jahr 2013 für meine Pendelei geltend machen können und für 2012 insg. 1127,10€ (angenommen ich arbeite noch 13 Tage in 2012).

Meine Fragen sind nun:

  • Soll ich die Bahncard 100 jetzt kaufen? Oder warten bis 2013 (weil man dann evtl. mehr an Ausgaben für Reisekosten geltend machen kann und ich 2013 ja über das Jahr viel mehr verdiene - 2012 arbeite ich ja nur 2 Monate). Dann müsste ich November und Dezember mit Einzeltickets bestreiten, die sind aber weitaus teurer. ich weiß eben nicht, ob ich überhaupt nachweisen muss bzw. ob es relevant ist, dass ich überhaupt eine Bahncard 100 angeschafft habe, geschweige denn, WANN ich sie gekauft habe.

  • Und wenn ich die BC100 jetzt (also noch 2012) kaufen soll, dann im Abo oder alles auf einmal? Im Abo könnte man ja einen Teil der tatsächlich entstehenden Kosten auf 2013 überwälzen.

Tausend Dank und viele Grüße!

PS: Ich blicke teilweise noch nicht so ganz durch die ganzen Begrifflichkeiten durch, hoffe aber, dass ich mich jetzt klar ausgedrückt habe mit meinem Anliegen.

Bahncard, Entfernungspauschale, Pendlerpauschale, Bahncard 100
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Längere Wegstrecke - Entfernungspauschale f. Steuererklärung

Hallo,

ich bearbeite grade meine Steuererklärung für 2011. Ich nutze dafür WISO.

Wie ist das nun mit den Kilometern, kürzeste Strecke ist prinzipiell erstmal klar, es sei denn man legt plausibel dar, warum man einen längeren Weg fährt.

Laut Routenplaner Google-Maps sind es 90 km (kürzere Strecke) mit einer Fahrdauer von 1 Std 9 min.

gebe ich meine (längere) Route über die Autobahn an, kommen 106km und eine Fahrzeit von 1 Std. 16 min raus, also laut Routenplaner 7 minuten länger.

Aber in der realität sieht das anders aus, über die Autobahn bin ich ca. 5-10 minuten schneller als über die kürzere strecke durch die Stadt.

Frage ist nun, ob das Finanzamt die paar Minuten anerkennen wird? Die (längere) Strecke fahre ich wirklich jeden Tag, weil der Berufsverkehr in der Stadt einfach ein Grauen ist.

Zudem habe ich mir eine eigene Excel-Tabelle angefertigt, in der ich Buch führe und die verschiedenen Wege mal "ausprobiert" habe und handschriftlich festgehalten habe: Datum der Fahrt, Wegstrecke (also Stadt oder Autobahn), Startzeit, Ende der Fahrt, Dauer der Fahrt und zurückgelegte Kilometer laut Tageskilometerzähler.

Wird so eine selbstgeführte Aufzeichnung in der Regel auch akzeptiert, wenn meine angegebenen Kilometer nicht anerkannt werden?

Ich fahre mit eigenen privaten PKW. Kilometer sind eindeutig nachweisbar (Kaufvertrag Anfang 2011, Kilometerstand heute). Alle Tankquittungen sind sauber aufgehoben, jeweils mit Gesamtkilometerstand und Tageskilometer vermerkt (zur Verbrauchsermittlung in Spritmonitor).

Danke euch. Grüße Olm

einkommensteuer, Steuererklärung, Steuern, werbungskosten, Entfernungspauschale, Pendlerpauschale
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